Weißensee, See in Kärnten, südl. vom tnie der Drau!
ei Sachsenburg, 7 qkm.
Weißensee. i) W.bei Berlin, Gemeinde im preuß, Reg.⸗
Bez. Potsdam Karte: Deutsches Reich J, 8), (1900)
31453 (1005; 37 606) E., israel. Taubstummenanstalt,
Pripatirrenaustalten, Rennbahn. — 2) W. in Thüringen,
kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Erfurt, an der Helbe, (1905)
2474 E., Amisgericht.
Weißenftadt, Stadt im bayr. Reg.⸗Bez. Oberfranken,
m Fichtelgebirge, an der Eger, (1900) 2655 6E.
Weißenstein, Juragipfel im schweiz. Kanton Solo—
hurn, 1287 m hoch, Kurort.
Weißenstein. 1) W. in Baden, Gemeinde, s. Dill⸗
Weißenstein. — 2), W. in Württemberg, Stadt, im
vpürttemb. Donaukreis, an der Lauter, (1805) 660 E.
Weißer Berg, Berg westl. bei Prag Karte: Oster—
eihu nggine Monarchie J, 581, 379 m hoch;
ier 8. Rop. 1620 Niederlage Friedrichs V. von der Pfalz
Königs von Böhmen) durch die Kaiserlichen unter Mari—
nilian von Bahern und, Tilly (vgl. Brendel, 1878;
Weißer Fluß, s. Lenkorrhoͤe. Krebs, 1879).
Weißer Hirfsch, Dorf, und Gutsbezirk in der sächs.
dreish, Dresden, an der Elbe, mit Drahtseilbahn nach
dofchwitz, (1900) 1383 E., Landhäuser, Lahmannsches Sa—
aatorium; klimatischer Kurort.
Weißeritz, süchs. Fluß, entsteht aus der Roten W.
ind der Wilden W., bildet den Plauenschen Grund, fällt
hei Leutewitz, westl. von Dresden, in die Elbe.
Weißer Jurg s. Malm.
Weißer Kamm, Hühnerkrankheit, s. Hühnergrind.
Weihe Rose, Wappenzeichen des Hauses Nork (s. d.).
Weißer Rost, Pilz, s. Cystopus.
Weißer Sonnutag- s. Quasimodogeniti.
SWeiße Rübe (Brasslea Rapa T var. rapiföra),
Feld- und Gartenfrucht; die grobfleischigen, dicken sind
Futterruͤben (Stoppel⸗, Herbst⸗, Wasserrüben), die feinern
Speiserüben (Teltower oder märkische Rübe).
Weißerz, — Arsenkies (s. d.).
Weißes C(Vanessa ð alhum L.), Tagfalter mit braun⸗
gelden, schwarz gescheckten und stark gezackten Flügeln, mit
heißer O⸗aͤhnlicher Jeichnung auf der Unterseite der Hinter—
fügel. Raupe auf Brennesseln, Hopfen, Stachelbeeren ꝛc.
Weißes Gebirge, s. Karpathen.
Weißes Haus, die Amtswohnung des Präsidenten
»er Ver. Staaten von Amerika in Washington (s. d.).
Weißes Kreuz, 1882 gestiftete Gesellschaft zur Unter⸗
zringung verwundeter oder erkrankter ösierr.szungar. Krieger
n Kurocten; auch die Gesamtheit der zur Bekämpfung
der Unsittlichkeit dienenden Bestrebungen (Sittlichkeits—
oereine ꝛc.)J.
Weißes Meer, russ. Bjeloje More, Busen des Nördl.
Eismeers, zwischen den Halbinseln Kanin und Kola, in
das russ. Gouv. Archangelsk eindringend, 84 100 4km;
lerfällt in einen nördl. und einen südl, Teil, die durch den
Hals (gorlo) miteinander verbunden sind. Der südl, Teil,
—
Onegas, und Dwinabucht. Größte Insel: Solowezk.
Weißes Präzipität, s. Quecksilber.
Weißes Pulver, s. Augendres Pulver.
Weiße Substanz, s. Gehirn.
Weißes Vorgebirge, s. Blanco, Kap.
Weiße Tinktur, s. Alchimie.
Weiße Bäter, kath. Kongregation für äußere Mission,
— V
Weiße Woche, die Woche nach Ostern, weil während
derselben in der alten Kirche die in der Osternacht getauften
Katechumenen in ihren weißen Taufkleidern erschienen.
Weißfäule, dürch verschiedene Schmarotzerpilze, z. B.
Arten von Polyporus und Aydnum, hervorgerufener Fäul—
nisprozeß im lebenden Stamme vieler Bäume; das Holz
Weißfelchen, disch, s. Renke. [wird weißlich.
Weißfi sch (Louciscus), Fischgattg. mit Fphireicen
Antergaltungen aus der Familie der Karpfen (J. d.), mit
etwa do Arten, alle in der nördl. gemäßigten Zone. Zu
den W. gehören Aland, Döbel, Elritze, Plötze, Rot—
eder u. a. (s. die Einzelartikel).
Weißgerberei, s. Lederfabrikation.
Weißgluhen, Weißglut, s. Glühen.
Weißguß, s. v. w. Hartmetall (s. d.).

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Wei

Beißhohlglas, s. v. w. Kalkglas (s. Kristallglas).
