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Deutschen unter Herzog Heinrich II.; 26. Ang. 1813 Sieg
Echlacht an der Kaßbach) Blüchers (daher Furst von W
uͤber die Franzosen unter Macbonald.
Wahlvergehen, die Verletungen der zum Schntze
des Wahlrechts erlassenen Vorschriften; es gehören dahrn
die Wahlfälschung, die Wahlbestechung (s. d.) und die
Verhinderung eines Wahlberechtigten, fein Wahlrecht aus⸗
ühen (Reichsstrafgesetzb. g8 107- 109).
Wahlvermächtnis, ein Vermächtnis, bei welchem
es von einer zu treffenden Wahl abhangt, was der Be—
dachte erhält (Bürgerl. Gesetzb. F 2154).
5 Sghincxwandtschaft, s. v. w. chem. Verwandtschaft
. Affinität). *
Wahn im Rheinland, Gemeinde im preuß. Reg.⸗
Bez. Koͤln, (1905) 4775 E. Kabelfabrikation; dabei die
Wahner Heide mit Artillerieschießplah.
Wahnfried, Villa Rich. Wagners in Bayreuth, mit
Erbbegräbnis im Garten.
Wahnideen, Wahnvorstellungen, Vorstellungen, die
meist infolge von Halluzinationen (s. d.) entstenden sind
und dem gefunden Urteil sofort als irrig erscheinen; Hanpt⸗
ymptom der Verrücktheit (s. d.), bei welcher sie' oft mi
großer BZähigkeit festgehalten werden (fixe Idee), hänfig
herhunden mit Größenwahn und Verfolgungswahn.
Wahnsinn, im allgemeinen jede Geisteskrankheit mit
äußerlich auffallenden Erscheinungen; speziell s. v. w. Ver—
wirrtheit oder Verrücktheit oder die Erregungszuftunde bei
progressiver Paralyfe der Irren ꝛc., auch Geisteszustände, die
nur auf einer kraukhaften Reizung des Gehirns, nicht aus
eintin dauernden Ausfall des geistigen Vermögens beruhen
Wahnvorstellungen, sJ. Wahnideen.
Wahren, Dorf in ‚der sächs. Kreish. Leipzig, (1800
1641 E.; uee Fabrikation von auto—
matischen Musikwerken, Automobilen.
Wahrenbrück, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Merse—
burg, an der Schwarzen Elster, (1006) 635 6.
Waähring, nordwestl. Vorort von Wien, seit 1890
dessen XVIII. Bezirk bildend; Sternwarte.
Wahrmund, Adolf, Orientalist, geb. 10. Juni 1827
zu Wiesbaden, seit 1871 Lehrer füt arab. Sprachen an
der orient. Akademie und der öffentlichen Lehranstalt für
drient. Sprachen in Wien, seit 1885 Leiter diefer An—
stalt; schrieb Lehrbücher des Arabischen, Türkischen, Per—
sischen, „Das Gesetz des Nomadentums“ (2. Aufl. 1892),
„Das Reich der Zwecke“ (1895) u. a.
Wahrfagung, s. Weissagung.
Wahrscheinliche Lebensdauer, s. Sterbetafel.
Wahrfcheinlichteit, das Überwiegen bestimmter
Gründe für eine Annahme bei einander entgegenstehenden
Gründen; die mathem, W. ist das Verhältnis der Anzahl
der einer Erwartung günstigen Fülle zu der Anzahl aller
möglichen Fälle. Die Berechnung der W. ist Gegenstand
der Wahrscheinlichteitsrechnung. (S. auch Methode der
leinsten Quadrate.) — Bgl. CTzuber (2Tle, 19008)
Wahrspruch, s. Verdift.
Waährung, Valuta, ursprünglich die obrigkeitliche Ge—
währleistung des Gewichts und Feingehalts der Munzen;
dann die Geldart, die als gesetzliches Zahlungsmittel
Kurant⸗ oder Währungsgeld) anerkannt ist und daher
bei Zahlungen in jeder Hoͤhe angenommen werden muß
Ein Staat hat Gold-We, wenn die W. nur in Golt
münzen, Silber-W., wenn sie nur in Silbermünzen,
Doppel .W. oder Alternativ-⸗Wi, wenn sie in beiden zu⸗
gleich besteht. Die Metall⸗W. wird zu einer Poapier-W.
wenn Ddas Papiergeld mit Zwangskurs ausgegeben und
seine Einlösung in dem Wahrungkmetall fuspendiert ist.
Vouständig ist der Begriff der We erst erfüllt, wenn sich
die Privaten aus dem Prägungsmetall bei den staatlichen
Münzanstalten Münzen praͤgen lassen dürfen. Wird dies
eingeschränkt oder aufgehohen, so spricht man von ge—
schlofsener oder Hinkender Währung (s. d.). Die Frage,
welche Art der W. zu waͤhlen fei, dildet den allgemeinen
Inhalt der Währungsfrate, die befonders lebhaft erortert
worden ist, seitdem das Eitber start entwertet vurde Trotz
der Agitation für die DoppelWe, von der man eie Ve
hinderung der Silberentwertung erhofft, sind doch immer
mehr Staaten zur reinen Gold-W. uͤbergegangen, und die
Aussichten des Bimetallismus sind, da sich England ab—
lebnend verhält, sehr gering. IHierzu Beslage: Wahrun g.1

—, Bgl. Arendt (18. Aufl. 18908), Cohnstädt (2. Aufl.
