Wel

Welsh Pool (spr. welsch — Pool, Stadt in
Wales, am Severn, (1901) 6121 G.
Molsn raphit sengl.,spti, welsch räbbkt), geröstete Brot⸗
ichnitte mit darauf geschmolzenem Käse, Butter, Gewürz
Welsunge, altnoͤrd Volfungar, frünk. Sagengeschlecht,
ins dem Siegmund und sein Sohn Siegfried stammten.
Weltachse, Himmelsachse, gerade, eine Ver—
ängerung der Erdachse bildende Linie, um welche sich in
Sternstunden das Himmelsgewolbe scheinbar einmal
Weltalter, s. v. wegeitalier lherumdreht.
Weltäther, s. v. w. Lichtäther (s. Äther)
Weltange, Nineral, f. Hydrophan.
Weltausstellungen, Ausstellungen, die ein Staat
uabes„Festlichen Gelegenheiten dder in gewissen zeit⸗
lichen Zwischeuͤruumen im“ Verein mit moͤglichst vielen
andern Staaten zwecks Vergleichung der bei den einzelnen
Völkern erzielten Kulturfortschritte und Anbahnung neuer
Handelsbeziehungen veranstaltet. Neben der urspruünglich
dargebotenen Ausstellung induftrieller Erzeugnisse bietet
die W. seit Ende des I9. Jahrh. einen Überblick über
das gesamte geistige Schaffen (bes. bildende Künste) der
dulturvölker.“ W.“fanden flatt
1851: London 1878: Paris 1894: Antwerpen
1855: Paris 1878: Sydney 897: Brüssel
1862: London 1880: Melbouͤrne 6000: Paris
867: Paris 1888: Melbourne 1904: Saint Louis
873: Wien 1889: Paris 1906: Mailand In
376: Philadelphia 1893: Chicago tern. Ausstellung“)
Weltersches Bitter, s. Pikrinsäure.
Weltesche, s. Vggdrafill.
Weltgeistlicher, Laienpriester, sJ. Laien.
Weltgericht, s. Jüngstes Gericht.
Weltgeschichte,s Geschichte nebst Beilage: Haupt
rten der eltgescinie
Welthandel, der den Güteraustausch aller Länder
ufassende Handel (s. d. nebst Beilage).
Weltjahr, s. v. w. Platonisches Jahr (s. Jahr).
Weltkugel, Himmelsglobus, s. Globus.
Weltpostverein, eine von H. von Stephan an—⸗
——— umfassende
Vereinigung zwecks Vereinheitlichung der Postvertrags⸗
bestimmungen jedes Eingelfiaates zum Auslande. Ser
erste Postkvngreß 18714 in Bern 8 als Ergebnis den
Allgemeinen Postvereinsvertrag (ab 1. Juli 1876 in Kraft)
22 Staaten umfassend: fämtuüche Staaten Europas, die
Ver: Staaten von Amerika, Agypten ac. Der zweite Posi—
kongreß 1878 in Paris schuf den W. .Vnion postale uni
verselle). Es folgten der Weltpostkongreß in Lissabon
8865), in Wien (1891), in Washington (1897) und in
Rom (1906). Der Gesamtflächen inhali der Lünder des W
I1906) 1066 Mill. qkm mit 1103 Miil. E.; 257600 Po st⸗
anstalten, Gesamtverkehr 83 Milllarden Stuͤck.
Weltpriester, s. v. w. Laienpriester (s. Laien).
Weltreich, s. Universalmonarchie.
Weltsprache, s Pasigraphie.
Weltteil, f. Erdteil.
Weltverkehr, internationaler Verkehr, das Bestreben
weier oder mehrerer Länder, ihren Gütervorrat mit Hilfe
der verschiedenen Verkehrsmittel auszugleichen. In alter
Zeit war die Schiffahrt von der größten Wichtigkeit für
den W., aber es gab auch uralte Handelsstraßen zu Lande.
Die Welthandelswege haben betrüchtliche Umwandlungen
erfahren durch die geogr Entdeckungen. Neben die Schiff⸗
fahrt ist der Eisenbahnverkehr getreten, aber auch Kara—
waunen und menschliche Träger fpielen noch eine Rolle.
In der Nachrichtenvermittlung wird die Post durch die
Telegraphie und das Telephon in fruͤher ungeahntem
Maße Interstützt [Karten: ertherrene
Vgl. Kollmann (1899)
Dietzel (1900), „Ilbersich⸗
ten der Weltwirtschaft“
1887 f9.)
Weitlzeit, s. v. w. Uni—
———
Welwitschia Hoon. 3 *5
Pflanzengattg. der —* 19s6. Welwitjich' Wunderbaum.
zeen; einzige Art W. mirabtlis Moob. (Welwitsch' Wunder⸗
baum Abb. 19563 4 männliche, d weibliche Blütenzapfen)]),
im trov. Westafrika, mit umgekehrt kegelförmigem, schüssef—

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zrtigem Stamme, an dem zwei bis 2mm lange, bandartige
Blatter sitzen, und tannenzapfenahnlichen Funen
Welzheint, Oberamtsstadt im württemb. Zagstkreis,
aner Lein, (1805) 2654 E., Amtsgericht, Realschule.
