hdingungen, unter denen der Wechsel gegeben, d. h. aus—
gestellt, akzeptiert, indossiert werden soll.
Wechselfeitiger Unterricht, s. Bell-Lancastersches
Unterrichtssystem
Wechselftempel, die Form, in welcher vom Wechsel—
derkehr, in Deutschland auf Grund der Reichsgesetze vom
10. Juni 1869 und 4. Inni 1879, eine zur Reichskasse
dließende Steuer erhoben wird; er beträgt bis 200 4
10 ) 400 .ο, 6ο α 80, 800 &amp; 40, 1000 0 S,
don jeden fernern 1000) 50 5 mehr. (S. Stempel.)
Wechseistrenge, die Strenge der Verpflichtung aus
dem Wechsel; sie beruht darin, daß jeder Wechselschuldner
edem Wechselglänbiger regelmaͤßig für Zahlung und Sicher—
heitsleistung ünbedingt uünd ohne Rücksicht auf das dem
Wechsel zugrunde liegende Rechtsverhältnis haftet. Dar—
aus folgt die dem Wechselprozeß eigentümliche Beschrän—
ung der Einreden (s. Wechselkkagen).
Bahsa nen, galvanischer Strom, dessen Richtung
egelmäßig abwechselt, im Gegensatz zum Gleichstrom 9. d.);
die Dynamomaschine zur Erzeugung von W. heißt Wechsel⸗
trommaschine. (S. auch eeeegm Teslaströme.)
Wechselstuhl, ein Webstuhl, in dessen Lade mehrere
Schützen arbeiten.
Wechselsumme, der im Wechsel bezeichnete Betrag, der
lezahlt werden soll; er muß auf eine bestimmte Geldsumme
Wechselvorvertrag, s. Wechselschluß. llauten.
Wechfelwarme Tiere, s. Kaltblütige Tiere und
Wärme ttierische).
Wechfelwintkel, der Winkel, den eine zwei parallele
dinien schneidende Gerade mit diesen macht und die auf
verschiedenen Seiten der Geraden liegen. Isysteme.
Wechselwirtschaft, s. Iee Betriebs⸗
Wechselzersetzung, s. Chemische Prozesse.
Weckelsdorf (Wekelsdorf), Marktflecken in Böhmen,
im Adersbach, (1900) 1204 E.; berühmt durch die Weckelsdorfer
 Felsenstadt, die nahen Adersbacher Felsen (s. d.)
ibertreffende, 30— 70 m höhe Quadersandsteingebilde.
Weckherlin, Georg Rüdolf, lyrischer Dichter, geb
5. Sept. 1584 in Stuttgart, gest. 18. Febr. 1653 zu Lon—
don. „Gedichte“ (von Fischer, 2 Bde. 1894 -95.)
Weda, s. Veda.
Wedda (BVevda, Weddha), Volksstamm (Zwergvolk)
in östl. Ceylon, (1901) 3971 Köpfe, Reste der Ürein—
vohner der Insel. s[cTafeln: Menschenrassen, 80:
sthnographie J, 21]— Vgl. Virchow (1881), P. und
F. Sarasin —J„c.
Wedekind, Frank, Dichter und — geb.
24. Juli 1864 in Hannover, schrieb stark burleske Dra⸗
nen („Der Erdgeist“, „Totentanz“, „Hidalla“ u. a.),
Bedichie und Erzaͤhlungen. [der Elbe, (1905) 2548 E.
Wedel, Stadt, im preuß. Reg.-Bez. Schleswig, nahe
Wedel, Karl, Graf bon, preuß. General, geb. b. Febr.
———
der preuß. Armee, 1877 im Russ.-Türk. Kriege der russ.
Armee beigegeben, spüter Militärbevollmächtigker in Wien,
189294 Gesandter in Stockholm, dann Generaladjutant
des Kaisers, 1897 General der Kavallerie und Gouverneur
»on Berlin, 1899 Botschafter in Rom, 1902 in Wien.
Wedel-Piesdorf, Wilh. von, preuß. Staatsmann,
geb. 20. Mai 1837 in Frankfuürt a. O., 1881 Regierungs⸗
präsident in Magdeburg, seit 1879 Mitglied des Abge—
arduetenhauses, 18834290 Mitglied und 1884286 Prä—
ident des Reichstags (deutsch-konservativ), 1888 Minifter
des königl. Hauses, jetzt Mitglied des Herrenhauses.
Wedgwoodware (spr. weddschwudd), eine Gattung
einen engl. Steinzeugs, benannt nach dem Töpfer Josiah
Bedgwood (1730 - 95).
Wednesburn (spr. wennsbörrh, Stadt in der engl.
wrafsch. Stafford, (1901) 26 544 E.
Wedro (Eimer“), russ. Flüssigkeitsmaß 12,200 1.
Weech, Friedr. vöon, Geschichtschreiber, geb. 16. Okt.
837 in München, seit 1885 Direktor des Generallandes—
irchivs in Karlsruhe, gest. das. 17. Nov. 1903; schrieb:
„Bad. Biographien“ (4 Bde. 1875 — 91),, Die Zähringer
n Baden“ (1881), „Bad. Geschichte“ (1881) u. a.
Weeksinsel, s. Markusinsel.
Weende, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Hildesheim,
rahe der Leine, (1900) 2186 E.; hier wurde der Göttinger
dichterbund (s. Hainbund) begründet.
