„Pädagogische Ideale und Prateste“ (1384), „Lebensrinnerungen
 und Amtserfahrungen“ (2 Bde., 1886) u. a
Wiesel, s. Stinkmarder.
Wiesfelburg, ungar. Moson, Großgemeinde im ungar.
omitat W. (2012 qkm, 89 714 E, ; Hauptort Ungarisch⸗
Altenburg), an der Kleinen (Wieselburger) Donau,
—— 5172 3.
Wieseler, Friedrich, Archäolog, geb. 19. Okt. 1811
zu Altencelle (Hannover), seit 1848 Prof. in Göttingen,
Jest. das. 8. Dez. 1802; setzte O. Müllers „Denkmaler
der alten Kunsi“ fort; schrieb: „Theatergebäude und
Denkmäler des Bühnenwesens bei den Griechen und
Römern“ (1851) n. a. —
Wiesenbad, Badeort in der sächs. Kreish. Chemnitz,
um Dorf Wiesa gehörig, im Zschopautale, erdig⸗sälinische
Schwefelquelle (250 0.).
Wiesenerz, der Raseneisenstein (s. d).
Wiesenhafer, s. Arrhenatherum.
Wiesenknarrecr), Vogel, s. Sumpfhühner.
Wiesenknopf, Pflanzenart, s. Sanguisorba.
Wiesen kümmel, s. Garum [Abb. 823]).
Wiesenlieschgras, s. PMeum [Abb. 1383)].
Wiesenralle, das Wiesensumpfhuhn (s. Sumpfhühner).
SWiesenschmätzer (Pratincöia), zur Fanulie der
drosseln gehörige, über die ganze Alte Welt verbreitete
A
ehr versteckt am Boden nisten. In Deutschland zwei
Arten: Braunkehlchen (Braunellert, Kohlvögelchen, P. ru-—
 DDDO
lichweiß; Schwarzkehlchen (Schollenhüpfer, P. rubicola
Beckst.), braunschwarz, Kehle und Kopf beim Männchen
chwarz; Halsseiten und Bürzel weiß.
Wiesenschnarcher, Vogel, s. Sumpfhühner.
Wiesenschwingel, Grasart, s. Fessstuca.
Wiesensteig, Stadt im württemb. Donaukreis, im
Fissstal, (15905) 1327 E., Schloß Helfenstein, Lateins,
Industrieschule, Wasserheilanstalt.
Wiesent, Fluß in der Fränk. Schweiz, mündet bei
Forchheim r. in die Regnitz.
Wiesenthal. 1) Dorf im bad. Kr. Karlsruhe, (1905)
3487 E., hier 20. Juni 1849 Sieg preuß. Truppen über
ad. Insurgenten. — 2) Sächs. Städte, s. Oberwiesenthal
und Anterwiesenthal.
Wiesentheid, Flecken im bayr. Reg.⸗Bez. Unter⸗
ranken, (1905) 1340 E. Amtsgericht, Schloß und Herr⸗
chaft der Grafen von Schönborn-W.
Wiesentuch, Alge, s. OQedogonium.
Wiesloch, Amtsͤsiadt im bad. Kr. Heidelberg, gm
reimbach (1005) 4857 E. Amtsgericht, Gewerbe⸗, Wein⸗
auschule; 27. April 1622 Sieg Maänsfelds über Tilly.
Wiesmer, Jultus, Botaniker, geb. 20. Jan. 1838 in
Tschechen bei Brünn, seit 1873 Prof. in Wien, seit 1806
pblnaghder Mitglied des österr. Herrenhauses; schrieb:
„Die heliotropischen Erscheinungen im Pflanzenreich“
2 Bde, 1879 — 80), „Elemente der wissenschaftlichen
Botanik““ (3. Aufl., z3 Bde., 1890), „Die Rohstoffe des
pflanzenreichs“ (2. Aufl., 2 Bde. 1908) n. a. — Bgl.
x. und L. Linsbauer und von Portheim (1903).
Wietersheim, Ednard von, Staatsmann und Histo⸗
iker, geb. 10. März 1787 in Zerbst, 18310- 48 ieh Kultus⸗
ninister, gest. 16. April 1865 auf Neupouch bei Bitterfeld;
Hauptwert: „Geschichte der Bölkerwanderung“ (2. Aufl.,
Bde. 188081). — Biogr. von Witzleben (1866).
Wifflisburg, deutscher Name der Stadt Avenches.
Wigalois, der Ritter mit dem Rad, Ritter von
Artus“ Tafelrunde, Held einer Erzählung von Wirnt
s. d.) von Grafenberg.
Wigan (spri wiggen), Stadt in der engl. Grafsch.
Lancaster, am Leeds-Liverpool-Kanal, (18908) 86581 E.
Wigbold, in Westfalen s. v. w. Marbtflecken.
Wiggers', Zulius, Gelehrter und Politiker, geb.
7. Dez. 1811 zu Rostock, 1840 Prof. der Theologie in
Rostock, 1852 wegen Teilnahme ün der konstituierenden
dammer abgeseßt, 1886 zu 19, J. Zucht⸗
jaus verurteilt, gber zu einjähriger Festungshaft be—
znadigt, 1867 ilie des Norddeutschen und 1877
des Deutschen Reichstags, gest. 6. März 1901 in
Rostock; veröffentlichte: „Geschichte der evang. Mission“
2Bde 1845 46), Grammatiten der plattdeutschen, span.

