Wan

Wanderhandel, der im Umherziehen betriebene Han⸗
del, umfaßt außer dem Hausierhandel (f. d.) auch die
Wanderlager und Wanderauttionen.
Wanderheuschrecke, f. Feldheuschrecken [Abb. 565).
Wanderleber (Aepar migrans), Senkung der Leber
nfolge Erschlaffung der Auf hängeban der nach Schwanger⸗
chaften, wird beseitigt durch Anlegen von Binden nach
Art der Bruchbänder.
Wandermiilz, Verlagerung der Milz infolge von
nechan. Erschütterungen. Behandlung: Binden nuͤch Art
der Bruchbänder, noͤtigenfalls opexative Anheftung der
Wandermuschel, s. Miesmuscheln. Milz.
Wanderniere (Ren rN mãgrans), Lageoerändernng
 einer oͤder beider Nieren, die sich infolge
Lockernug ihrer Kapsel und ihrer Aufhängebänder zein—
weise oder dauernd aus ihrer normalen Lage entfernen
können, verursacht zuweilen infolge Einklemmung der
wandernden Niere schwere Krankheitserscheinnngen, ist bei
Fraucn häufiger als bei Männern; das Anftreten wird
begünstigt durch überstandene Schwangerschaft, Schnüren
1. a, Behandluͤng: elastische Leibbinden, bei hochgradigen
Heschwerden operaͤtive Befestigung der Riere durch Nähte.
Wandertaube, s. Tauben“ und Tafel: Ametri—
Waundern, s. Makak. kanische Tierwelt, 6.
Wandlungsklage, redhibitorische Klage, die Klaͤge,
welche der Käufer gegen den Verkaͤufer auf Wiederauf⸗
jebung des Vertrags hat, wenn die veräußerte Sache zu⸗—
gesagte Eigenschaften nicht hat bder Mängel (s. Gewährs⸗
uüngel) hat, die der Verkäuͤfer zu vertreten hat (Bürgerl
Zeseßb. F462).
Wandntalerei, s. Freskomalerei und Historienmalerei.
Wandpfeiler, s. Pfeiler.
Wandsbek (Wandsbeck) Stadtkreis und Kreisstadt
m preuß, Reg.-Bez. Schleswig, an Hamburg anstoßend
Karte: Deutsches Reich J, 2), (1800) 27 8606 (1905;
31565) E., Garnison, Amtsgericht, Gymnasium mit Real⸗
qule, Denkmal von Matthias Caudius (Wandsbecker
tzote); Brauereien, Brennereien.
Wandsworthe(spr. woͤnnswörth), südwestl. Stadtteil
yn London, an der Mündung des Wandle in die Themse
Wandteppiche, s. Gobeuns. [(1901) 232034 E
Wanen, nordisches Göttergeschlecht s. Banen.
Wänern (Benern), schwed See, s. Wenersee.
Wanfried (Wannfried), Stadt im prenß. Reg.⸗Bez
Fassel, r. an, der Werra, (18900) 2367 E., Amtsgericht
Wang, ne in Brückenberg (s. d.)
Wanga, Hafenort in Deutsch⸗Oftafrika, an der Grenze
on Brit.⸗Ostafrika sKarte. Deutsche Kolonien I, 4).
Wangemaunn, Hermann Theodor, prot. Theolog geb.
27. März 1818 zu Wilsnack Brandenburg), 1065 viret
lor der Berliner Missionsgesellschaft für Südafrika, geft.
18. Juni 1894 in Berlin; Hauptfschriften: „Gefchichte des
evang. Kirchenliedes“ (5. Auft 1865), „Sieben Bücher
preuß. Kirchengeschichte“ (3 Bbe. 1858-61), „Geschichte
der Berliner Missionsgesellschaftein Südafrika“ (4 Bde.,
— 1881). — Biogr. von
Petrich (1885) und von seinem Sohne (1809).
Wangen, Oberamtsstadt im würitemb, Donaukreis,
1808) 4894 E., Amisgericht, Wallfahrtskirche, Real⸗s,
Wangenbeine, s. Jochbeine. Lateinschule.
Wangenbrand, s. Noma.
Wangenheim, Konrad, Freiherr von, Landwirt und
bolitiker, geb. 17. Sept. 1849 in VNeulobitz in Pommern,
oerdient um die Fördernng der Moorkullur, seit 1898
Vorsitzender des Bundes der Landwirte, 1808 1803 Mit
zlied des Reichsstags und des preuß. Abgeordnetenhaufes.
Wangerin, Stadt im preuß. Reg.⸗Bez. Stettin. am
Wan gerinfee, (1905) 2559 E.
Wangerboog, sum oldenburg. Amt Jever gehörige
Insel in der Nordsee, d Xm von der Küste, 8 Kme Ig., 1x*m
br. etwa 100 E. Leuchtturm, Seebad, fKarte Rorbn est⸗
eutschlandii, bei Hannsver.J — Vgl. Riemann isos).
Wanjamwefi, Bewohner von Unjamwesi.
Wanjaniembe, Bewohner von Unjanjembe.
Wansoro, Bewohner von Unjoron( d)
„Wanne, Volonie' im preuß. Reg.⸗Bez. Arnsberg,
—3 2 (1805? 30582) E.
meralquelle (gegen Gicht), Steintohlenber bau.