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon. 5. Aufl. I.

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Weg
Weener, Flecken im preuß. Reg.⸗Bez. ee im
sheiderland, unweit der Ems, (1905) 3811 E., Amtseingt
 Nebenzollamt, Lateinschule.
eenix, Jan Baptist, holländ. Tier- und Landschafts⸗
naler, geb. 1621 zu Amsserdam, gest. 1660 bei UÜtrecht.
— Sein Sohn Jan W., geb. um 1640 zu Amsterdam,
est. das. 1719, Meister in der Darstellung toter Tiere.
Weert, Stadt in der niederländ. Prop. Limburg, am
id-Wilhelms-Kanal, (1899) 8677 E.
Weert, Jean de, f. Werth.
Weesein (Wesen), Stadt im schweiz. Kanton Sankt
ßallen, Bez. Gaster, am Ausfluß der Linth aus dem
Walensee, (18900) 741 E.; klimatischer Kurorl.
Weesenstein, Dorf in der sühs. Kreish. Dresden,
in der Müglitz, (1900) 418 E.; dabei das an und auf
inem Felsen erbante königl. Schloß W.
Weesp, Stadt in der niederländ. Prov. Nordholland,
in der Vecht, (1899) 6683 E.
Weferlingen, Flecken im preuß. Reg.⸗Bez. Magde—
g aun der Aller, (1806) 3215 E., Amtsgerichi.
eft (engl.), Einschlaggarn; auch harte Kammgarne.
Wega, Stern 1. Größe im Sternbild der Lyra
kdafel: Astronomie J, IsJ.
Wegberg, Gemeinde im preuß. Reg.⸗-Bez. Aachen,
900) 4405 E., Amtsgericht.
Wegbreit, Pflanzengatig., s. PIantago [Abb. 1400)].
Wegedornu, Strauchart, f. Rhamnus,
Wegegesetze, s. Wegeordnungen.
Wegele, Franz Xaver, Geschichtsforscher, geb. 28. Okt.
828 zu Landsberg (Oberbayern), seit 1837 Prof. zu Wüͤrz⸗
urg, gest. das. 16.Okt. 18973 Miee —
uellen“ (2 Bde., „Geschichte der deutschen
distoriographie“ Usss), „Joh, Aventin“ (1800) u a.
Wegeleben, Stadt im preuß. Reg.⸗Bez. Magbeburg,
ihe der Bode, (1905) 3318 E.
Wegeordnungen, Wegegesetze, die Gesetze, welche die
fentlichen Wege und die an denselben besteheuden Rechts⸗
erhältnisse betreffen, in Deutschland Landesgesetze; dem
Reiche steht nach der Reichsverfaffung Art.4, Nr. 8. die Gefetz⸗
jebung über die Hersteilung von Landsträßen im Interesse
er Landesverteidigung und des öffenilichen Verkehrs zu.
Wegerich, Pflanzengattg., s. RKlantato [Abb. 1400).
Weggis (Wäggis), Dorf im schweiz. Kanton Luzern,
m Vierwaldstätter See, am Fuße des Rigi.
Wegmesser, Hodomẽter, Apparat zur Messung von
WVegstrecken, die ein Fuhrwerk oder ein Fußgaͤnger zuruͤck
egt. Bei Fuhrwerken besteht der W. ans einein von
er Hinterradachse angetriebenen Zählwerk, bei Droschken
darameter genannt, das auf Grund des zurückgelegten
Veges den Fahrpreis anzeigt, bei Fahrrädern Zyllometer
enannt, das die zurückgelegten Kilometer augibt. Der
zchrittzühler oder Pedometer für Fußgänger besitzt einen
chwingenden Hebel, der bei jedem Schritt ein Scdhaltwerk
im einen Zahn weiterrückt.
Wegscheid, Bezirksort im bayr. Reg.-Bez. Nieder—
ihern, (1908) 1278 E. Amtsgericht.
Wegscheider, Jul. Aug. Ludwig, prot. Theolog, geb.
7. Sept. 1771 zu Kübbelingen (GBraunuschweig), gest.
37. Jan, 1849 als Prof. zu Halle, Hauptvertreter des
stationalismus; Hauptwerk: „Institutiones theologiae
hristianae dogmaticae“ (8. Aufl. 1844; deutsch 1831).
Wegschuecke (Arson), Gattg. der nackten Landschuccken,
mit gekörneltem dn innerer, in Krümel zerfallener
dalkschale und Schleimdrüse amnn Schwanzende; Sohle
nit einem Saume eingefaßt. Bekaunteste und größte
eutsche Art die große oder gemeine W. (A. ew viricorum
rör.), jung grünlich, später rot bis schwarz,
uweilen zum Schmieren der Wagen
Teerschnecke) gebraucht; kleiner die Gar⸗
en⸗W. (A. hortensis Fbr.), gelblichgrau
zis schwarz, mitunter seht schädlich.
Wegstunde, älteres schweiz. Weg—
naß — 4,8 km.
Wegwart, s. Cichorsum. J J—
Wegwespen (Pompijidae), Familie 1950. Gemeine
der Ranbwespen, von schlanker, aber Wegwespe.
räftiger Gestalt und mittlerer Größe, mit langen Beinen,
die deutschen Arten meist mit schwarz und gelbrot gezeich⸗
retem Hinterleib [Abb. 19501