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58 Straßburg; schrieb Erzühlungen für das Mädchen⸗
und Jungfrauenalter. Abb. 828 4).
Weisel (der), die Bienenkönigin (s. Honigbiene nebst
Weisenau, Dorf in der hess. Prov. Rheinhessen, bei
Mainz, J. am Rhein, (1805) 6.01 6
Weiser, Joseph, Maler, geb. 10. Mai 1847 zu Patschkar
Oberschleslen lebt in München; Szenen aus dem klöfter⸗
ichen Leben, Ätelierbefuch, Verhaftung Lavoisiers, uͤnter—
vw Trauung u. a., ͤuch Bildnisse.
eiserprozent, in der Forstwirtschaft das Prozent
welches die Verzinfung des Holz⸗, Boden und Ausgaden⸗
kapitals eines Holzbehandes durch seine laufende jahrliche
Wertmehrung ausdrückt; dient zur Ermittlung der Hiebs⸗
reife (des finanziellen Haubarkeitsalters) eines Bestandes.
Weishaupt, Adam, Stifter des Ordens der Illu—
ninaten (s. d.), geb. 6. Febr. 1748 zu, Ingolstadt, seit
72 Prof. der Rechte das., verlor 1788 seine Stelle, gest.
18. Rov. 1880 als Hofral zu Gotha.
Weisheit Salomos, apolr hohlfche Schrift des A. T.,
ius dem 2. oder 1. Jahrh. v. CEhr. von einem platonisch
gebildeten Juden aus Alerandria geschrieben.
Weisheitstöchter (rz vilies de sagesso), ein 1719
Jestifteter, bes. in Frankreich verbreiteter Orden für
dranken⸗ und Armeupflege.
Weisheitszaãhne, s. dähne.
Weisnain, Stadt im bayr. Reg.sBez. Oberfranken,
m Fränk. Jura, (18905) 1000 E., Anmtsgericht.
Weismann, August, Zoolog, geb. 17. Jan. 1834 in
Frankfurt a. M., seit 1866 Prof. in Freiburg i. Br.,
Zoolog und Philosoph im Simne der Epolutionstheorie;
chrieb: „Entwicklung der Dipteren“ (1864), „Studien
zur Deszendenztheorie“ (2 Bde, „Das Keim—
plasma“ (1892), „Allmacht der Natnrzüchtung“ (1893)
„Borträge üher, Deszendenztheorie (2. Auͤfl. 1904) u. a.
Weiß, die Farbe eines mehr oder weniger undurch⸗
ichtigen Körpers, wenn das von seiner nicht polierten
Oberfläche zurückgeworfene Licht alle in dem Sonnenlich⸗
(weißes Licht) vorhandenen farbigen Strahlen in den—
jelben Verhältnissen wie dieses eñthält; als Mischfarbe
die wichtigste, da es aus einer unendlich großen Auzahl
von einfachen Farben zusammengesetzt ist.
Weiß, Bernhard, prot. Theolog, geb. 20. Juni 1827
zu Königsberg, 1887 Prof. das, 18063 in Kiel, 1877 in
Berlin, seit 1880 zugleich Oberkonsistorialrat und vor—
tragender Rat im Kultüsministerium; Hauptwerke; „Lehr⸗
buch der bibl. Theologie des R. T.⸗ (7. Aufl. 1808),
„Leben Jesu“ (4. Aufl, 1902), „Einleitung ins N. T.“
(3. Aufl. 1887) „Das R. T. Textkritische Untersuchungen
und Tertherstellung“ (3 Bde., 1834 - 1800), Neubkarbei—
tungen von Meyers „Exegetisch-kritischem Kommentar zu
den Evangelien“ (Roͤmer- Pastoral⸗, Hebräer⸗ und Jo—
oe — Sein Sohn Johannes W. geb. 13. Dez
1863 zu Kiel, seit 1895 Prof. der Theologie in Marburg
schrieb: „Der Barnabasbrief“ (1888). die Predigt Jesu
vom Reiche Gottes“ (2. Auflt. 189005, Dasulet
Evangelium“ (1903) u. a.
Weiß, Hermann,prot. Theolog, geb. 29; Sept. 18833 zu
Rottenburg, 187861 Prof. in Tuͤbingen; Hauptschriften
„Die christl. Idee des Guten und ihre modernen Gegen⸗
sätze“ (1577) „Einleitnug in die qͤristl. Ethik“ (1889).
Weiß, Johann Baptis Historiker, geb. 17. Juli 1830
in Ettenheim Gaden), 1883 Prof. in Graz, gest. das
3. März 1809, Verfasser einer weitverbreiteren kath. Weltge⸗
schichte (53. Aufl. bearb. von Vockenhuber, 20 Bde. 1901 -5)
Weiß, Karl, Schriftsteller, Pseudouym E. Karlweis,
geb. 23. Nov. 1850 in Wien, Eisenbahnbeamter daf. gest.
27. Oklt. 1001; schrieb Wiener Volksstücke: „Der kleine
Mann“ 1894), „Goldene Herzen“ (1895), Das grobe
bhemd“ (I806), uͤnd Romant „Wiener Kinder“ (1887)
Reich werden“ (1888) u..
Weissagung, die Verkündigung des Zukünftigen auf
Srund goͤttlicher Erleuchtung Inspiration), unterschieden
von Wahrsaguug oder Wahrsagerei, die als eine durch
widergöttliche Zauberkünsie erlangte Kenntnis des Zu—
künftigen gilt. Die W. hat ihre hoͤchste Ausbildung durch
die Propheten des M T. bes. in den Messianischen'W. (
Messias), gefunden.
