wetter mit Erfolg wieder auf. Stigers Verfahren wird
Steiermark und Oberitalien bereits in mehrern tausend
Stativnen angewendet. Durch eine Wetterkanone wird
wa 1 qum Flache vor Hagel geschützt.
Wetlerfee (Wettern), zweitgrößter See Schwedens,
132 x Ig., bis 31 Kmebr., 1895 4km (ohne 40 qkm
Inseln), bis 126 mm tief, von Bergketten eingeschlossen, merk⸗
vürdig durch plötzliches Fallen und Steigen seines Wassers
uind sehr veränderliche Strömungen; fließt durch die Motala
Strom ab und ist durch den Götakanal mit der Ostsee und
Jem Kattegat verbunden; im See die Insel Wisingsö.
Wertersteingebirge, Gruppe der Nordtiroler Kallk—
spen (Ostalpen), im Zugspig 2963 w.
Weitervorhersage, s. Wetterprognose. I[I. d.).
Welierwarten, s. v. w. Meteorologische Stationen
Wenin, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Merseburg, an der
Saale, (1905) 3041 E., Amtsgericht, Stammschloß (ietzt
Winkel genannt) der Grafen von W., von denen sämtliche
sachs. Regentenhaͤuser abstammen. Der erste bekannte Graf
oon W. it Dietrich, gefallen 882 in Kalabrien; Dedi II.- gest.
1075, erwarb die Lausig und Meißen; seinen Enkel, Hein—
rich den Jüngern, beerbte 4123 Konrad d. Gr., Markgraf
bon Meißen. (S. Albertinische Linie und Ernestinische
dinie) — Val. Posse, „Die Markgrafen von Meißen und
das Haus W“ (1881); ders. „Die Wettiner. Genealogie“
1897); Hofmeister, „Das Haus W.“ (1889).
Wettingen, Gemeinde im schweiz. Kanton Aargau,
an der Limmat, (1900) 3128 E., ehemal. Zisterzienserabtei,
etzt Lehrerseminar. — Bgl. Lehmann (1884), Willi (1894).
Weitrennen mit Pferden, schon bei Griechen und
Römern als Zirkusspiele beliebt, dann bes. in England
seit dem Mittelalter ausgebildet (am berühmtesten das
Derbyrennen, s. d.), heutzutage in den meisten Kultur—
staaten eingerichtet und mit Staatspreisen bedacht, aus
portlichen Gründen, zur Prüfung der Leistungsfähigkeit
der Pferde, im Hinblick anf die Hebung der Vferdezucht
und zum Zivecke der Volksbelustigung. Man unterscheidet:
Herren-, Offizierz, Jockey- und Bauernreiten; ferner;
ẽlach⸗, Hürden-⸗, Hindernis- und Trabrennen. (S, auch
Handikap.) Das Zeichen zum Ablauf (Start) der Pferde
bt der Starter mit der Fahne. Auf den mutmaßlichen
Sieg bestimmter Pferde werden Wetten abgeschlossen
s. Buchmacherei und Totalisator). Bedeutende deutsche W.
inden sfich auf den Rennbahnen in Baden-Baden, Gotha,
Hamburg-Horn, Hannover, Hoppegarten, Karlshorst. —
Zgl. „Der Turf. Wörterbuch für Pferderennen“ (3. Aufl.
880), Baucr, „Der Rennsport“ (1801). ssport.
Wettrudern, Wettsegeln, s. Rudersport und Segel—
Wettstein, Johann Jakob, prot. Theolog, geb. 1698
iu Basel, als Diakonus das., 1730 wegen —— ab⸗
gesetzt, gest. 22. März 1754 als Prof. am Seminar der
Nemonstranten in Amsterdam; berühmt durch seine kritische
Ausgabe des N. T. (2 Bde., 7
Wegtzkrankheit, s. Traberkrankheit.
Wegzlar, Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Koblenz, an
der Lahn, (1905) 12279 E., Amtsgericht, Dom (unvoll⸗
endet), Gymnasium, eibinr und kaufmännische Fort⸗
bildungs-, Bergvorschule; Eifenerzbergbau, Fabrikation
von Samischleder ꝛc.; seit dem 12. Jahrh. Freie Reichs—
tadt, 1683 1806 Sitz des Reichskammergerichts. Dabei
das Dorf Garbenheim (Goethes Wahlheim).
Wevelinghoven, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Düssel⸗
)orf, an der Erft, (1905) 3200 E.
Werford, Grafschaft in der irischen Prov. Leinster,
28883 gᷣm, (1901) 103860 E. — Die Hauptstadt W., an
der Mündung der Slaney, 11154 E.
Wexiö (Beris), Haupistadt des schwed. Län Krono—
zerg, nahe des Helgasees, (1900) 7366 E. Dom.
Weyn (spr. weh), engl. Getreidemaß, s. Load; engl.
Wollgewicht — 182 Pfund — 82,554 Rg.
Wenden, Rogier van der, niederländ. Maler, geb.
uim 1400 Tournay, gest. 1464 in Brüssel; Hauptbilder:
Jüngstes Gericht, Kreuzabnahme und zahlreiche Flügelaltäre.
Weyer, Georg Daniel Eduard, Nautiker, geb. 26. Mai
1818 zu Hamburg, seit 1833 Prof. der Mathematik und
Astronomie an der Universität in Kiel, seit 1878 anch
Lehrer an der Marineakademie, gest. 23. Dez, 1896; ver—
zffentlichte: „Vorlesungen über nautische Astronomie“
4871), „Elementare Berechnung der Sternschnuppen—
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon. b. Aufl. 11