Wemding, Stadt im bahr. Reg.-Bez. Schwaben,
19085) 2200 E., Schwefelbad.
Weme, Fluß in Oberquinea, durchfließt Dahome und
nündet in den Golf von Guinea; schiffbar.
Wenceslaus (Wenzeslaus), s. Wenzel.
Wendegetriebe, Kehrgetriebe, Kehrmechanismus,
nechan. Vorrichtungen, durch welche die von einer gleich⸗
mäßig rotierenden Triebwelle erzeugte Drehbewegung auf
ine andere Welle so uͤbertragen wird, daß diese bald in
der einen, bald in der andern Richtung umläuft. Die
ebräuchlichsten sind: offener und gekreuzter Riemen duf
Feste und Losscheibe sowie Weise Räder (Kehrrad).
Wendehals, s. Spechte Abb. 1771).
Wendekreise, Tropen, die 2 dem Aquator parallel
zedachten, pon ihm, WB0 27beiderseitig entfernten Kreise
der Himmels- und Erdkugel, von denen der nördl. W. des
Krebses, der südl. W. des Steinbocks heißt; sie schließen
auf der Erdkugel die heiße Zone (s. d.) ein und gehen
durch alle Punkte der Erdoberfläche, in benen die Soune
rinnmal des Jahres im Zenit steht. [Erdkarten J.)
Wendekultivator, dem Exstirpator (s. Grubber)
ähnliches Instrument zur Lockerung des Bodens bei der
Dampfkultur; er wird selbsttätig'am Ende des Feldes
imgewendet.
Zane Sankt, preuß. Stadt, s. Sankt Wendel.
Wendelftein, Gipfel des Zeller Gebirges in den Ai—
ayr. Alpen zwischen dem Inn und dem Schliersee, 1838 m,
neteorolog, Station im Wendelsteinhaus (1648 m).
Wendeltreppe (Sealarta), Gattg. der Kammkiemer,
osssmopolitisch verbreitet. Die spitz kegelförmigen Schalen
uuf den Umgängen mit stark vortretenden Querrippen.
Die echte W. (8. pretiösa Lam.) gelblichweiß, Rippen
veiß, aus Ostindien, früher teuer bezaͤhlt. Die unechte W.
S. communis Lam.) gemein in der Nordsee.
Wenden, bei den Veutschen in älterer Zeit allgemeine
Bezeichnung ihrer ssaw. Grenznachbarn, jetzt der Slawen
n der Ober⸗ und Niederlaufiß (Sorben, s. d. und Karte:
Ddeutschtum 1), etwa 120000 Seelen, meist evang.
2000kath. Die wendische oder forbifche Sprache gehört zur
vestl. Abteilung der ssaw. Sprachen und zerfällf in einen
bersorbischen (Grammatik von Pfuhl, Kral; Wörterbuch
zon Pfuhl, 1866) und niedersorbischen (Grammatik von
Mucke, Schwela; Wörterbuch von Zwahr, 1847) Dialekt.
Sin Schrifttum, bis 1840 fast nur religiös, besteht seit der
RVeformation in jedem der beiden Diglekte und wird ge⸗
ördert durch Vereine, Zeitungen u. a. Volksüberlieferungen
jesammelt von Schmaler (2 Bde. 184344), Schulen⸗
urg (1880 u. 1888), Mucke u. a. — Val. Pypin (deutsch
1889; Tetzner, „Bie Slawen in Deulschland“ (1902).
Wenden, lett. Zehse oder Kehs estn. Wenno⸗lin,
Freisstadt im russ. Gouv. divland, in der sog. Livländ.
Schweiz, unweit der Ag, 6327 E., Ruinen des Nesidenz⸗
chlosses der Ordensmeister.
Wendepflug, Glattpflug, Kehrpflug, Pflug mit ver⸗
tellbarem Streichbrett oder Pflugkoͤrper, legt Furche neben
durche ohne Trennung.
Wendescheiben, s. Eisenbahnsignale.
Wendezeher, Vögel, die, wie vieie Kuckucksvögel
auch, die Eulen), die Fähigkeit besitzen, eine Vorderzehe
aiach hinten zu wenden. *
Wendidad Gendivad), s. Zendavesta. —
Wendisch⸗Buchholz, Stadt im preuß. — —
Reg.⸗Bez. Potsdam, an der Dahme, (1905)
1208 E. Amtsgericht; Dampfschneidemüß“
len, Ackerbau.
Wendische Krone, Hausorden der
beiden Großherzogtümer Mecklenburg, 1864
gestiftet. Devise für Schwerin: Per ispora —
id astra, für Strelitz: Avito viret onore
Abb. 1957). 1957. Wen⸗
Wendischer Kreis, dug dogt Gu- dische rone.
strow, östl. Teil von Mecklen urg⸗Schwerin; Hauptstadt
Wen dische Spree, s. Dahme IGüstrow.
Wendland, der früher von Slawen bewohnte nord⸗
oͤstl. Teil des vreuß. Req.⸗Bez. Lunebura.