Weißtbad, Kurort im schweiz. Kanton Appenzell-Innerrhöden,
 am Santis (819 derin Mineralquelle.

Weißbier, aus Weizenmalz gebrautes Bier,
Weißbinder, s. v. w. Faßbinder, Böttcher.
Weißßbirke, sJ. Birke Abb. 2141.
Weißblech, verzinntes Eisenblech, wird nach den
euern Verfahren hergestellt, indem die Flußeisenblech⸗
afeln (Schwarzblech) in Suͤurebuͤdern wiederholt gebeizt
uind durch Ausglühen weich gemacht, dann auf dem Zinn—
)erd durch mehrere abwechselnd gefchmolzenes Zinn und
seißes Fett enthaltende Kessel geführt werden; in dem
Etzten, dem Walzenfettkeffel, siud an der Oberfläche des
Fettbades mehrere roticrende Stahlwalzen gelagert, die
beim Herausfördern das Zinn gleichmäßig auf der Blech—
tafel verteilen. Diese Bleche haben spiegelblankes, silber⸗
ihnliches Aussehen (Glanzblech); wählt man siatt des
Zinns eine Zinn⸗Bleilegierung, so erhält man matt ver—
zinntes d Mattblech, Terublech).
Weißbleierz, Cerufsit, Bleispat, rhombisches, farb⸗
'oses oder durch Umwandlung in Schwefelblei gefürbtes,
diamantglänzendes Mineral? Bleikarbonat, dient mit
indern Bleierzen zur Gewinnung von Blei; verbreitet auf
Erzgüngen, meist Umwandluugsprodukt von Bleiglanz.
Weißblütigkeit, s. Leutamie.
Weißbuch, s. Blaubücher.
Weißbuche, s. Hornbaum [Abb. 826)].
Weißdorn, Crataegus.
Weißdornfpinner, der Goldafter (s. d.).
Weiße (dieh in der Photometrie, s. Albedo.
Weiße, Christian Felir, Dichter und Jugendschrift⸗
deller, geb, 28. Jan. 1726 guͤ Annaberg, seit 1761 Ober⸗
teuersekretär zu Leipzig, gest. 16. Dez. 1804. „Lustspiele“
Wde „Der Kinderfreund“ (24 Bden, 1776 826 ö.),
Selbstbiogr.“ (1806). — Sein öntel Christian Herm.
W. Philofoph, geb. 10. Ang. 1801 zu Leipzig, feit 1ges
Prof. das., gest 19. Sept. 1866; Saau „Philos.
Dogmatik“ (3 Bde., 18352 62). — Val. Seydel' (1866).
Weiße Ameisen, s. Termiten.
Weiße Berge oder Kleine Karpathen, s. Karpathen;
ruch Berge auf Kreta (sJ. Aspravung).
Weilße Frau, ein Gefpenst, das nach der Volkssage
u mehrern Schlössern deutscher Fürsten und Herren er⸗
cheinen soll, wenn wichtige Begebenheiten bevorstehen.
S. Agues, Gräfin von Orlamünde.)
Weiße Gelenkgefchwulft, s Gliedschwamm.
Weiße Kanoniter, s. Prämonstratenfer.
Weiße Linie, s. Bauchlinie.
Weiße Näqchte, s. Dämmerung.
Weißenberg, Stadt in der sächs. Kreish. Bautzen,
im Löbauflusse, (1900) 1284 E.
Weißenburg. 1) W. am Sand, unmittelbare nud
Bezirksstadt im bayr Reg.Bez. Mittelfranken, an der
Schwäb. Rezat, (1900) 6550 E. Amtsgericht, Realschule,
Progymnasium; bis 1802 Freie Reichsstadt (W. am
Nordgau). — 2) Kreisstadt im Unterelsaß, an der Lauter,
3246 E., Garnison, Amtsgericht, Gymnasium, höhere
Mädchenschule; ehemals Freie Reichsstadt; hier 4. Aug.
1870 Sieg des Krouprinzen von Preußen über die Franzoscu
uuter Douay. — VBgl. Bleibtreu (1903), Steiner (1904).
Uber die Weißenburger Limen s. d.
Weißenburg. Komitat in Siebenbürgen, s. Unter—
veißenbuͤrg. — 2) Alterer Name von Karlsburg in Sieben—
»ürgen.
Weißenburg, Dorf und Bad im schweiz. Kanton
Bern, Gipsquelle (gegen Erkrankungen der Atmungs⸗
organe). —, Vgl. Schuyder (1889).
Weißenburger — richtiger Lauterlinien (Lau⸗
erburger Linien), 20 km langer Erdwall mit Graben ud
Schanzen, der sich vom Scherhol bei Weißenburg amer.
Afer der Lauter bis zu deren Mundung in den Rheiu hin⸗
oq; 1796 erbaut, seit 1873 eingeebnet.
Weiße Neger, s. v. w. Albmos (. Albinismus).
Weißenfels, Stadtkreis und Kreisstadt im preuß. Reg.⸗
Bez. Mexseburg, r. an der Saale, (1900) 28201 (1005:
30884) E., Garnison, Amtsgericht, Fie Augustusburg,
etzt Unteroffizierschule, Oberrealschute, Lehrerseminar,
Provinzialtaubstummenanftalt, Maschinen-, Papier-,
Schuhwarenfabrikation, Kürschnerei; 1687 1746 Residen;
der Herzöge von Sachfen-Weißenfels.
Weißenhorn, Stadt im vin Reg.sBez. Schwaben
in der Roth, (1905) 2198 E.. lutsgericht. Schloß.