Wal

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häher, Kreuzschnäbel und andere Finkenarten sowie wilde
Tauben) schädlich. Die gefährlichsten W. finden sich aber
in der Insektenwelt (s. Forstinsekten). Unter den Pflanzen
sind bes. eine Angat Pilze dem Walde verderblich, wie
Hallimasch, zwei Arten von Trametes, die die Rotfäule
.d.) und Ringschäle (f. d.) erzeugen, u.a. — W. als
Schmietterlingsart, s. Fichtencule [Abb. 879)].
Waldviertel, Teil von Niederösterreich (s. d.).
WBaldwertrechnung, der Teil der Forstmathematik,
der die foxstwirtschaftlichen Kapitale und die ihnen zu⸗
zehörigen Renten ermittelt. Bgl. Burckhardt (2. Aufl.
i838). Stötzer (3. Aufl. 1903), Riebel (1805).
Waldwolle, aus den Rabeln der Kiefer und Fichte
Zargestelltes fascriges Material, dient zum Polstern, zu
Fußteppichen und mit Wolle und Baummwolle gemischt,
zu einer Art Gesundheitsflanell; zuerst 1840 von J. Weiß
in Ziegenhalß (Oberschlefien) hergestellt. I1189).
Waldwurz, Pflanzengättg. s. Monotropa Abb
Wale, s. Waͤltiere.
WBalen, Bewohner von Wales (s. d.). — Auch
jolländ. Bezeichnung für Wallonen.
Walenfee (Wallenfer) Wallenstädter See, Gebirgssee
in der Schweiz, zwischen den Fantonen Santt Gauen
und Glarus, 25 qkm, bis 181 m tief, 423 m ü. d. M.;
Zuflüsse Murg und Linth; daran die Städtchen Weesen
und Wallenstadt und das Dorf Murg.
Wales (spr. wehls), Wallis, früher selbständiges, jetzt
mit England vereinigles Fuͤrstentumn Karten: Groß⸗
dritannien und Ilandu. II], an der Westküste der
Insel, 190841 qkm, (1801) 1720 6ö8 E, vom Fanbri—
chen Gebirge (im Snowdon 1085 m) im NW., von den
Black Monntains und dem Glamorgangebirge im S
erfüllt, durch die Täler der Dyrn und Schern' in Rordund
 Süd⸗W. mit je sechs Grafschaften geschieden; etwa
19 Proz. Ackerland, 45 Proz. Wiesen und Weiden,
35 Proz. nicht anbaufähig; bedeutend die Viehzucht und
bes. in der Grafsch. Glaͤmorgan die Kohlen⸗ und Eifen—
erinnung. Die Ureinwohner sind Kelten, und zwar
ymren, die mit den aus England vor den Angelsachsen
zeflüchteten Briten zu dem Volke der Walliser (Walen)
verschmolzen; zuerst unter unabhängigen Fürsten, seit
Wilhelm dem Eroberer unter engl. Lehnsherrlichkeit; das
Land wurde 1283 nach langen Kunpfen erobert, 1301 dem
Erbprinzen Eduard verliehen, 1886 ganz mit England
vereinigk. — Vgl. Rhys und Brynmor-⸗Jones, The
Felsh people“ (2. Aufl. 1900); Edwards, Wales
1801); dursen, Geography of W.“ (I1901).
Wales (spr. wehls) Prinz von, seit 1284 Titel det
engl. Kronprinzen, jetzt Prinz Georg G d.).
Walewsti, Älex. Florian, Jose Tolonna, Herzog,
franz. Staatsmanu, geb. 4. Mai 1810 zu Walewice,
natürlicher Sohn Napoleons JT. und einer Polin, unter
Napoleon II. diplomatisch verwendet, 1860 Staatsminister,
 1866 Präsident des Gesehgebenden Körvpers,
gest. 27. Sept. 1868 zu Straßburg.
Walfisch ß Gattg. der Bartenwale (Glatt⸗
wale), ohne Rückenflosse, Barten biegfam, mit feinen
Fasern. Kopf 11, des Körvers einnebmende Hierher der

