1. Febr. 1840) überging. Teilhaber 1899 des letztern Sohn
Beorg W. Der Verlag der Firma „George Westermann“
mit technischen Zweigen) umfaßt Wörterbücher, Schulat—
lanten, Schuͤlbücher, „Westermanns Illustrierte deutsche
Monatshefte“ (1856 f9.) u. a. fund Hebriden.
Western Islands (spr. eiländs), s. v. w. Azoren
Westernorrland (Besternorrland), Hernösand, Län
m nordöstl. Schweden, am Bottnischen Meerbusen, 265 5832
km, (1804) 288777 E.; Hauptstadt Hernösand.
Wefterpiatte, Seebad bei Reufahrwasser.
Wefterschelde, s. Schelde. [8482 E. Amtsgericht.
Westerftede, Ämtsort im Großhzgt. Oldenburg, (1900)
Wefterivald, das Plateau zwischen Rhein, Lahn
ind Sieg, zu den preuß. Neg.-Bez. Wiesbaden, Koblenz
und Arnsberg gehörig; im engern Sinne nur der höchste
Teil des Plateans, Hoher W. oder Kalte Eich; höchste
Bipfel der Saalberg (Salzburger Kopf), 656 m, und der
Fuchskauten, 657 m; den südwestl. Teil bildet die 546 m
sohe Montabaurer Höhe (Montabaurer Wald), die steil
um Rhein abfällt. — Vgl. Heyn (189938).
Westerwik (vVestervik), Hafenstadt im schwed. Län
dalmar, an der Ostsee, (1900) 8289 E., Ausfuhr.
Westeuropäische Zeit (abgekürzt W. E. 8.), die
aach dem Längengrade von Greenwich bestimmte Einheitszeit
 (s. d.); gilt in Großbritannien, Belgien und den
Niederlanden, 1 Stunde nach gegen mittel⸗, 2 Stunden
ee Zeit.
estfalen (Westphalen), im frühesten Mittelalter
der westl. Teil des Hzgt. Sachsen, zwischen Weser und
Rhein, kam nach dem Sturz Heinrichs des Löwen 1180
an das Erzstift Köln als Hzgt. W. und bildete den Haupt—
zestandteil des Westfäl. Kreises im ehemal. Deutschen
Reich. Durch Dekret vom 18. Aug. 1807 gründete Na—
»oleon J. das Königr. W. Karte: Deutsches Reich II, 8),
dessen Hauptbestandteile Kurhessen, Braunschweig und die
»on Preußen abgetretenen Gebiete J. von der Elbe waren
38 100 qkm, 1946 8348 E., mit der Hauptstadt Cassel),
vozu 1810 noch ein Teil von Hannover kam, und verlieh
es seinem Bruder Jerdme. Als dieser vor den Verbündeten
26. Okt. 1813 aus seiner Residenz fliehen mußte, wurden
Zurhessen, Braunschweig und Lippe wiederhergestellt und
der Hauptteil des alten W. kam als Prov. W. an Preußen.
— Bgl. Seibertz, prsioe des Hzgt. W.“ (4 Bde.,
839 75), Holzapfel, „Das Königreich W.“ (18985).
Westfalen, preuß. Provinz Karte: Mittleres
Westdeutschland J, bei Rheinprovinz]), 20211 qkm,
1800: 3187777, 1905: 3618 198 E., 20000 Polen Is.
Beilage: Deutschland]; meist Gebirgs—
iand, bes. im NO. (Wiehen⸗-, Wesergebirge,
Teutoburger Wald), O. (Eggegebirge) und
im S. (Sauerland, Rothaargebirge), in der J
Mitte die nach W. sich öffnende Muͤnstersche
Bucht (Westfäl. Tiefebene). Hauptflüsse: den
Weser, Ems, Ruhr, Lippe, Lenne; Dort— wasten
muund-Ems-Kanal; fruchtbare Landstriche
neben Sand (Senne), Moor und Heide; reich an Stein—
ohlen (Rhein.-Westfäl. oder Ruhrkohlenbecken), Eisen-,
Zink⸗, Kupfers und andern Erzen; sehr bedeutende Leinen-Fisensz,
 Metallwaren-, Maschinenindustrie; Oberlandes⸗
zericht in Hamm (hierzu gehören auch die Landgerichte
duisburg und Essen der Rheinprovinz), 9 —I
Oberbergamt in Dortmund. Drei Reg.-Bez. (Münster,
Minden, Arnsberg); Oberpräsidium in der Hauptstadt
Münster. Wappen zeigt Abb. 1960; Provinzialfarben:
Weiß- Rot. — Vgl. Weddigen, „W. Land und Leute“
1896); Schücking und Freiligrath, „Das malerische W.“
4. Aufl. 1837); Schulze, „Die Provinz W.“ (1800).
Westfaälische Gerichte, s. v. w. Femgerichte.
Westfälische Pforte (lat. Porta Westphalica), Berg⸗
ücke am Nordrande des Wesergebirges sTafel: Mitt⸗—
leres Westdeutschland II, 6, bei Rheinprovinz], im
reuß. Reg.⸗Bez. Minden, 8 die Weser in das Flach⸗
land tritt, wird gebildet durch den Jakobsberg (r., 181 m)
ind den Wittekindsberg (1., 282 m, mit dem Kaiser—
Wilhelm-Denkmal der Prov. Westfalen).
