Wasserflorfliegen, s. Schlammfliegen.
ggee s. Gallen und Regenbogen.
Wassergas, Hydrokarbongas, durch Einwirkung
»on Wasserdampf auf glühendem Kohlenstoff (Koks, An—
thrazit) unter Luftabschluß hergestelltes Gas, das theo—
retisch dem Volumen nach aus gleichen Teilen Wasserstoff
und Kohlenoryd besteht. Das 1736 von Felice Fontang
cfundene W. wird bes. in Amerika ausgedehnt zu Be—
leuchtungs- und Heizzwecken gebraucht; zur Beleuchtung
vird das W. mit Petroleum karburiert. In Deutschland
vird als Karburiexungsmittel das in den Destillations—
okereien in großen Mengen gewonnene RNohbenzol ver—
vendet. In Gebrauch sind hauptsächlich die Verfahren:
Dellwick⸗Fleischer, Strache, Humphrehs &amp; Glasgow.
S. auch Dowsongas und Sauggas.)
Wassergenossenschaften, Wassergesellschaften, Ver⸗
inigungen von Grundbesitzern oder Pächtern zur gemein—
schaftlichen Benutzung, Zuleitung (Bewässerung von Fluren)
oder Entfernung (Kanalisierung, Drainierung) des Wassers
m Interesse der Bodenkultur; Bewässerungs- oder Ent—
vässerungsgesellschaften.
Wassergeschwulst, s. v. w. Hautwassersucht.
Wassergeusen, s. Geusen.
Wafsserglas, glasähnliche Masse aus Kalium- (Kali⸗
W.) oder — — (Matrou⸗W.), wird aus Quarz⸗
ulver durch Verschmelzen mit Pottaäsche oder Soda ge—
wonnen; im Handel als sirupartige Loͤsung mit 33 (Ein⸗
fach⸗W.) oder 66 (Doppel⸗W.) Proz. fessem W.; dient
zur Herstellung von künstlichen Steinen, in der Stereo—
hromie, in der Glasmalerei, als Kitt, zum Füllen der
Seifen, zum Reinigen und Entfetten von Putzwolle, als
Schlichte für Baumwolle und als feuersicherer Anstrich. —
Bgl. Krätzer (1886), Bernhard (1883).
Wassergraf, s. Graf.
Wafsserhaltung, s. Bergbau; Wasserhaltungsmaschi⸗
nen, die zur W. dienenden Pumpen, die von einem in
der Grube oder über Tage befindlichen Motor angetrieben
verden, in letzterm Falle mittels eines Gestänges, das
Jei-den Rittingerpumpen hohl ausgeführt ist und als
Leitungsrohr für das hochgepumpte Wasser dient; neuer⸗
»ings hat man auch vielfach die schnellaufenden Erpreß—
pumpen [Tafel: Bergbau J, 4 uü. 8).
Wasserhanuf, s. Eupatorium.
Waßserharz, s. Fichtenharz.
Wafsserhebemaschinen, Maschinen zum Heben von
Wasser; dazu gehören die Pumpen, Archimedische Schraube,
Feuerspritze, Paternosterwerk, Schöpfrad, Strahlapparate
s. die Einzelartikel).
Wasserheilverfahren, s. v. w. Kaltwasserkur (s. d.).
Waßserheizung, s. Heizung.
Wasserhoheit, sJ. Waͤsserrcqt.
Wasserholder, Pflanzenart, s. Vibnrnum.
Wasserhose, s. Wettersäule [Abb. 1962).
Waßerhühner, s. Sumpfhühner [Abb.
Wassersungfern, Seejungfern, Libellen (Nibellu-Idao),
 Familic der Falschnetzflügler aus der Ordnung der
seradflügler (s. d.), schöne, schlaͤnke, räuberische Insetten,
nit frei beweglichen Kopfe, sehr großen Nebaugen, kräftigen
Mundteilen, glasartigen Flügeln, leben, andere Insekten
agend, in der Nähe des Wassers. Die im Wasser lebenden
darven haben eine gelenkige, zum Fangen der Bente ein—
gerichtete, vorwerfbare Unterlippe (Maske). Hierher ge⸗
hören die Gattg. W. (Läbelluia), mit dem Plaltbauch
L depressa L), geloͤbraun, Hinterleib flach aedrückt,
die Schmaljungfer ꝙ d.), Schlank⸗
ungfer (s. d. u. a.
Wasserkäfer, im weitern Sinne
Ille das Wasser bewohnenden Käfer
Schwimmkafer ꝛc.), im engern die
bydrophiliden (Palpikornier, Aydrophilidae,
 eine
Familie der pentameren Käfer, mit
eirundem, oben gewölbtem, träf—
igem Körper, t ziemlich groß, *8
ieben in stehenden Gewässern, we⸗ 1844. Kolbenwasser⸗
nige kleine Formen auch in Mist, käfer.
schwimmen unbeholfen, mit den Beinen abwechselnd. Hier⸗
jer der Kolben W. GKarpfenstecher, EHydrophus aterrimus
 Fachsoh. [Abb. 1944]), schwarz, glänzend, pflanz—

955

Was
iche Kost genießend, Larve fleischig, räuberisch, auch Fisch—
zrut fressend.
