Wara, s. Wadai.
Wara, das javanische Nashorn (s. d.).
Waragal, der Dingo (s. dy).
Waräger, Bezeichnung der Russen für die Nor—
nannen, die sich bei ihnen festsetzten (s. Küußland, Geschichte).
Warane, fälschlich Warner, Warncidechsen (Vara.
Aidao), zu den Spaltzuͤnglern gehörende Eidechsenfamsie,
große Tiere (bis 2 Ilg.), be⸗
wohnen ganz Indien bis Austra⸗
lien und das afrik. Festland,
vorzügliche Schwimmer. Fleisch
und Eier wohlschmeckend. Hier⸗
jer der gemeine W. MNileidechse,
——
allot ious Dum. et Bibr. Abb. 1042]), gelbgrau, schwarz
gefleckt, fast in ganz Afrika, frißt kleine Sugetiere, Vögel,
Fische ꝛc.; Sandechfe (Wüsten⸗ o der Erd⸗W., V. arenarius
Oum. et Bibr.), hellbraun mit grüngelben, viereckigen
Flecken, in den nordafrik. Wüsten.
Waras, s. Kamala.
Warasdin, Komitat und Stadt, s. Varasdin.
Warasdin⸗Töplitz, Badeort in Kroatien-Slawo⸗
nien, Komitat Varasdin, (1800) 6909 E., Schwefelbad.
Warbeck, Perkin, angeblicher Sohn Eduards IV.
⸗on England, geb, etwa 1474 in Tournay, Kronprätendent
 gegen, Heinrich VII., landete 1487 in England, nahm
den Titel Richard IY. an, ward gefangen, 1499 gehentt.
Warberg Garberg), Stadt an der schwed. Wefttüsie
im Län Halland, (1900) 6018 E., Seebad.
Warburg, Kreisstadt im preuß. Reg.⸗Bez. Minden, an
der Diemel, in der fruchtbaren Warburger Börde, (1805)
3304 E., Amtsgericht, Gymnasium, landw. Winterschule;
Papierfabrikation, Getreidebau, Markte; hier 31. Jull 1760
Sieg Ferdinands von Braunschweig über die Franzosen.
—S Emil, Physiker, geb. 9. Mürz 1846 zu
Altona, 1872 Prof. in Straßburg, 1876 in Freiburg i. Br.,
1895 in Berlin; Hauptwerk: „Lehrbuch der Experimental—
»hysik“ (8. Aufl. 1905).
Warburton (spr. währbört'n), Peter Egerton, Au—
dralienreisender, geb. 15. Aug, 1818 zu Northwich in
England, engl. Sceoffizier, später Oberst der Bürgers
niliz in Südaustralien, durchquerte 1873—.74 Auftralien
von Ost nach West, gest. 3. Rov. 1889 in Beaumont bei
Adelaide; schrieb: Major Wes diary“ (1866),,Journey
roross the estern Interior of Australia“ (1875).
Ward, Artemus, s. Browne, Charles Farrar.
Ward, Humphrh, eigentlich Mary Augufta W., ge—
orene Aruold, engl. Romanschriftstellerin, geb. 11. Juͤni
851 zu Hobart in Tasmania, kam 1886 nach England,
eit 1872 mit dem Schriftsteller Humphry W. berheixatet,
xrrang großen Erfolg mit „Robeért Riswaero“ (8 Bde.,
888; dentsch 1889); schrieb ferner The history of
)avid Grieye“ (8 Bde., 1882), „Marcella“ (1894;
Neutsch 1896), „Sir Georto Trescauy (1886) u. a.
Ward, John Quinch Adams, amerik. Bildhauer,
jeb. 29. Juni 1839 zu Urbana (Ohio); Hauptwerk: In—
dianer auf der Jagd (1864), auch Porträtstatuen und
Ward, Maria, s. Englische Fräulein. ssbüsten.
Wardar Gardar), im Altertum Atios, Hauptstrom
Mazedoniens, entspringt im Schardagh, muͤndet nach
386 xm in den Golf von Saloniki.
Wardein (Guardein), Beamter, der den Gehalt der
Münzen (Münz⸗W.) und Mineralien GBerg.W.) untersucht.
Wardö, norweg. Stadt, s. v. w. Vardo.
Ware (spr. wäht), Stadt in der engl. Grafsch. Hert⸗
ordshire, am Lea, (1901) 65673 E.
Warekauri, Hauptinsel der Chathaminseln (s. d.).
Waren, Stadt in Mecklenburg⸗ Schwerin, zwischen
Müritzsee und Tiefwarensee, (1905) 8050 E., Amtsgericht,
Bymnasium, Museum.
Warendorf, Kreisstadt im preuß. Reg.⸗Bez. Münster,
.an der Ems, (1805) 6254 E., Amtsgericht, Gumna⸗
ium, Lehrerseminar.
Warenhäuser, Kaufhäuser, Großmagazine, selbstän⸗
dige große Erwerbsunternehmungen zur Durchführung des
eleinhandels; fassen eine große Zahl von Warengruppen
»erschiedenster Art unter der Leitung eines Unternehmers
usammen. W.Steuern bestehen in Frankreich (1880),
Sachsen (1896, Gemeindesteuer), Bayern (18985 u68