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Wil

ind ital. (mit seinem Bruder) Sprache, Selbstbiographie
1901) u. a. — Sein Bruder Moritz W., geb. 17. Okt. 1816
u Rostock, Advokat das., 1848 Präsident der mecklenburg.
onstituierenden Kammer, deshalb Mai 1853 bis Jan. 1857
n Untersuchungshaft, dann zu 33. Zuchthaus verurteilt,
Okt. 1857 entlassen, 1867 Mitglied des Norddeutschen,
dann des Deutschen Reichstags- gest. 80. Juli 1884 in
Rostock; auch polit. und nationalökonomischer Schriftsteller.
—An
Zampshire gpörig, 8 xm südwestl. von Portsmouth,
oq xi lIg., bdis 21 k br., 878 qkm, (1801) 78 718 6.,
don Kreidehügeln durchzogen (bis 285 m hoch); Haupt
tadt Newport, Seebäder. — Bgl. Clinch lengl., 1909).
Wigstadtl, Stadt in Osterr.-Schlesien, (1800) 3s76,
nit W.Oberdorf 5438 E.
Wigton (spr. wiggt'n), auch Wigtown (spr. -tauu)
der West Galloway, westlichste Grafschaft Südschottlands,
1267 qkm, (1001) 32 688 E. — Die Hauptstadt W., an
her Bai von W., 1445 E., Hafen; von dem Fischerdorf Port
atrick (1386 e. Uberfahrt nach Irland.
Wigwam, Hütte der Indianer.
Wikinger Gikinger), s. v. w. Normannen.
Wil (Wil), Stadt im schweiz. Kanton Sankt Gallen,
37 4982 E., Altertumsmuseum.
Wilajet (Vilajet), in der Türkei Name der General—
tatthalterschaften, denen ein Wäli vorsteht (s. Ejaͤlet).
Wilamowitz⸗- Möllendorfff, Hugo Freiherr von,
preuß. Staatsmann, geb. 18. Juni 1840 in Markowitz
in Posen, 1867 —76 Landrat des Kr. Inowrazlaw, 1877
80 Mitglied des Abgeordnetenhauses, 1884 des Staatsrats
 und 1888 des Herrenhauses, 1831 99 Oberpräsident
»on Posen, gest. 30. Aug, 1905. — Sein Bruder Alrich
zon W., Philolog, geb, 22. Dez. 1849 zu Markowitz,
1876 Prof. in Greifswald, 1883 in Göttingen, 1897 in
Berlin; schrieb: „Einleitung in die attische Tragödie“
2 Bde., 1895), „Homerische Untersuchungen“ (1884),
„Aristoteles und Anepe (2 Bde., 1893), „Griech. Lese⸗
juch“ (2 Tle., 3. Aufl. 1904 fg.), „Reden und Vor—
räge“ (1801), eine Geschichte der griech Literatur (1905),
ibersetzte „Griech, Tragödieu“ (3 Bde., 1901 -5) u. a.
Wilberforce (spr. forß), William, engl. Philanthrop,
geb. 24. Aug. 1759 zu Hull, wirkte, seit 1780 im Unter—
jaus, für Ünterdrückung des Negerhandels und Abschaf—
ung der Sklaverei, gest. 29. Juli 1833 zu Chelsea. —
—— von Krummacher (1890), Burton (engl., 1903).
ilberg, Chritian Landschafts⸗ und Ärchitektur—
naler, geb. 20. Nov. 18839 in Havelberg, gest. 3. Juni
1882 in Paris; bes. ital. Motive.
Wilbrandti, Adolf, dramat. Dichter, geb. 24. Aug,
837 in Rostock, seit 1871 in Wien, 1878 vermählt mit
der Schauspielerin Auguste Baudius (geb. 1. Juni 1845
in Zwickau, seit 1861 am desburatheaten 1877 pensio—
wW 1881-87 artistischer Direktor des Hofburgtheaters,
ebt seitdem in Rostock; schrieb die Lustspiele „Jugendliebe“
1872), „Die Maler“ (1872) 2c., die Tragödien „Gracchus“
1872), „Arria und Messalina“ (1874), „Kriemhild“
1877), „Der Meister von Palmyra“ (1800), „Die Tochter
es Herrn Fabricius“ (1883) 2c. auch „Novellen“ (1869),
Romane, Gedichte, „Erinnerungen“ (1905) u. a.
Wilckens, Martin, Zoolog, geb. 8. April 1834 in
Zamburg, erst Arzt. das., 186171 Landwirt auf. Po⸗
jarth (Schlesien), seit 1872 Prof. der Tierphysiologie an
jer Hochschule für Bodenkultur in, Wien, gest. das.
10. Juni 1897 durch Selbstmord, einer der Begründer
der wissenschaftlichen Tierzuchtlehre; schrieb: „Die Rinder—
assen Mittkeleuropas“ (1876), „Form und Leben der
andw. Haustiere“ (1878), „Landw. Haustierlehre“
2. Aufl., 2 Bde., 189035-4), „Nordamerik. Landwirtchaft“
 (1880), Grundzüge der Naturgeschichte der Haus—
iere“ (2. Aufl. 1906) u. a-Wilcorpapier,
 s. v. w. Pflanzenfaserpapier (s. d.).
Wilczek (pr. wiltschech, Johann Nepomuk, Graf,
eb. 7. Dez. 1837, rüstete 1872 fast allein die Payer—
Weyprechtfche Nordpolerpedition aus, ebenso 1882 die
sterr. Station anf Jan Mayen, lebt als k.k. Geheimrat
ind Kämmerer in Wien. Nach ihm benannt Wilczetland,
keil des Franz-Joseph-Landes.
Wild, alle jagdbaren Säugetiere (Haar-W.) und Vögel
Feder W.), auch getrennt in edles W. und Raub-⸗W.