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den schlimmsten Lagen die Befreiung des Landes durch,
half als Deputierter der Generalversammlung von 1787
die Bundesakte entwerfen, 4. März 1789 Praͤstdent, 1793
wiedergewählt, übernahm 1758 wieder den Oberbefehl
uͤber das Heer, gest. 14. Dez. 1786 auf Mount Vernon.
— Biogr. von Frving (6 Bde., 185538; deutsch 1856
B9), Benedey (1862), Wilsou (engl., 1897), Hapgood
sengl., 1902). linseln.
Washingtongruppe, nördl. Gruppe der Marquefas⸗
WVashingtonia, Pflanzengattg., s. Sequoia.
Washingtonit, s Titaneisenerz.
Wafhita (pr. woschstah), luß in Nordamerika, ent⸗
Hpringt im westl. Arkansas, muͤndet nach 880 kmein den
Ned River in Lonsfiana.
Wasielewski, Joh. Wilh. von, Violinvirtuos und
Musikschriftfteller, geb. 17. Juͤni 1822 in Großleesen be'
Danzig, 186884 Musikdirektor in Bonn, gesi. 13. Dez
1896 zu Sondershansen; schrieb eine Biogr, Rob. Schu—
nanns (s. Aufl. 1880), Die Violine und ihre Meister“
4. Aufl. 1904) u. a.; „Lebenserinnerungen“ (1887).
Wasmes spr. wahlnß, Ort in da belg. Prov. Hen⸗
gegau, (1904) 15411 E., Steinkohlengruben [Karte
Niedertande zc. 7].
Wassambi, die Bewohner von Ussambi, Bantustamm.
Wasseln heim, Stadi im Unterelsaß, an der Mossig,
1905) 3880 E. Amtsgericht.
Wasser, der tropfbar fluͤssige Stoff, der 85 der Erd⸗
oberfläche bedeckt, fiͤdet sich Als Eis, flüssiges W. und
Wasserdampf, früher fuͤr ein Element gehalten, 1781 83
von Cavendish, Watt und Priestley erkannt als eine
Berbindung von Wasserstoff (1118 ——— und
Sauerstoff (88,8 Gewichtsteile); 2 Volumen Wa erstoff
verbinden fich mit 1 Volumen Sauerstoffgas zu W.
dasselbe Gemisch (nallgas, s. d.) entsteht durch Elektro⸗
yse des W. Reines W. wirdaus natürlichem durck
Destilation gewonnen (destilliertes W.); es ist geruch⸗
und geschmacklos, in dünnen Schichten farblos, in Schich⸗
ten von 6—8 mblau, leitet die Waͤrme und Elektrizitaͤt
schlecht, ist bei mittlerer Temperatur flüssig, erstarrt' bei
d zu Eis und dehnt sich dabei um fast 1 feines Vo—
iumens aus; daher schwimmt Eis auf W. Bei 10050.
anter 7800 mm Barometerdruck fiedet das W. W. von
40 ist am dichtesten und dient als Einheit des spez. Ge—
wichts und der spez. Warme.Die Schmelzwärme des
Eises beträgt alson 79 Kalorien. Mit steigender Tempe⸗
tatur nimmt das Volumen des W. zu (von 0— 1000 uͤm
Shoog des Volumens), ebenso die Spannkraft der Wasser⸗
dämpfe, die bei 1000 gleich dem der Atmosphareist.
S. Dampf.) W. ift chem. indifferent, es geht in die
Kristalle vieler Substanzen mit ein Kristall⸗W.) und
kann durch Erwärmen wieder ausgetrieben werden. Das
einste natürliche W. ist das aus der Atmosphäre als
Regen, Tau oder Schnee abgeschiedene (Meteor-⸗W.), es
enthält außer den Gasen der Luft nur noch Staub; Quell⸗
und, Fluß?W. enthalten immer gelöste Salze (Kochsalz,
Falksalze, Magnefium und Eisenfsalze), letzteres auch
organische Bestandteile; bei geriugem Gehalt an Kalk und
Magnesia heißt das W. weich, bei größerm Gehalt hart
Hürte). Meer⸗W. gefriert wegen seines großen Ge—
halts an Kochsalz und Magnesium und Kaliumsalzen
erst unter 0*, das abgeschiedene Eis ist frei von Salzen.
W. ist eine phyfiol. hoͤchst wichtige Substanz; der Körper
des Menschen enthält 60 Proz. W. und gebraucht eine
ägliche Zufuhr von 2,81 in Speise und Traͤnk; es findet
ich in allen Organen, hält die Eiweißstoffe in gequollenem
Zustande, vermttelt in Blute den Kreislauf der Stoffe
und dient durch feine Verdunstung zur Regulicxung der
Eigenwärme. Vgl. Tiemann-Gaͤrtner (4. Nufi. 18985),
Bluͤcher (18900), Rigula Bakteriolog. Wafferunter⸗
uchung“ 1801), Eenft Mitrostopische Untersuchung“,
800. Fischer, (8. Auft 1502).
Wasseralnnugen, Dorf An württemb. Jagstkreis, am
stocher, (1900 1156. Hüttenamt; Eisenhütte Walzwert.
Wasseranm el, Wasserschmatter (Oinciaeß zur Familie
der Drosseln gehoͤrige Singvogelgattg., lebhafte, hoch
veinige, den kntzen Schwanz aufrecht tragende Arten,
watend, tauchend und schwimmend ihre Nahrung (Kerb⸗
tiere) suchend. Enropa, gemäßigtes Asien, Nordamerika
bis Pern. Bei uns haufte die gemeine W. (Wasserstar.