1942. Gemeiner Waran.

951

Wär
Preußen (1900), in den deutschen Staaten als Umsatz⸗
teuner. — Bal. Erhardt (1000), Steindamm (1803),
Behrig (19063.
Warenhaus für Armee und Marine, Geschäfts⸗
aus des Deutschen Offiztervereins (1884) in Berlin. Der
berein bezweckt die Foͤrderung der kameradschaftlichen und
virtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder (über 46 000)
durch Beschaffung preiswerter Bekleibungs⸗ und anderet
Zebrauchs⸗ und Verbrauchsgegen stände und durch Ver—⸗
mittlung von Vorzugspreisen in Gasthäusern, Theatern ec.
Mitglied kann jeder deutsche Offizier, Sanitätsoffizier,
Parineingenieur und obere Beamte der Wilitur⸗ und
Marineverwaltung, werden.
Warenhaus für deutsche Beamte, eine 1889
n Berlin gegründete Aktiengesellschaft, mit denselben
Zwecken wie das Warenhaus für Armee und Marine
. d.); Mitglied kann jeder Staats- und Gemeindebeamte
werden. Mitgliederzahl 1902: 43600.
Warenkunde, die Lehre von Ursprung, Eigenschaf⸗
en, Kennzeichen ꝛc, der Handelswaren. — Lehrbuͤchet von
erdmann ⸗König (13. Aufl. 1901), Bisching (7. Aufi.
1800), Hassack (2. Aufl. 1904).
Warenbroben oder Mustersendungen sind auf der
Post gegen ermäßigte Tare zugelassen, dürfen keine
Legenstande von Handelswert enthalten, nicht über 8808
chwer und nicht uͤber 80 em Ig., 20 e br. und 10 m
jöch, sein Porto für 260 8“ 10 5, für 250 — 350 8
30 ); im Weltpostverein je 39 für bog.
Warenverzeichnis, anitliches, s. Zoͤtarif.
Warenzeichen, s. Marlken.
Wargla uargla), alger. Oase, wichtiger Verkehrs⸗
zunkt der Sahara; Hauptfiadt Wi, 10000 E.
Warin, Stadt in Weenpren zwischen
dem Großen Wariner See und dem Glammsee, (196085)
2000 E., Amtsgericht.
Wäringer, s. v. w. Waräger (s. d.).
Warmibad, Militärstation im S. von Deutsch-Süd—
vestafrika, Bez. Keetmanshoop, am (periodischen) Houm—
luß (zum Oranjefluß), 500 E.
Warmbrunn, Marktflecken und Bad im preuß.
RFeg.-Bez. Liegnitz, am Zacken (Riesengebirge), (1008)
4283 E., gräfl. Schaffgotsches Schloß mit Gemalde—
rn schwefelhaltige Thermalquelien (gegen rheu⸗
natische Leiden, Hämorrhoiden, Hautausschlage).
Wärme, die physische Ursache derjenigen Erscheinungen
n den Körpern, welche, außer der eigentuͤmlichen Realtlon
iuf die Hautnerven (Empfindung der Wi), als Nnde,
ungen des Volumens (Ausdehnung) oder des Aggregat⸗
ustandes der Körper (Schmelzen, Verdunstung), als Licht⸗
rscheinungen (Verbrennung) oder als Erregung elektr.
Ströme (Thermoströme) währnehmbar sind.Den höhern
der niedrigern Wärmegrad eines Körpers nennt man
eine Temperatur (s. d.) Zur Erwärmung um gleichviel
Brade brauchen perschiedene Körper verschtedene Wärmemengen
 (s. Spezifische Wärme, Kalorie). Bei fortgefehter
Erwarmung beginnen feste sörper zu schmelzen — Schmel⸗
zen). Flüssige Körper verwandeln sich bei starker Erwär—
nung in Dampf (s. d.). Das Wärmeleitungsvermögen ist
hei verschiedenen Stoffen sehr verschieden, bei Métallen
zut, bei Holz Glas, Flüssigkeiten und bes, Gasen fchlecht
gute und schlechte Wärmeleiter). Die W. besteht in
Schwingungen der Körpermoleküle (sog. Körperwärme)
yder, wie das Licht, in ütherschwingungen (sog. strahlende
W.). Die Molekularbewegung der W. läßt sich in mechan.
Arbeit (Dampfmaschinen) oder in Elektrizität umsetzen
Thermoströme) und durch letztere in Magnetismus, Che—
nismus und Licht. (S. Mechanische Wärmetheorie.)
Hierzu die Tafeln: Würme Lu. II.]
Ticrische W. (physiologische, Eigen-W.) ist die im
ebenden tierischen und menschlichen Körper erzeugte W.;
ie ist bei den kaltblutigen (richtiger wechselwarmen oder
ölilothermen) Tieren abhängig von der Temperatur der
Amgebung (uur 1-2* 0. höher als diese), bei den warinlütigen
 Cachtiger gleichwarmen, homoͤpihermen) Tieren
onstant, bei den Säugetieren 837,5 4066be ven
Bögeln 40-420 0. Beim Menschen beträgt sie im Mittel
37,3 0. ist nach der Hauptmahlzeit am höchsten, während
er Nacht am niedrigsten. Krankhafte Erhöhung der Gigen—
W. heißt Fieber (s. d.); bei Köllaps Abfal dis 24