in Straßburg, 1883 in Berlin; verdient durch entwicklungs⸗
geschichtliche Arbeiten; schrieb: „Eierstock und Ei“ (1870),
Atlas der Hagre“ (1884), „Das Gorilla-Rückenmark“
(1889), „Das Becken“ (1899) u. a., Mitherausgeber des
„Archivs für mikrostopische Anatomie““ (1874 fg.).
Waldfeld bau, Verbindung der Holzzucht mit Anbau
von Feldgewächsen. Man unterscheidet Röderlandbetrieb
(. dW Haubergs- oder Hackwaldbetrieb (s. Hackwald,
und Baumfelderwirtschaft. [1554 E., Amtsgericht.
Waldfischbach, Dorf im 8 Neg.-Bez. Pfalz, (1900)
Waldfläche, die mit Wald bedeckten Bodenflächen;
sie ist in den einzelnen Ländern sehr verschieden und be⸗
trägt im Deutschen Reiche (1893) 13956827 ha (26 Proz.
der Gesamtfläche), in Osterreich-Ungarn (1892) 18961 008
ha (30 Proz.), der Schweiz (1900) 847 300 ha (21 Proz.),
Frankreich (1885) 8397 151 22a (16 Proz.). In andern
Ländern werden als bewaldet angenommen (in Proz. der
Gesamtfläche): Bosnien 48, Schweden 398, Rußland 38,
Norwegen 24, Türkei 22, Serbien 20, Italien 18, Spa⸗
nien 17, Griechenland 16, Belgien 13, Rumänien 12,
Portugal 10, in den Niederlanden 8, Dänemark d, Groß⸗
britannien und Irland 3.
Waldflachs, Pflanzengattg., s. Linaria.
Waldflüevogel, s. Brauneile.
Waldformation, s. v. w. Wealdenformation (s. d.)
Waldgärtner, s. Borkenkäfer.
Waldgeier, s. Bussarde [Abb. 304]; auch der schwarz⸗
»raune Milan (s. Milane).
Waldgötter, s. Faunns, Satyrn, Silvanus.
Waldgrundgerechtigkeiten, s. v. w. Forstberechti⸗
ungen ( . d.).
—— der Eichelhäher (s. Raben).
Waldheim, Stadt in der sächs. Kreish. Leipzig, an
ver Zschopan, (19005 10638 (10082 12815) 6. Amnts-Waldhirse,
 s. Milium. sgericht, Zuchthaus
Waldhorn, s. Horn und Tafel: Musik JI. 10.
Waldhuhn, s. Tetrao.
Waldhühner (Tetraonidae), Familie der Hühner—
oögel, von gedrungenem Körperbau, mit kurzem Hals,
kleinem Kopf, kräftigem Lauf. In allen Regionen ver—
treten. Drei Unterfamilien: Rauhfußhühner, Baum—
hühner, Feldhühner (s. diese Artikel).
Waldhund, Buschhund (Icticy on venaticus Lund),
die brasil. Urwälder bewohnende Hundeart von gedrun—
zener Gestalt, mit kurzen Beinen, Ohren und Schwanz.
Waldis, Burkard, Fabeldichter, geb. nach 1490 zu
Allendorf an der Werra, erst Franziskaner in Riga,
später luth. Pfarrer zu Abterode, gest. etwa 1567; sein
Fabelbuch „Esopus“ (zuerst Frankf. a. M. 1548) neu
39, von Tittmann (1882). — Biogr. von Milchsack (1881).
Waldkappel, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Cassel, an
der Wehra, (1905) 1039 E.
Waldkater, der Rotkopfwürger (s. Würger).
Waldkattze, die Wildkatze (s. Katzen); auch der Rotkopf⸗
Waldkauz, s. Eulen. lwuͤrger (s. Würger).
Waldkirch, Amtsstadt im bad. Kr. Freiburg, an der
Elz, (1905) 3183 E. Amtsgericht, Realschule mit Pensionat,
Gewerbes, Musikschule; Orgel-, Drehorgelfabrikation,
Edelsteinschleifereien.
Waldkirchen in Bayern, Markt mit städtischer
Berfassung im bayr. Reg.-Bez. Niederbayern, im Bahr-Wald,
 (1505) 1552 E., Amtsgericht.
Waldkrankheit, Holzkrankheit, seltene Krankheit
der Wiederkäuer, durch den Genuß herber und harziger
Pflanzen (Eichentriebe, Heidelbeerkraut 7 verursachte
Nagen-Dgrmentzundung, verbunden mit Nierenentzün⸗
urg Fieber, Abmagerung, oft tödlich.
aldkult, die bei fast allen Naturvölkern gebräuch—
iche Verehrung des Waldes als des Sitzes der Wald⸗
geister. — Bgl. W. Mannhardt (2 Bde. 18768 —773
2. Aufl 1904560 vögel, 28
Waldlaubsänger, s. Laubsänger und Tafel: Sing⸗
Waldmaus, s. Mäuse [Abb. 1151)].
Waldmeister, Pflanzenart, s. Asperula.
Waldmensch, s. v. w. Orang⸗-Utan (s. d.).
Wald michelbach, Flecken in der hess. Prob. Starken⸗
zurg, im Odenwald, (1805) 2053 E. Amtsgericht.
Wald mohr, Dorf im bahr. Reg.⸗Bez. Pfalz, am Glan
1905) 1765 E. Amisgericht.