393), Ad. Wagner (2. Aufl. 1884), Juͤtzi (18002).
Wahrvogel, der große Würger (s. di).
Wahsatchgebirge (spr. satsch), Teil des Felsen⸗
gebirges im nordamerik. Staate Utah, im Mount Terrill
3585 m hoch.
Wahunmia (d. i. Leute vom Norden), hamitisches Volk
m Seengebiet des äquatorialen Afrika, heißen quch Wa⸗
ussi Wahutu, Watasi, Wawitu, Ruhinda, gehören zu
»en Gallas.
Waiblingen, Oberamtsstadt im württemb. Neckar⸗
reis, an, der Rems, (1905) b906 E:., Amtsgericht, Latein-,
Kealschule; Stammburg ber Hohenstaufen, die davon den
Beinamen Waiblinger lital. Ghibellinen, s. d.) erhielten.
Waibstadt, Stadt im bad. Kr. Heidelberg, an der
e (1905) 1841 E. [pflanzen II, b.
aid, Pflanzengattg., s. Isatis und Tafel: Nutz⸗
Waidhofen. 1) W. an der Thaya, Bezirksstadt in
Niederösterreich, (1900) 2400, mit Alt⸗W. 2576 F. 2) W.
an der Ybbs, Stadt in Niederösterreich, 4448 E.
Waidringer Alpen, Teil der Salzburger Kalkalpen,
wischen Achental und Saalach, im Birnhorn 2684 2.
Waigatinsel, Hafeninsel, Insel an der Westküste von
Brönland, in der Baffinbai.
Waigatsch (Wajgatsch) Insel im Nördl. Eismeere,
um russ. Gouv. Archangelsk gehörig, 8708 qxm, reich an
belztieren, Vögeln ꝛc. (guinea, 3223 qkm, 60060 E.
— niederländ. Papuainsel, im RNB. von Ren—
Waihu, s, Osterinsel.
Wäinämöinen, Hauptheld des finn. Volksepos
is. Kalewala), eine Art Orpheus, der durch sein Spiel
auf der Kantela (Geige) die ganze Natur bezaubert.
Waischenfeld, Stadt iu bayr. Reg.⸗Bez. Oberfranken,
an der Wiesent, (1905) 770 E.
—AVD
dinder (Waisen), bes. der ärmern Klasse, untergebracht
perden; berühmt das von A. H. Francke (s. d.) I6os zu
Zalle errichtete W. (S. auch Militärwaisenhäufer und
Fechtschulen.)
Waisenmädchenhaar, Grasart, s. Stipa.
Waisenrat, das von der Gemeinde eingesetzte Hilfsargan
 der e enest bezüglich der in der Gemeinde
ich aufhaltenden Mündel (Bütgerl. Gefeßb. g1849).
Waitz, Georg, Geschichtsforscher, geb.8. Okt. 1813 zu
Flensburg, 1842 Prof. zu Kiel, 1848 zu Göttingen, seit
1875 Mitglied der Akademie und Vorsitzender der dentral
direktion der „Monumenta Germaniage historien“ zu
Berlin, gest. das. 24. Mai 1886; Hauptwerk! „Dentsche
Lerfassungsgeschichte,“ (8 Bde., 1848278 u. .). &amp; VBgl.
Stein dorff (1886), Kluckhohn (1887).
Waiiz, Theod., Psycholog und Anthropolog, geb.
17. März 1821 zu Gotha, gest. 21. Mai 1864 als Prof.
n Marburg; schrieb: ‚Anthropologie der Naturvölter“
Bd. 174, 1888-65; Bd. 5 u. 6, h. von Gerland, 1867
772, TI. Min 2. Aufl. 1877), Augemeine Pädagogik“
8. Aufl. 18883) u. a.
Waitzen GWaizen), ungar. Vacz, Stadt im ungar. Ko⸗
nitat Peste⸗Pilis-⸗Solt J. au der Donan, (1900) 16808 E.,
Bischofssitz, schöne Kathedrale, Staatsgesangnis; Weinban,
Woll⸗, Getreidehandel; hier 1597 und 1684 Niederlagen
ꝛer Tuͤrken durch die Osterreicher, 11. April 1849 Gefehte
Ungarn und Osterreichern, 15., 16., 17. Juli
wischen Ungarn und Russen.
Wakajama, Hauptstadt des japan. Ken W. Mippon),
in der Linschotenstraße, (1903) 68537 E.
Wakaniba, Negervolt in Ukamba, in Brit.-Ostafrika,
santustamm.
Wakami, die Bewohner von Ukami (s. d.).
Wake, offene Stelle in der Eisdecke eines Gewöässers.
Wake (spr. wehk), unbewohnte Koralleninsel im Stillen
Dzean, noͤrdl. von den Marshallinseln, 2 aun; 1898
von den Ver. Staaten besetzt.
Watesteld (spr. wehlfihld), Stadt in der engl. Grafsch.
Hork, West Riding, am Wakefteldranal und am Calder,
1801) 41418 E.; Tuch⸗ und Wollindusirie, Getreide⸗
ind Viehhandel; hier 24. Dez. 1460 Sicg ver Königin
Margarete über Herzog Nichard von Nork, der fiel.
Wakenitz, r. Nebenfluß der Trave, Abfluß des Natze⸗
hurger Sees, mündet bei Lübeck.