Weißhorn, Name vieler Alpengipfel: der höchste gai
er Arollagruppe in den Penninischen Alpen (4512 m), in
er Wildhorngruppe der Freiburger Alpen (3010 m), in der
Nenedigergruppe (2860 mm) n. a.
Welßhuhn, das Moorhuhn (s. Schneehuhn).
Weißtkehlchen, s. Grasmücke und Steinschinätzer.
Weißkirchen. ) Mährisch-⸗W. Bezirksstadt in Mähren,
n der Betschwa, (1800) 8188 E. — 2) Ungarisch-W.,
Stadt im ungar. Komitat Temes, 10848 E.
Weißklee, s. Klee.
Weißkogel, s. Zugspitz.
Weißkohl, Weißkraut, Kabus, Kabbes (Brasstesa
leracẽa T. capitata), eine Form des Kopfkohls mit weißen,
lachrunden, gewölbten oder spitzen Köpfen, bes. zu Sauer⸗
raut (s. d.) verwendet.
Weißkopfaffe, s. Schweifaffe.
Weißkopfente, s. Rudexenten.
Weißkorn, Eisensorte, s. Eisen.
Weißkunig, allegorische Erzählung von Kaiser Mari—
zilian ĩ., wie „Teuerdank“ von ihm selbst entworfen,
urch Marx Treizsaurwein von Erentreiz (gest. 6. Sept.
527) 1514 volleudet (zuerst gedruct 1775; neue Ausg.
on — 1887). — Vgl. Liliencron (1873).
Weißkupfer, s. Neusilber; Suhler W., s. Nickel.
Weißliegendes, Grauliegendes, durch Auslaugung
fürbte oberste Zone des Rotliegenden; im Mansfeldischen,
Weißling, der Ukelei (f. d.). [Hessen, Thüringen.
Weißlinge (Pieridae), artenreicht, nur auf Neusee—
aud nicht vertretene Unterfamilie der Tagfalter, mittelgroße
Schmetterlinge von vorwiegend weißer, gelber oder orange⸗
oter Farbe uünd schwarzen Zeichnungen; Raupen schlank,
»ünn behaart, auf Kreuzblütern und Leguminosen, selten
ruf Sträuchern und Bäumen. Hierher Zitroneufalter,
Heufalter ꝛc. und die Gattg. W. (Piéris oder Pontta),
nit dem Baum-W. (Hecken-⸗W., Linienfalter, P. cxataegi
.), weiß, Adern schwarz, in ganz Europa; großer Kohl-W.
Pbrassioae I.), weiß, Vorderflügel an der Spitze schwarz,
eim Weibchen noch mit 2 schwarzen Flecken, Raupe (Kohl⸗
aupe) namentlich an Kohlarten; kleiner Kohl W. (Rüben⸗
W., P. rapas L.), weiß, Vorderflügel des Weibchens mit 2,
des Männchens mit 1 schwarzen Fleck; Aurorafalter (P.
»ardamsnes L. (Tafel: Schmetterlinge J, 18)), weiß,
Borderflügel mit schwarzer Spitze und schwarzem Mittelleck,
 das Männchen dazwischen orangerot, Hinterflügel
Weißlot, s. Löten. fünten weiß, grünlich gewölkt.
Weißmain, Stadt in Bayern, s. Weismain.
Weißuessing, Kupferzinklegierung mit viel Zink,
e das Bathmetall (s. d.).
Weißntetall, s. v. w. Hartmetall (s. d.).
Weißnickelkies, Rammelsbergit, rhombisches, zinn⸗
ißes Mineral, meist derb, Arsennickel.
Weißpech, s. Fichtenharz.
Weißpfennig, s. Albus.
Weißrübe, s. Weiße Rübe und Mairübe.
Weißrüsßelbär, der einsame Coatin(s. d.).
Weißrufsen, russ. Belorussy, russ. Volksstamm in
Westrußland (in Teilen der Gouv, Grodno, Wilna, Wi—
ebsk, Smolensk, Tschernigow und im übrigen Rußland
erstreut KKarte;: Deutschtum II), 6885 600 Seelen, d. i.
Proz. saller Russen. Über die Sprache s. Russische
Sprache. Sammlungen der Volksliteratur von Schejn
18745 188780), Besßonow (1871), Nossowitsch (1886
9.“ Romanow (I886 f9.); Geschichte von Antonowitsch
Bo. 1, 1883) Batjuschtow (1891)
Weißrußland, russ. Belaja Rus, poln. Rus Biala,
n ältester Zeit der ganze mittlere Landstrich Großrußlands,
etzt vorwiegend die Gouv. Minsk, Mogilew, Witebsk und
er westl. Teil des Gouv. Smolensk. (S, Weißrussen.)
Weiß;sieden (Weißsud), Verfahren zux Verschönerung
jeringwertiger Silberlegierungen durch Entfernung des
nit dem Silber legierten Metalls an der Oberfläche; auch
as Verzinnen (s. p auf nassem Wege.
Weißspinner, s. Seidenspinner.
Weißstein, s. Granulit.
Weifstein, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Breslau, (1905)
211 E.; Steinkohlenbergban,.
Weißstrahl, Eisensorte, s. Eisen.
Weißfud, s. Weißsieden und Verzinnen.