Bach· oder Seeanisel, C. aquatłcus Brelm sTafel: Sing⸗
»ögel, 48), rauchfarbig, Kehle und Hals weiß, Bauch
iraun, Standvogel.
Waßserbad, . Bad (chem.) und Tafel: Chemie La, b.
SWasserbärchen, s. Bärtierchen.
Wasferbett, hyrrostatisches Bett, von dem engl. Arzt
Feill Arnott erfundenes Bett, bei dem die Matratze auf
Wasser schwimmt, verhindert das Aufliegen der Kranken;
auch eine von Hebra konstruierte Einrichtung, Kranke mit
dem ganzen Rumpf fortdauernd in gleichmäßig erwärm⸗
tem Wasser zu erhalten, namentliqh bei ausgedehnten
Verbrennungen angewendet. lheißen Marinchblau.
Wasserblau, s. Anilinblau. Rötliche Sorten des W.
Wasserblei, s. Molybdanglang
Wasserblůte, grüne oder roͤtlihe, häutige oder breiige
Massen, die zeitwellig die Oberfläche der Gewässer über—
ziehen und von verschledenen nedern Algen, z. B. Arten
der Gattungen Clathrooystis, Aphanizomeénon, oder
Spaltpilzen (Beggiatoa z. B.) gebildet werden.
Wasserbock, s. Antilopen [Abb. 88)].
Wasserbraud, Krankheit, s. Roma
Wafferbruch, Hydrocele die krankhafte Ansammlung
vässeriger Flüssigkeit in der Scheidenhaut des Hodens.
Wasserburg, Bezirksstadt im bayr, Reg.⸗Bez. Ober⸗
dayern, am Inn, 1805) 8928 E., Amtsgericht, altes
Schloß, Realschule, Zuchthaus für Frauen, altalifch-erdige
Mineralquelle (St. Achaßy).
Wasserdicht, Eigenschaft von Geweben, kein Wasser
zufzusaugen und durchzulassen. Vollkommen wasserdicht
ind Wachstuch (s. d.) und die mit Kautschuk gedichteten
Gewebe. Essigsaure Tonerde dichtet Gewebe, ohne ihr
Aussehen zu verändern, jedoch ist die Wirkung nicht an—
dauernd. Leder wird waͤsserdicht durch Tränken mit Leindl⸗
irnis oder durch Lackieren. Filzhüte erhalten eine Steif⸗
von Wasserfirnis (s. d.) — Vgl Mierzinsky (1897).
Wasserdosten, Pflanzenart, s. VBupatorium.
Waßserdrossel, die Wasseramsele(f. d.).
Wasserdruckeisenbahn, s.v. w. Gleiteisenbahn (1.d.)
Wasserelster, der Austernfischer (s. d.).
Wasserfall, der Absturz eines fließenden Wassers von
inem Felsenabhang. Durch Abwaschung des Gesteins
rückschreitende Erosion) wird der W. allmählich terrassenvrmig
 (Kaskaden, Katarakte) modelliert, bis schließlich
an Stelle des W. Stromschnellen treten. Neuerdings
echnische Verwertung der W. zur Erlangung elektr. Kraft.
S. Wasserkraftanlagen.) Erwähnenswert teils durch die
Höhe ihres Falles, teils durch ihre Wassermasfen oder
hre laudschaftlichen Schönheiten sind unter andern; NYose⸗
nitefall Kalifornien) 680 mm, Krimmler Faule Ostalpen)
130 m, Staubbachfall (Kanton Bern) 3058 m, Gießbachfall
Kanton Bern) 800 mm, Bridal-Veilfall (Kalifornien)
70m, Rjukan (Norwegen) 245 m, Tosafall (Oberitalien)
200 m, Vittoriafälle des Sambesi (Sůdafrika) 140 m,
Salto Victoria des Iguaffu 060 m, Niagarafall (Nord⸗
merita) 44-47 m Abb. 1248)], Trollhätta (Schweden)
33 m, Rheinfall (Kanton Schaffhausen) 16—19 , Parana
Brasilien) 16 m. Am großartigsten sind die Vittoria—
älle des Sambesi und der Niagarafall. — Vgl. Gibson
egg, 1887), Picard franz., 1890).
asserfarben, alle bloß in einfachem oder mit Leim,
Bummi versetztem Waffer aufgelöste Farben. Zur Waffer⸗
arbenmalerei gehören die Äquarellmalerei (s. d.) und
die Guaschmalerein(f. d.).
Wasserfeder, Pflanzengattg., s. Rottonia [Abb. 828)].
Wasserfenchel, s. denantue.“
Waßfersilter, s. Filtrierfiein und Wasserreinigung.
Waßerfirnis, in wässeriger Borarlofung aufgelöster
Schellack (oder auch andere Harze) zum Wasserdicht⸗
machen und Steifen von Filzhuͤten.
Wafsferflöhe (Olsdoeera)ß Unterordnung der Blatt⸗
füßer (s, d.d, tleine, seitlich zusammengedrücte, fast aus—
schließlich das süße Wasser bewohnende Krebschen mit 426
Beinpaaren und zweiklappiger, Leib und Beine umschließen⸗
der Schale, Sie bewegen sich ruckweise hüpfend im Wasser;
manche bilden eine Hauptnahrung der dische. Gemeiner
VW. (Daphnis pulex Deg.), rötlich, durch massenhaftes.
Auftreten das Wasser rötend; Mitteleuropa, England
— . heißt auch eine auf der Oberfläche des Waffers
lebende Art der Springfchwänze f. d