Was

3258

Wasserzinken, Pflanzenart, s. Coratophylinm.
Wasfsilii (slaw. Form des Namens Bafilius), russ.
Broßfürsten und Zaren: W. 1I1. Dmitrijewitsch, Großfürs
von Moskau, 1389 — 1425. — Sein Sohn und Nach—
folger W. III. Wassitjewitsch, 1428062. wng. Iwar
nowitsch, 1305 33, der erste ganz souveräne Großfürst von
Moskau. — W. V. Iwanowitfch Name des Fürsten W
oegd Schujstij als Zar von Moskau, 1606 -10.
Wassilij⸗Ostrow, Wassiljewstij⸗Ostrow (d. i. Basi⸗
liusinsel), Stadtteil von Petersburg (s. d.).
—AI— Kiew, an der
Stugna (zum Dujepr), 8 Am von der Bahnstation W.,
Waßim, ind. Distrikt, s. v w. Baßim. [17824 E.
Wassmannsdorf, darl, Turnschriftsteller, geb. 24
April 1821 in Berlin, feit 1847 Turnlehrer in Heidelberg,
gest. das. 6. Aug. 1006; schrieb; „Sechs Fechtschulen der
Marrbrüder und Federfechter 1573 1614 (1870),
„Ringkuust des deutschen Mittelalters“ (1870),, Kleine
Schriften“ (I808 s9.) u. c. sstamm.
Wassukumag, die Bewohner von Ussukuma, Bantu—
Waffulu, Samorys Reich ehemals Mandingostaat,
m obern Nigergebiet (Franz.-Westafrika), bewohnt von
Mandingo und Fulbe. In den vierziger Jahren des
10. Jahrh. gründete Amadu ein größeres Reich, das nach
einem Tode wieder zerfiel; später erneuerle ein Krieger,
Samory aus Banankoro, das Reich, mußte aber 1887 die
Schutzherrschaft der Franzosen anerkennen, die er dann
wiederholt bekümpfte, 1898 gefangen, fiarb et Juni 1900.
Wassy, franz. Stadt, J Vasy.
Wasungen, Stadt in S.-Meiningen, an der Werra,
19805) 3009 E., Amtsgericht; bekannt durch den sog.
Wasunger Krieg zwischen S⸗Gotha und S.sMeiningen
174748; vgl. von Witzleben, 1885).
Watbeine, bei Vögeln (Lauf⸗, Sumpf⸗ und Wasser⸗
vögeln) Beine, deren Schienen über der Ferse nagt sind.
Wate, im Gudrunliede ein riesenhafter Greis, Vasall
König Hettels von Dänemark; in der nordischen Thidreks⸗
sagg Vater des Schmiedes Wieland.
Waterberg, Otjosondjupa. Ort in Deutsch⸗ Südwest⸗
afrika, am Südostabhang der Waterberge; 11. Aug. 1904
siegreiches Gefecht gegen die Herero. Karte: Deutsche
Kölonien J, 1.)]
Waterbury (spr. börrk), Stadt im nordamerik.
Staate Connecticut, (1900) 45 839 E.
Waterclofet (engl., Waffertiosett), Abort, in dem
die Erdremente durch Wasser fortgespült werden!
Waterford, südoͤstl. Grafschaft der irischen Prov. Mun⸗
ster, 1868 akm, (1801) 87 oso E. dDie Hanpistar Wi
am Suir, 8 R von vessen Mündung in den Waterford
haven, 26747 E., Hafenplatz. Feingespinst.
Watergarn, auf der Watermaschine gesponnenes
Waterhouse (spr. haus), Alfred, engh rchitett,
geb. 1830 in Liverpool, gest. Idos in London. Vertretet
der Gotik in England.
Waterländer, Partei der Taufgesinnten (s. d.).
Waterloo, Dorf in der belg. Prop. Brabant, ber
Brüssel, (1804) 4156 E.; hier 18. Juni 1818 Sieg Welling⸗
tons (daher Füͤrst von W.) und Bluͤchers über Rapolcon
— Bgl. Griffiths (engl, 1898), Houssaye (deutsch 1900)
von Pflugke⸗Harttung (1908).
Water loo⸗with⸗Seafvorth (spr. hih⸗), Hafenstadt
in der engl. Grafsch. Lancafter, an der Mündung des
Mersey in die Jrische See, (19001) 23 101 E., Seebäder
Watermaschine, f. Drosselmaschine.
Waterproof (engl., spr.pruf), wasserdicht.
Watertowu (spri laun), Orie in den Ver Staaten.
) Stadt in Massachusetts, (1900) 8700 6. — ) Stadt
— am Black River, 21696 E. — 3) Stadt in
Wisconfin am Rock River, 8ͤg E. Universitat ¶ Theo⸗
logenschule). [Feingespinst.
Wateriwist, auf der Watermaschine gesponnenes
Watervine (spr. will), Ort im nordamerik. Staate
Maine, am Colne, (19800) 9477 E.
Watford (spr wottfrd). Stadt in der engl. Grafsch.
Hertford am Colne, (18014 2028 6.
Watfüße, s. v. w. Warbeine (j. d.).
Watheupon⸗ Dearne (fyr. worh dppn dörn), Stadt
in der engl. Graffch. Hort (West Ridig)h, an Denrne
(1901) 8319 E