Westfälischer Friede, Münsterscher Friede, der
24. Okt. 1648 zu Muͤnster und Osnabruͤck (Westfalen) ge—
chlossene Friede, durch den der Dreißigjähr. Krieg be—
endigt und ein neues polit. System in Europa begrundet

375

Wes
vurde. (S. Deutschland, Geschichte.) sKarte: Deutsches
eih —vgi. —3 s
Westfälischer Kreis, Weftfalen.
Westfield ispr. fihld), Stadt im nordamerik. Staate
gssachnsetts, am Westfield River, (18900) 12310 6.
Westflandern, belg. Provinz an der Nordsee, 3234
xm, (1804) 846 732 E.; Hauptstadt Brügge.
Westfranzien, s. Neusirien.
Westfriesen, s. Friesen.
WBest Galloway (ypr. gällöwe), schott. Grafschaft,
Vigton. [Sprachen.
drerne J. Gexmanen und Germanische
Vestghats, Gebirge in Ostindien, s. Ghat.
Westgoten, s. Goten.
Westgotland, s. v. w. Westergötland.
Bestgriqualand, s. Griqua.
West Ham (spr. häümm), Vorort von London [Karte:
Rroßbritannien ünd, Jrland J, 11], in der engl.
vrafsch. Esser, zur Grafsch. London gehörig, am Lea,
1905) 294997 E.; Fhemien mane
West Hartlepool, engl. Stadt, s. Hartlepool.
Westhofen. 1) W. in Hessen, Marktflecken in der
ess. Prov. Rheinhessen, am Seebach, (1905) 1760 E. —
) W. in Westfalen, Stadt im preuß. Reg.-Bez.
Urnsberg, an der Ruhr, 2082 E.; dabei Ruine Hohen-⸗
yburg mit Kaiser-Wilhelm-Denkmal.
Westhoughton (spr. haut'n oder hoht'n), Stadt in
jer engl. Grafsch. Lancaster, (1901) 14877 E.
Westindien, die Inselwelt der Antillen (s. d. und
die Beilagen: Nordamerika, Entdeckungsreisen,
dolonien, sowie die Karten: Nordamerika J'und
SüdamerikaH; der Name (im Gegensatz zu Ostindien)
tammt daher, daß Kolumbus in diesen Inseln einen Teil
er ostasiak. Inselwelt gefunden zu haben glaubte.
West Kirby and Hoylake (spr. körbl annd heulehl),
Stadt in der engl. Grafsch. Cheshire, (1901) 10911 E.,
West Lothlan, s. Linlithgow. [Seebauder.
Westmaäcott, Sir Richärd, engl. Bildhauer, geb.
75 zu London, gest. das. 41. Sept. 1856; bes. Porträt—
tatuen. — Sein Sohn Rich. W., ebenfalls Bildhauer,
jeb. 1798 zu London, gest. 19. April 1872 zu Keusing⸗
on; bes. Büsten und mytholog. Figuren.
Westmanland (Bestmauland), Provinz im mittlern
Schweden, nordwestl. vom Mälarsee, jetzt zu den Läns
W. (im O.) und Orebrö (im W.) gehoͤrig. Das Län
W. oder Westeräs, 6740 qkm, (1504) 140 408 E.;
Hauptstadt Westeraͤs.
Westmegath (spr. mihth), irische Grafschaft, Prov.
Leinster, 1835 gkm, (1901) 61527 E.; Hauptort Mullingar.
Westminster, westl. Stadtteil don London im' N.
der Themse, (1901) 183011 E., enthält das Parlament
und die Westminsterabtei, eine Kirche, die unter Heinrich II.
in ihrer jetzigen Gestalt gebaut würde, Krönungs- und
Begräbnisplatz der engl. Könige; auch Ruhestätte be—
rühmter Briten.
—öAV
RW. Englands, 2027 qk4m, (1901) 64308 E., gebirgig,
nit schönen Seen und, Wäldern; Hauptstadt Appleby.
Weston⸗super⸗-Mare (spr. west'n ßiuhp'r mähri),
Stadt in der engl. Grafsch. Somerset, an der Mündung
der Are in den Bristolkanal, (1901) 19047 E. Seebad.
Westphal, Karl, Psychiatriker, geb. 28. März 1833
u Berlin, 1869 Prof. das., gest. 27. Jau. 1890 in Kon—
tanz, verdient durch Nerven⸗- und Rückenmarksunter⸗—
uchüngen. „Abhandlungen“ (2 Bde., 1892).
Westphal, Rudolf, Philolog, geb. 3. Juli 1826 zu
Obernkirchen, 1875 — 78 Prof. am Katkowschen Lyzeum zu
Moskau, gest. 11. Aug. 1892 in Stadthagen; schrieb:
„Metrik der griech. Drämatiker und Lyriker“ (init Roß—
ach, 8. Aufl. u. d. T. „Theorie der müsischen Künste der
Zellenen“, 1885 —88), „Die Musik des griech. Alteriums“
1883), „Ubersetzung und Erläuterung von Aristorenus
on Taärent“ (2 Bde. 1883-88) u. a.
Westphalen, s. Westfalen.
Westpoint (spr. pennt), Ort im nordamerik. Staate
Nenyork, am Hudson, ca 1200 E.; einzige Militärakademie
der Ver. Staaten von Amerika.
Westpreußen, preuß. Provinz [Karte: Ostpreu—
zen ?c. I), gebildet 1. April 1878 aus dem westl. Teil der