Wannfried, dreuß —*— s. eere

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Waännowskij, Peter Semenowitsch, russ. General und
Staatsmann,' geb, 6. Dez. 1822, im Russ.⸗Türk. Kriege
1877- 78 den Kommandant der gegen Rusischut ope—
ierenden Armee, 188198 Kriegsminister, 1901 52
Unterrichtsminister, gest. 29. Febr. 19804 in Petersburg.
Wannsee, Landgemeinde sm preuß. Reg.⸗Bez. Pots⸗
am, am Havelsee Wannsee (3 k0 Ig.), (1900) 2378 E.
Karte: Deutsches Reich L. 8.)]
Wansee, in der Türkei, . Wan.
Wansen, Stadt im preuß. Reg.⸗Bez. Breslau, an
er Ohlaun, (1905) 2355 E. Amtsgericht.
Wanst oder Pansen, die erste Magenabteilung der
Wiederkäuer (s. d. nebst Abb. 1966 4).
Wanstegad (spr. wonnstedd), Stadt in der engl. Grafsch.
Essex, nordöstl. Vorort von London, (1901) 9179 E.
Wanten, Taue, welche die Schiffsmasten und Stengen
iach der Seite halten.
Wanzen, Ungleichflügler (GBeteroptsra), Unterord⸗
ung der Halbflügler, mit 2 in der Ruhe wagerecht auf
dem on liegenden Flügelpaaren, wobon das vordere
GHalbdecken) lederartig, au der Spitze häutig ist und das
hintere, häutige, deckt; Hinterflügel oder beide Paare fehlen
bisweilen, z. B. bei der Bette⸗W.; die Mundteile bilden
einen gegliederten Schnabel. Die W. nähren sich von
aflanzlichen oder tierischen Saften und haben eine Stink⸗
)rüse an der Hinterbrust. Kosmopolitisch verbreitete, teil⸗
veise fehr bunt gefärbte Insekten.2 Unterabteilungen:
ꝛandwaunzen (s. d.) und Wasserwanzen (s. d.).
Wanzen beere, die Gichtbeere ( Johannisbeere).
Wanzenkraut, s. Ledum.
Wanzleben, Kreisstadt im preuß. Reg.⸗Bez. Magde⸗
uxg. (1905) 4003 E. Amtsgericht. Tierwelt, 16.
Vahlt s. Hirsche und Tafel: Amerikanische
Wappaãus, Johann Ednard, Statistiker und Geo—
Jraph, geb. 17. Man 1812 in Hamburg, seit 1845 Prof.
in Goͤttingen, gest. daf. 16. Dez. 1878; Sauptwerke: „All
gemeine Bevölterungsstatistik“ (2 Bde., 18859 61) und
die neue Bearbeitung (1847) von Stein⸗Hörschelmanns
„Handbuch der Geographie und Statistik“
Wappen, bleibende (erbliche), nach bestimmten heraldi⸗
chen Regeln festgestellte Merkzeichen (meist in Schildform)
ür ganze Familien Geschlechts-W.; s. auch Allianzwappen)
und deren Besitz (Herrschafts-W., Landes-We.) oder eines
Amtes (Amts⸗We), einer Zunft Gunft-⸗W.). Hauptstuck
des W. ist der Schild mit Krone (Helm, Hut), Schildhal⸗
ern, Wappenmantel, Wappenspruch (S auch Blasonieren.)
Wappenbrief, die ürkunde, durch die das Staats—
berhaupt die Führung eines Wappens in genau be—
timmter Form gestattet.
Wappendichtung, Heroldsdichtung.
Wappenhalter, Wappenknechte, s. Schildhalter.
Wappenkönig, s. gerold
Wappenkunde, diejenige Wissenschaft, die sich mit
Zer Deutung und Feststellung aller auf Wappen, Siegeln,
Münzen ꝛc. üblichen Formen (Wappenschild), Tinkturen
. Farben) und sonstigen Zutaten Wappenbilder [s. Ehren⸗
tücke, Gemeine Figurens Befaßt. [Hierzu Tafeln; Wap
enkunde Lund' TI] Wissenschaftlich behandelt wurde
je seit der Mitte des 17. Jahrh.; wichtig bes. fuͤr die
Bencalogie, dann fuͤr die ürkunden-und Geschichts⸗
orschung. — Vgl. Gatterer (2. Aufl. —2 Bernd (2 Bde.,
841-49), K. von Mayer (1857), Hefner (1861 - 63).
Warnecke (6. Aufl. 1882), Hauptmann (I896), E. von Sacken
6. Aufl. 1899); ferner die Wappenbuͤcher von Siebmacher
772 -14806), Sildebrandt (6. Aufl. 1805), Ströhl
880)3.Zeitschrift Der dentsche Hervid⸗ (1870 fg.).
Wappenmantel, Wabppengelt“ der bei fürstl. Wap-⸗
en den Schild umkleidende purpurne, mit Hermelin
gefütterte Mantel.
Wappenstener, eine Lurusstener, die in England
ür das Recht, ein Wappen zu führen, erhoben wird.
Wappenzelt, s. Wappenmantel.
Wappers, Gust, Baron, belg. Historienmaler, geb.
28. Aug. 1808 zu Antwerpen, 1840 53 dircktor der
Akademie das., 'gest. 6. Dez. 1874 in Paris; Hauptbilder:
 Karl J. auf dem Wege zum Schafott (Brüůssel),
Beginn der Brüsseler Fevolution 1830 (ebd.).
Wapping (spr. woöpp⸗), östl. Stadtteil Londons in
er Grafsch,. Middlefer.