Watlingsinsel (spr. wott.), Guanahani, San Sal—-ador,
 eine der Bahamainseln, mit deren Betreten 12. Aug.
1482 Kolumbus die Neue Welt entdeckte.
Watt, Einheit für den elektr. Effekte(s. d. und Elek—
rische Einheiten).
Watt (spr. wotn James, Verbesserer der Dampf⸗
naschinen Tafel; Bampfmaschine, 1, geb. 15. Jan.
736 zu Greenock (Schottland), 1757 Universitätsmecha⸗
niker zu Glasgow, gründete 1774 mit Boulton (. d.) eine
Paschinenfabrik zu Soho bei Birmingham, gest. 25. Aug.
—
858), Ernst (1887). vieler Krempelflore erzengt.
Watte, lockeres Fasergebilde, durch übereinanderlegen
Watteau (spr. toh), Antoine, franz. Genremaler,
zeb. 10. Okt. sö84 zu Valenciennes, gest. 18. Juli 1721
zu Nogent; galante Feste der Hofgesellschaft im Rokoko—
zeitalter, Hauptbilder: Abfahrt nach Cythere, Ankunft
anf Cythere, Denht im Park, Ländliches Fest. —
Biogr. von Dargenty (franz. 1881), Mantz (franz. 18092),
Ad. Rosenberg (1896); „Catalogue εοονα von G. ve
Boncourt (1875).
Watten (Einzahl das Watt), holländ. Wadden oder
Schoren, die seichten Teile der Roͤrdfee, die sich als 13
320 Rm breiter Streifen zwischen der deuͤtschen und nieder—
länd. Küste und den fries. Inseln hinziehen und bei der
Ebbe fast ganz vom Meere (Wattenmeer) verlassen sind.
—— Hannover.]
Wattenbach, Wilh. Geschichtsforscher, geb. 22. Sept.
1819 zu Rantzau (Holstein), 1862 Prof. zut Heidelberg,
seit 1878 zu Berlin, bis 1888 Mitglied der Zentrai⸗
direktion der Monumenta Gormaniae historica“, gest.
20. Sept. 1897 in Frankfurt a. M.; schrieb; „Dentsch⸗
— 1904),
Anleitung zur lat. Paläographie“ (4. Aufl. 1886), „Das
Schriftwesen im Mittelalker“ (3. Aufl. 1890) u.a.
Wattenmeer, s. Watten.
Wattenscheid, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Arnsberg,
nit elektr, Straßenbahn nach Bochum und Gelsenkirchen⸗
Schalke, (4000) 20285 (1005: 23779) E. Antsgericht,
Brogymnasium; Steinkohlenbergbau.
Wattfisch, s. Brachsen.
Wattignies⸗la⸗Victoire (spr. innlih la wiktbahr),
Ort im franz. Dep. Nord, (1001) 188 E; hier 16. Okt.
1733 Sieg der Franzosen über die Ssterreicher.
Wattrelos (spr. wattr'loh), Stadt im franz. Dep.
Nord, Vorort von Roubair, (1801) 11780 E.
Watts (spr. wotts), George Frederick, engl. Historien—
ind Porträtmaler, auch Bildhauer, geb. 1817 zu London,
gest. das. 1. Juli 1904; anfangs in präraffaelitischer Nich⸗
zung tätig; Hauptbild: Alfred, die Sächsen gegen die
dandung der Dänen aufrufend. — Bliogr. von A. von
Schleinz (1009.
Wattstundenzähler, ein Elektrizitätszähler (s. d.).
Wattweiler, Stadt im Bez. Oberelsaß, an den Vo—
Jesen, (1000) 1177 E.; Mineralquellen.
Wattwil, Flecken im schweiz. Kanton Sankt Gallen,
an der Thur, (18900) 4971 E.; Baumwollindustrie.
Wat Tyler sspr. wott teiler, d.i. Walter, der Ziegel⸗
brenner), der Anführer des durch harten Steuerdruck
»erursachten Bauernaufstandes in Eugland 1881 unter
Nichard I.; von dessen Begleitern 18. Juni 1381 erstochen,
Watvögel, s. Sumpfvögel.
Watwa, s. Batua.
Watzmann, Bergspitze der Wimbachgruppe in den
Berchtesgadener Alpen, im bayr. Reg.⸗Bez. Oberbayern,
am Königssee, 2714 m.
Wan, Pflanzengattg., s. Reseda.
Waunbe, Sluß in Bornu, 800 x Ig. in der Regen⸗
eit tief und reißend, mündet in den Lsad.
Waukesha (spr. wahkesche), Ort im nordamerik. Staate
Wisconsin, (1900) 74109 E., Industrieschule.
Wausau (spr. wahsah), Ort im nordamerik. Staate
Wisconsin, am Wisconsin Rivper, (1900) 12354 E.
Wauters, Alphonse, belg. Geschichtsforscher, geb.
13. April 1817 in Bruͤssel, Archivar daß. gefi. 1. Vtai 1898;
chrieb: „Listoire de lu vilie de Brutelies“ (3 Bde.,
1843), , Histoiro des environs de Bruxelles“ (1843)
„Table ehronologique des chartes et diplõômes imprimés
onocdernant l'histoire de Belgique“ (1866 fq.) u. a.