Wasserkies, der Markasit (s. d.).
Wasserkissen, Kissen aus weichem Kautschuk, wird
nit Wasser gefüllt dem Kranken untergelegt, um das
Aufliegen zu verhindern.
Wasserklosett, s. Watercloset.
Wasserkopf, s. Gehirnwassersucht.
Wasserkraftanlagen, Anlagen zur Ausnutzung
er Wasserkräfte durch Wassermotoren (s. d.), auch auf
veite Entfernungen mittels der Elettrischen“ Kraftüber—
ragung (. d.). Wasserfälle werden direkt durch Einbau
»on Turbinen, fließende Wässer nach erfolgter Anstauung
nittels Wehre oder Talsperren dutch jeweilig geeignete
Wassermotoren ausgenutzt. Die größten derartigen An—
agen sind die an den Niogarafällen, am Rhein bei Rhein⸗
elden, an der Rhone bei Lyon u a.
Wasserkraftmaschinen, s. Wassermotoren.
Wasserkraut, kanadisches, s. Uyärastis canadensis.
Waßserkrebs, Krankheit, s. Noma.
Wasserkrug, Pflanzenart, s. Sarracenis [Abb. 15988).
Wasserkuppe, Berg im Rhöngebirge, an der Fulda—
uelle, 980 w.
Wasserkur, s. Kaltwasserkur.
Wasserlanzenschlange, s. Dreiecksköpfe.
Wasserläufer, Gruppe der Schnepfen, zu der Ufer⸗
äufer, Uferschnepfe, Brachvogel und die Gaitg. W. (T0-Anus)
 gehören, letztere mit längerm als kopflaugen, vorn
ugespitztein Shnabel und kurzem Schwanz, in wasser—
eichen Gegenden der kalten und ge— R
näßigten Zone. Bekannteste Arten der
zumpf-⸗ W. (Tutschnepfe, kleiner Rot⸗
chentel. T. calldris Bechst.), bräunlich,
Armschwingen mit weißerBinde, Schwanz
chwarz und weiß gebandert, Beine rot
zrünfüßiger W. (Glutt,
Regenschnepfe, T. glottis L.), mit graurünen
 Beinen. — Auch eine Familie —A— k
Hydrodromlei) der Wanzen, mit shma⸗- Teichläufer.
em, unten dicht seidig behaartem Körper und langen Bei—
nen, laufen auf der Oberfläche des Wassers umher, vom
dörpersaft anderer Insekten lebend. Hierher der Teich⸗
äufer (Limnobates stagndrum T. sAbb. 1845)), gemein
uf Teichen, langsam schreitend; die schnell hin und her
chießenden Arten von Rydrorostra unten silbers oder
upferglünzend; Meerwanze (Ualobates), in den Tropen
nuf der Meeresoberfläche.
Wasserleitung, offenes Gexinne, gemauerter Kanal
der geschlossene Rohrleitung zur Heranführung des Wassers
iuf größere Entfernuüngen, meist zur Wasserversorgung (s. d.)
er Städte. (S. auch Aquädukt.)
Wasserlerche, der Wasserpieper (s. Pieper).
Basserliesch, s. Butomus [Abb. 305)].
Wasserlinse, s. Lemna sAbb. 1041].
Wasserlufipumpe, mit Druckwaffer (Wasserleitung)
etriebener Strahlapparat zur Erzeugung von Luftver—
ünnungen.
Wassermann, das 11. Zeichen des Tierkreises; Steru—
ild mit 146 dem bloßen Auge sichtbaren kleinen Sternen
dafel: Astronomie 1, 1]
Wassermänner, s. Zeulgewebswassersucht.
Wassermarken, s. Wasserzeichen.
Wassermaus, die Wasserratte (s. Wühlmäuse).
Wassermessung, Hydrometrie, die Ermittlung der
Menge und Geschwindigkeit des flichenden Wassers. Erstere
rird bei größern Verhältnissen aus letzterer im bestimmten
Stromprofil berechnet, leztere mit Schwimmern, der Putoischen
 Röhre (s. d.) oder am Serswesen mit dem Wolt⸗
manunschen Flügel ermittelt. Dieser ergibt aus der Zahl
der Umdrehungen seines durch den Wafferdruck bewegten,
mit schief gestellten Flügeln versehenen Rädchens in be⸗
stimmteni Zeitabschnitt die Geschwindigkeit au. Bei der
städtischen Wasserversorgung geschieht die W. durch Was⸗
sermesser. — Bgl. W. Müller (1003).
Wassermolch, Wassersalamander ( Triton), Gattg.
er Schwanzlurche aus der Unterordnung der Molche, von
chlauker Gestalt, trüber Färbung, mit feitlich zufammen⸗
cdrücktem und mit Flossensaum verfehenen. Schwanz
Ruderschwanz), Rücken beim Männchen mit gelaßptem