977

Whi
„aAhnen um die Sonne“ (1886), „Einführung in die neuere
onstruierende Geometrie“ 3 u. a.
Weyhers, Flegen im preuß. Reg.⸗Bez. Cassel, (1905)
15 E., Amtsgericht.
Weyhill (syr. weh.), Dorf bei Andover in der engl.
Vrafsch. Hampfhire; vielbesuchter Jahrmarkt.
Weymouth (spr. wehmöth). Y Hafenstadt in der
ngl. Grafsch. Dorfet, an der Nündung der Wey in den
danal, mit Melcombe Regis (10901) 108316. &amp; 2) Stadt
m nordamerik. Staate Massachusetts, am Bostonhafen,
1900) 11324 E.
Weymouths kiefer (spr. wehmöths.), s. Kiefer.
Weyprecht, Harl, Nordpolfahrer, geb. 8. Sept. 1838
zu König bei Michelstadt (Hessen), österr. Marineoffizier,
unternahm 187274 mit Payer (. d.) eine Nordpol⸗
xpedition, gest. 29. März 1881 zu Michelstaͤdt; schrieb: . Die
Metamorphosen des Polareises“ (1878 79),, Astron. und
zeodätische Bestimmungen der österr.-ungar. Erpedition“
1877) u. a. — Vgl. von Littrow (1881).
Weyr, Rudolf, Bildhauer, geb. 22. März 1847 in Wien,
Prof. an der Technischen Hochschule das.; bes. dekorative Ar—
eiten für Wiener Bauten (für das Burgtheater Fassaden—
ries mit Triumphzug des Bacchus, für das Naturhistor.
Zofmuseum 44 Karyatiden), Monumentalbrunnen vor der
aiserl. Hofburg, Denkmal für Canon, Brahms u. a.
Weyrauch, Jakob Johann, Lehrer der Mechanik,
jeb. 8. Okt. 1845 zu Frankfurt a. M., seit 1876 Prof.
in der Technischen Hochschule zu Stuttgart; schrieb:
„Die Festigkeitseigenschaften und Methoden der Dimen⸗—
sonsberechnung von Eisen- und Stahlkonstruktionen“
1876; 2. Aufl. 1888); „Theorie der elastischen Bogen—
räger“ (1878; 2. Aufl. 1896),,„Theorie elastischer sörper“
S84), „Theyrie der statisch bestimmten Träger“ (1887),
Ddie Mechanik der Wärme von Rob. Mayer“ (1893) u. a.
W. E.8., Abkürzung für Westeuroptische Zeit.
Whalsauy (spr. wahlst), eine der schott. Shetland⸗
ieln, 20 4km, (1901) 1985 E.
Whampyoag, hines. Insel und Reede an der Mündung
s Kantonflusses, 18834-91 Ankerplatz für Kanton.
Wharfe (spr. warf), r. Nebenfluß des Nördl. (Yorker)
Iuse in der engl. Grafsch. Vork, mündet nach 96 xm ober⸗
alb Cawood.
Wheatley (spr. wihtle), Phillis, amerik. Dichterin,
jeb. um 1733 in Afrika, 1761 auf dem Sklavenmarkte
zerkauft, lehbte seit 1778 in unglücklicher Ehe mit dem Neger
bbeters, gest. 5. Dez. 1784 zu Boston. Poems“ (1875).
Wheaton (spr. wiht'n), Henry, amerik. Staatsmann
ind Rechtsgelehrter, geb. 27. Nov. 1788 zu Providence
Rhode Island), 1835 —45 Gesandter zu Berlin, gest.
1. März 1848 zu Dorchester (Massachusetts); schrieb:
„Elemopts of intexnational law“ (1836; franq., 6. Aufl.
87).Tho hisstory of the law of nations“ (1845; frangʒ.,
1. Autfl 1866) u. a.
Wheatstone (spr. wihtst'n), Sir Charles, engl. Phy⸗
iker, geb. 1802 zu Gloucester, gründete 1828 in London
ine Saiteninstrumentenfabrik, seit 18834 Prof. das. am
Vngs Collegoe, gest. 19. Okt. 1875 in Paris; erfand das
daleidophon, das Spiegelstereoskop (1832), verschiedene
lektr. Telegraphen, metebrolog. Registrierinstrumente, ein
x hronoskop(1839) und die Wheatstonesche Brücke (s. d.).
Wheatstonesche Brücke, Apparat zur Bestimmurng
von elektr. Leitungswiderständen.
Wheeling (spr. wihl), Stadt im nordamerik. Staate
Westvirginiag, l. am Ohio, (1800) 88878 E., Hochbfen,
kisen⸗ und Stahlwerke; Umgebung reich an Kohlen, natür—
ichem Gas und Petroleum.
Whewell (spr. jũel), William, engl. Gelehrter, geb.
24. Mai 1784 zu Lancaster, gest. 6. Maͤrz 1866 als Vize⸗
anzler der Universität Cambridge; schrieb: „Aistory ot
ho inductiveo sciences“ (1887; deutsch 1840 - 42),
„Philosophy of the inductivo ssciences“ (2 Bde., 1840
i. Wis Elemonts of moraluty (2 Bde. 1854 u. d) u. a.
hickham (spr. wickämm), Stadt in der engl. Grafsch.
— am Derwent, (1901) 12851 6E.
hig (Mehrzahl Whigs), engl. Partei, s. Tory; auch
ine Partei in den Ver, Staaten von Amerika, 1832—66.
Whiggismus, die Parteirichtung der W.
Whip, in England warmes Getränk aus Weißwein,
ziern, Zitronensaft, Zucker und Gewürz.

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