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon. 5. Aufl. II

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Wal

Wald müller, Ferd. Georg, Genremaler, geb. 15. Jan.
793 zu Wien, gest. das. 23. Ang. 1865; bauerliche Fa⸗
nilien⸗ und Kinderszenen —* Genrekunst 1, 8)].
Waldmüller, Robert, s. Duboc, Charles Edouard.
Waldmünchen, Bezirkssiadt im bayr. Reg.Bez.
Oberpfalz, an der Schwaͤrzach, (1905) 2861 E., Amts⸗
iericht. — Vgl. Lommer (Geschichte, Bde. Ts68 94).
Waldnachtigall, s. Lerchen.
Waldnessel, s. Galeobdolon.
Waldohreule, s. Eulen [Abb. 832).
Waldpflug, schwerer Pflug mit zwei Streichbrettern,
e die Erde zu beiden Seiten der Furchen auswerfen.
ree s. Phyteuma [Abb. 1889).
Baldrebe, Pflanzengattg. s. Clematis sNob. 361].
Waldfäge, zweihändige Säge mit ungespannten, in
der Zahnlimie bogenförmigem Blatt; dient zum Fällen
und ee von Baumstämmen.
WBaldsänger, die Dorngrasmücke (s. Grasmücke).
Waldsassen, Marktflecken im bayr. Reg.⸗Bez. Ober⸗
afalz, an der Wondreb, (19005) 4202 G., Amtsgericht, ehe⸗
mal, Zisterzienserabtei (Getzt Erziehungsinstitut), Waifen—
haus. — Vgl. Binhack, Geschichte des Zisterzienserftifts
W.(1888), Brunuer (Reformationsgeschichte, 1901).
Waldschildkröte, s. Land- und' Suͤmpffchildkroͤten
ind Tafel: Amerikanische Tierwelt, 24.
Waldschnecke, sJ. Egelschnecke.
Waldschnepfe (Scolopax rusticéla L. 1836)]),
rößte deutsche Schnepfenart, mit weichem, braunem Ge—
eder, hohem Kopf, langem, vorn verdicktem
Schnabel, großen Läufen und großen Augen
Kachtvogel; als Leckerbissen geschätt un“
diel gejagt; zieht im März aus dem
Süden nach Nordeuropa (Schnepfen⸗
trich), wo sie brütet. Ihre Einge—
veide en— —— der sp n
halbverdanten Nahrung, sowie die aae
ahlreich im Darm enthaltenen Ein⸗ l836. Waldschnepfe.
zeweidewürmer bilden den Schnepfeudreck, der, gehackt,
zewürzt und auf Brotschnitten gebacken, als Leckerbissen
gilt. — über we Jagd vgl. von Dombrowstki (1805).
Waldsee, Oberamtsstaͤdt im württemb. Donaukreis,
an der Steinach, (19005) 3026 E., Amtsgericht, Schloß
des Fürsten von Waldburg. — Val. Eggmann (1864).
Waldseemüller (Waltemüller), s. Aar
Waldservituten, s. v. w. Forsiberechtigungen (s. d.).
Waldshut, Kreis⸗ und Amtsstadt in Baden, am
Rhein, (1905) 3824 E. Land-, Amtsgericht, Real-, Ge—
verbeschule. — Vgl, Birkenmayer (Geschichte, 1880).
Waldspitzmaus, s. Spitzmäuse [Abb. 1784).
Waldftädte, ehemals vier österr. Städte ain obern
ene Säckingen, Waldshut, Großlaufenburg, Rheins
elden. J [waldstätter See).
Waldstätte, die vier schweiz. Urkantone (s. Bici—
Waldstätten, Johann, Freiherr von, österr. General,
——
859 bei Magenta und Solferino aus, im Kriege von
866 Generalstabschef der 1. leichten Kavalleried vifion,
vurde 1870 Oberst und Prof. an der Kriegsschule, nahm
1878 als Brigadekommandeur an der —— Bos⸗
niens teil, 1888 kommandierender General und Feld—
eugmeister, 1898 Generaltruppeninspektor; schrieb: „Die
Taktik“ (10. Aufl. 1896) u. a. sFichtelgebirges.
Waldstein, Großer, Berg (880 m) im nördl. Teil des
Waldstein, ursprünglich Waldenstein, altes böhm.
Beschlecht, 1616 in der Person Albrechts von Wallen—
stein (s. d.) in den Grafenstand erhoben. An der Spitze
des Geschlechts se Graf Ernst, geb. 4. Febr. 1845,
erbliches Mitglied des österr. Herrenhauses.
Waldtaube, die Ringeltaube (s. Tauben).
Waldteufel, s. Pavian. Waldteufelchen, die Zwerq⸗
ohreule (s. Eulen).
Waldus, Petrus, Gründer der Waldenser (s. d.).
Waldverderber, die den Forstkulturpflanzen fchäd-—
ichen Tiere und Pflanzen. Von Säugetleren“ kann der
Hirsch sehr schädlich werden, weniger das Aehan das
Wildschwein, ferner eine größere Anzahl von agetieren
Hasen, Kaninchen, Eichhrnchen, Siebenfchläfer Hasel⸗
ind verschiedene andere Mäuse). Durch Verzehren von
Sämereien sind verschiedene Vögel (Eichel⸗ und Tannen⸗
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