Wer

das Schiff, Schiffbau-, Maschinenbauwerkstätten mit
Hießerei, Kesselschmiede, Takel— und Segelmacherwerk⸗
stütten ꝛzc. Man unterscheidet Marine- oder Kriegs⸗W.
und Privat⸗W.; letztere sind auch imstande, Kriegsschiffe
zu bauen. Berühmie deutsche Privat⸗We sind: „VBulcan“
in Stettin, Blohm &amp; Voß in Hamburß, Aktiengesellschaft
Weser in Bremen, Germania⸗W. in Kiel, Schichau (s. d.)
in Elbing und Danzig.
Werftdivisionen, den Marineinspektionen unter—
lehende deutsche Marineteile am Lande, in Kiel und
Wilhelmshaven, die das Maschinens und Heizer-⸗, Hand⸗
werker⸗ und Zahlmeisterperfonal ausbilden.
Werftkäfer, s. Holffreffer.
Werg, Hede, der Abgaug vom Hecheln des Flachses
and Hanfs, dient zu grober ———— Seilerarbeiten ac.
S.Flachsspinnered).
Wergeland, Henrik Arnold, norweg. Dichter, geb.
7. Juns, 1808 zu Fristianfand, gest. 12Juli 1845 vl⸗
Reichsarchivar zu Kristiania; beste Werke; das Singspiel
„Die Canipbells⸗ und das Schauspiel , Die Venetiner⸗
(1848; dän., 2. Aufl. 1877). ,Gesammelle Werte⸗ (0 Bde.,
853 57; Volksausg. 1883 f9.). — Biogr. von Lassen
2.Aufl. 1877), Skavlan (dän, 18092).
Wergeld, f. Blutgeld.
Werkführer, s. Werkmeister.
Werkfuß, Wertschuh, Läugenmaß, s. Fuß.
Werkgeunossenschaften, Genossenschaften mit dem
zwecke, kostspielige Maschinen ꝛc. gemeinsam zu befschaffen.
S. Beilage: Genossenschaften.]
Werkhaͤuser, s. v. w. Arbeitshauser.
Werkholzbohrer, Werkholzkäfer, s. Holzfresser.
Werkmeister, Werkführer, in Fabriten der Aufseher
»der Vorsteher; auch der oberste Geselle; bei der Wert—
verdingung der Unternehmer.
Werkmeisterschulen, Fachschulen zur Ausbildung
»yn Werkmeistern; älteste in Cheninitz (1856).
Wertschriften, s. v. w. Brotschriften (s. d.).
Werkstattordnung, s. Fabrik.
Werkverdingung, Werkvertrag, der Vertrag, in dem
ein Unternehmer die Herstellung eines Werkes gegen eine
oom Besteller zu gewährende Vergütung verspricht (Buͤrgerl
Besetzb. 88 65318..
Werkzeugmaschinen, Maschinen zur selbsttätigen
Handhabung der, verschie densten Werkzenge für die Holz⸗,
Metalls und Steinbearbeitung, z. B. Bohrmaschine (s. di),
Drehbank (s. d.) Hobelmaschine s. Hobel), Saͤgemaschinen
ag, Bgl. Fischer GBd. 1, 2. Aufi. 1906), Huͤlle (1806).
erl, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Aruͤsberg, 4905)
3266 E., Amtsgericht, Prävaranden-, landw. Winterschule,
Wallfahrtsort.
Werla, ehem. Kaiserpfalz in Burgdorf.
Werlhoffche Krankheit, s. Blutfleckenkrankheit.
Wernidsö, Jusel an der Ostküste Schwedens, von
Stockholm, 180 qxm.
Wermelskirchen, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Düsseldorf,
 (1900) 15 469 (1905: 15 6533) E., e
Wermland (Bermland), Karlsiad, westlichstes Lün in
Mittelschweden, 19324 dkm, (19014) 255 223 E.; Haupt⸗
stadt Karlstad.
Wermsdorf, Dorf in der sächs. Leipzig, (1905)
3921E.; Porphyrbrüche; dazu Schloß Hu ertusburg(s. d.)
Wermut, s. Artemisia [Abb. i21].
Wermutösl, durch Wasserdampfdestillation aus dem
oͤlühenden Kraute des Wermuts (s. Artemicia) gewonne⸗
nes ätherisches Ol, zur Fabrikation von Likören, mediz.
als ein die Verdauung anregendes Mittel benußzt.
Wermutwein, BSitterwein, Wein von vraunbicher
Farbe, bitter, doch auch zugleich süß, etwas aromatisch
Fergestellt bes. in Italien (Vormut di Torino) und Ungari
Karlowitzer W.) durch Aufguß von Rotwein auf abwech⸗
elnden Schichten einerseits don blanen Trauben, anderer⸗
jeits von Wermutkraut, Zimt, Senfmehl u. a.
Werndl, Jos. Gewehrtechniker, geb. 26. Febr. 1831
in Steyr (Oberöfterreich), Besiger eiuet Gewehrfabrik das.,
dann Generaldirektor der österr. Waffenfabriksgesellschafi
und Leiter der ärarischen Gewehrfabriken im Arfenal zu
Wien und Pest, gest. 29. April 1889 in Steyr (Denkmal,
1894). Der von ihm konstruierte Hinteriaber EWernbt.
gewehr) wurde früher von der öfere Numce gefüvct. din

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anfsteckbares Magazin für das franz. Infanteriegewehr
M/74 angenommen.
Werne. 1) Stadt im preuß. Reg.-Bez. Münster, un⸗
weit der Lippe, (1905) 3414 E. Amtsͤgericht, Thermalbad.