damit eingeschlürfte Wasser durch die Spritzlöcher von
sich. Im nördl. Atlant. und Stillen Sztan, ziweilen
in großen Herden (Schulen), schwimmt schnell uͤnd hält
iber 15 Minuten uͤnter Wasser aus. Der südl. W. (B.
austrãlis Desm., Pubalaena australis Grauy) ist etwas
leiner, fast ganz schwarz, Kopf der Körperluͤnge; Südl.
kismeer bis zum Kapder Guten Hoffnung. Beide des
Specks (Trans) und dFischbeins halber gejagt, doch hat
der Walfang, den schon im 10. Jaͤhrh. die Norweger aus⸗
übten, jetzt fehr abgenommen.
Walfisch (lat. Sotus), Sternbild am sfüdl. Himmel
Tafel: Astronomie J, 11, mit dem periodisch ver⸗
inderlichen Stern Mira (0 Doti).
Walsischaas, s. Flossenfuͤßer s[Abb. 604)].
Walfischbai, Bucht an der Westküft Südafrikas,
von Deutsch-Südwestafrika umfchloffen Karte: Deutsche
Zolonien J, 1], mit dem umliegenden Gebiet Teil der
dapkolonie, 1114 qum, (1904) 997 E., guter Hafen; seit
1878 britisch.
Walfischgewehr, Hinterlader mit gezogenem und
zlattem Lauf von 31 Kaliber, die gleichzeitig abge⸗
euert werden; ersterer schießt ein Sprenggeschoß, dehterer
eine Harpune an einer Leine ab; die Treffpunkte liegen ca.
Walfischlaus, s. Flohtrebfe. [80 om auseinander.
Walfischpocken, s. Mecreicheln. lbis Feldkirch.
Walgau, Tal der Ill in Vorarlberg, von Bludenz
Walhalla, eigentlich Walhalle (altnord. Valhöll), in
er nordischen Mythologie der Aufenthaltsort für die in
Schlachten Gefallenen. Danach benaunt die von Ludwig J.
»on Bäyern nach Klenzes Entwürfen 1830 42 be Donau⸗
tauf erbaute marmorne Ruhmeshalle mit Büsten be⸗
ühmter Deutscher Tafel: Bayern rc. T, 21]. — Vgl.
A. Müller (33. Aufs. 1888), Sqhraß (7. Aufl. 1804).
Wali, Statthalter, türt. Titel, der Vorsteher eines
Walide (Balideh), s. Sultan. Eialets (s. ddJ.
Walt, Kreisstadi im russ. Gouv. Livland, 10 139 6.
Walken, Geweben aus Wolle durch Drücken, Kneten
inter Einwirkung von Wärme und Flüsfigkeiten ine filzige
Oberfläche geben , geschieht auf Walkmuͤhlen oder W. Man
iede Stoß⸗W. und Druck⸗W.
Kurbels, Walzen⸗W.), sowie Kalt- und Warm-W.
Walkenried, Dorf im braunschw. Kr. Blankenburg,
am südl. Abhang des Harzes, (1905) 1477 E. Ami⸗
gericht; Ruine der prächtigen, 1127 gestifteten, 1625 zer⸗
störten got. Klosterkirche und des 1648 eingezogenen Zister⸗
zienserklosters. — Bgl. Lemcke (18085).
Walker, Gerber, Muͤller (PoIXpryMIa fullo L.), dem
Maiküfer nahestehende Käferart, braun bis schwarz, durch
anregelmäßige weiße Behaarung auf den Flügeldecken,
Halsschild rc. marmoriert aedend
Walker (spr. wahker), Stadt in der engl. Grafsch.
Northumberland, (1801) i8 335 E.
Walker (spr. wahker), Francis Amasa, amerik. Na⸗
tionalökonom und Statistiker, geb. 2. Juli 1840 in Vo
ston, 1873 Prof. an der Yale⸗Universitt in New Haven,
gest. J. Jan. 1807 in Bofion; Bimetallist und Anhünger
der Currency⸗Schule.
Walker (spr. wahlker), William, amerik. Abenteurer,
geb. 8. Mai 1824 zu Nafhville Tennessee), organisierte
1853 eine Erpedition zur Eroberung des merik. Staates
Sonora, landete 1888 in Nicaragua und licß sich 1856
zum Praͤsidenten das. erwählen, mußte sich einem aͤmerit.
Kriegsschiff ergeben, nach einem neuen Versuch, in Nicaragua
 einzufallen, 8. Sept. 1860 bei Trurillo gefangen,
12. Sept. 1860 kriegsrechtlich erschossen.
Walkerde, unrener Ton, Verwitterungsrückstand des
Flasergabbros, saugt fette Sie auf, dient daher zu Fleck
kugeln sowie zum Walken der Tuche.
Walki, Kreisstadt im russ. Gouv. Charkow, an der
Rge (zum Donez), 10950 E.
alküren (Walkyren), in der nordischen Mythologie
Jöttliche und halbgöttliche Jungfrauen, lenken aus Ddins
Befehl die Schlachten, wählen die Todesopfer aus und
jeleiten die Gefallenen nach Walhalla.
Wall, irischer, s. Jrischer Wau
Wall, dän. Stückmaß — 80 Stück.
Wallaby, Bezeichnung der tleinern Arten der Nängus
uhgattg. Nacropus (s. Kinguruhs). Felle zur Imitation
bon Skunks verwendet.

1947. Gemeiner Walfisch

gemeine W. (nordische W., Grönlandwal, Balaena myst
oetus Cuv. IAbb. 18371), das größte aller lebenden Tiere,
meist 16220 und bis 84 Ig. und 150 000 xg schwer
werdend; oben graufchwaͤrz unlen weiß. Maul 5.6
g. 324m br., mittlere Barten n Ig. Speck 20 40 em
och. Verschlingt wegen der Enge sesntes Schlundes nur
Ueine Fische und Weichtiere in Massen du dibt das