— 2) Landgemeinde im preuß. Reg.-Bez. Arusberg, (1900)
11059 (1005: 13 492) E.; Puddlings-⸗, Drahtwaßzwerk,
chem. Fabriken, Steinkohlenbergbau.
Werneck, Dorf im bayr. Reg.-Bez. Unterfranken, an
der Wern, (1905) 1818 E., Amtsgericht, Schloß, jetzt
Irrenanstalt.
Weruner, Abraham Gottlob, Mineralog, Begründer
der Geognosie, geb, 25. Sept. 1750 zu Wehrau Ober⸗
saufitz), seit 1775 Prof. zu Freiberg, gest. 30. Juni 1817
zu Diesden. — Biogr. von Frisch (1825).
Werner, Anton von, Geschichtsmaler, geb. 9. Mai
18483 zu Frankfurt a. O., seit 1875 Direktor der Akademie
in Berlin; Hauptwerke: Kaiserproklamation in Versailles
1877, königl. Schloß; 1887, Ruhmeshalle), Berliner Kon⸗
geß von 1878 (Vathaus), Panoraina der Shlacht bei
Sedan (1883), Kriegsgefangen (1886), Eröffnung des
Deutschen Reichssstags durch Kaiser Wilhelin N. 333 X
Etappenquartier vor Paris (18904), Moltkes 90. Gebuͤrts—
tag (1886). — Biogr. von Roseuberg (2. Aufl. 1900).
Werner, Bartholomäus von, Konteradmiral und
Marineschriftsteller, geb. 18. Juli 1842 in Koblenz, er⸗
wvarb als Korvetteukapitän und Kommandant der Kor—
vette Ariadne 1877279 zwei Häfen im Bismarckarchipel,
chloß den Freundschaftsvertrag mit Samog und den Mar—
hallinseln, 1887 als Konteradmiral verabschiedet; schrieb:
Ein deutsches Kriegsschiff in der Südsee“ (3. Aufl. 1891),
„Die Kanipfmittel zur See“ (1892), ,Deutsches Kriegs⸗
chiffsleben und Seefahrkunst“ (1801), Der Seekrieg“
1803), „Die Kriegsmarine“ (1894) u. a.
Werner, E., Pseudonym, s. Bürstenbinder, Elisabeth.
Werner, Franz von, Dichter unter dem Namen Murad
Effendi, geb. 80. Mai 1886 zu Wien, trat in türk. Dienste,
gest. 14. Sept. 1881 als türk. Ministerresident im Haag;
schrieb Gedichte (1865 u. 1870), Dramen („Dramat. Werke“,
3 Bde., 1881) u. a.
Werner, Fritz, Maler, geb. 3. Dez. 1827 in Berlin,
lebt das.; Soldatenbilder aus der friderizianischen Zeit.
Wermer, Gustav Albert, Theolog und Pitauthucp/
zeb. 12. März 1808 zu Zwiefalten (Württemberg),“trat
1840 aus dem landeskirchlichen Dieuste aus, gründete in
Reutlingen neben zahlreichen Wohltätigkeitseinrichtungen
Jroße in kommunistischer Weise verwaltete industrielle
Etablissements und landw. Austalten als Versuch, die
oziale Frage in christl. Liebe praktisch zu lösen; gest. Ang.
1887 in Reutlingen. — Biogr. von Wurster (1888).
Werner, Haus, Pseudonym von Blaze de Bury (s. d.).
Werner, Karl, Aquarellinaler, geb. 4. Okt. 1808 zu
Weimar, 1833 —53 in Italien, feit 1882 Prof. an der
Junstakademie in Leipzig, gest. das. 10. Jan. 18804; Landchaftsbilder
 aus Italien, Spanien und dem Orient.
Werner, Karl, kath. Theolog, geb. 8. Marz 1821 zu
Hafnerbach (Niederösterreich), 1847 Prof. zu St. Pölten,
1870 in Wien, gest. das. 4. April 1888 Hauptwerke:
„System der gristl. Ethit“ (8 Bde. 1880 -82; 2. Aufl.
1888), „Der heil, Thomas von Aquind“ (3 Bde., 1838
—58), „Geschichte der kath. Theologie Deuͤtschlands seit
dem Trienter Konzil“ (2. Aufl. 1889), „Die Scholastit
des spätern Mittelalters“ (4 Bde., 1881-87).
Werner, Reinhold von, deutscher Seenann, geb.
0. Mai 18286 zu Weferlingen bei Magdeburg, 1842409 in
der Kauffahrteifahrt beschäftigt, 18419382 in der deutschen
Flotte, dann in der preuß Marine, machte die preuß.
»stasiat. Expedition (1868—62) miit (Reisebeschreibung
1868; 2. Aufl. 1873), nahm 1866 als Korvetteutapitan
ie —8 Küstenbefestigüngen, 1873 Geschwaderchef au
der span. Küste, 1875 Konteradmiral und Chef der Marine
tation der Ostfee, nahm 1878 seinen Abschied, lebt feitdem
n Wiesbaden, exhielt 1898 den Charakter als Vizeadmiral,
01 geadelt; schrieb; „Das Buch von der deutschen Flotte“
8. Aufl. 1802), „Erinnerungen und Bilder aus dem Eee—
eben“ (6. Aufl. 1398; Neue Folge 1889),Berühmte See⸗
leute“ (2 Bde., 18835 84) un. a.
Wermner, Zacharias, Dichter, geb. 18. Nov. 1768 zit
Zönigsberg i. Pr., 1793—1807 im preuß. Staatsdienst,
trat 1811 in Rom zur kath. Kirche über, gest. als Prieste—