Wil

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S. Hohe Jagd und Beilage: Abschußzeiten de—
Wildes, beim Artikel 38 schußi
WBildbad, Stadt im württemb. Schwarzwaldkreis,
m Enztal, (1805) 3721 E. Realschule; Thermen (388370.)
gegen Rheumatismus, Luühmungen ic. Vgl. Weizsäcker
Wildbäder, s. Mineralwusser. [(2. Aufl. 1905)
Wildbad Gastein, s. Gastein.
WBildberg, Stadt im wuͤrttemb. Schwarzwaldkreis,
m agoldtal, (1805) 1342 6. Lateinschuͤle.
Wildbret ildpret), das Fleisch von eßbarem Wild
wwi Hochwild, bef. das weibliche Rotwild.
il ddiebftahl, die Beeinträchtigung fremder Jagd⸗
echte durch Einfangen und Erlegen jagdbarer Tiere, nach
dem Reichsstrafgesegbuch (Fß o2, 298) als Vergeheln nn
Beldbuße oder Gefangnis bis zu 6 Monaten geahndet
Wilde (spr. weilds, Oskar O'Flahertie Wiuͤs, engl.
Dichter, geb. 165. Olt. 1886 in Dublin, 1895 wegen Ver⸗
gehens gegen die Sittlichteit zu 2 Jahren Gefängnis verur—
teilt, gest. 30. Nov. 1006 in Paris; schrieb die satir. Erzüh—
lungen „The happy princde anäd other tales“ (deutsch
1908), den Roman he picturo of Dorian Grayx“
(1881; deutsch 1904), die Bailad of reading goal“
I898; deutsch 1904), die Dramen „Lady Windermere's
an“ (18902), „A woman of no sportanos“ (1893),
Saloraé“ (1853) u. a. — Bgl. Hagemann (1904).
Wildebeest, das Gnu (s. Antilopen).
Wilde Ehe, s. Konkubinat.
Wilde Jagd, wuütendes oder wildes Heer, ein an⸗
zeblich nüchtliches Tosen in der Luft, vom Volk einem
oom Wilden Jager geführten, mit Jagdrufen und Hunde—
gebell dahinbrausenden Geisterheer (ursprünglich Wodan
und ein Gefolge) zugeschrieben; alter serman. Mythus.
Wildemanin, Stadt im preuß. Reg.Bez. Slldes
zeim, im Oberharz, an der Innersie, (1905) 1407 E.
Wildenberg, preuß. Stadt, f. Willenberg
Wilden bruch, Ernst. von, dramat. Dihter, geb
3. Febr, 1848 in Beirut (Syrien), bis 1865 preuß Offi
zier, 1877 — 1900 im Auswärtigen Amt des Deutfchen
Reichs beschäftigt; Dramen; „Karolinger“ (1882), „Men⸗
nonit“ (1882), „Väter und Söhne“ (1882), Christon.
Marlow (1884),Die Quitzows“ (1888), , General⸗
feldoberst“ (1886), Die Haubenlerche“ (1881), „Der
neue Herr“ (1881),Heinrich und Heinrichs Geschlecht“
1805), „Die Tochter des Erasmus“ (1800), „König
Laurin“ (1902), „Der unsterbliche Feliz“ (1904) aud
„Lieder und Gesänge“ (1877), „Dichtungen und Balla—⸗
den“ (1884), Novellen, Romane :c.
Wildenfels, Stadt in der fächs. Kreish. Zwickau,
(1905) 2545 E., Amtsgericht; Marmor- und Kalkstein⸗
brüche, Kalkbreunereien Weberei; Hauptort der Lehns⸗
herrschaft des Grafen von Solms⸗Laubach⸗W.
Wildenschwert, Stadt in Böhmen, (4900) 6138 E
Wildente, die Stockente (s. Enten).
Wildermuth, Ottilie, geborene Rooschütz, Schrift⸗
stellerin, geb. 22. Febr. 1817 zu Rottenburg, seit 1848
vermählt mit Prof. W. in Tübingen, gest. das. 12. Juli
1877; schrieb: „Bilder und esen aus dem schwäb.
Leben“ (6. Aufl. 1883), „Jugendfschriften“ (22 Bde. 18710
1900), Novellen u. a. Selbstbiogr. hg. von ihren Töch—
ern (2. Aufl. 1889).
Wilder Wein, s. Ampelopsis.
Wildes Fleisch, s. Granulation.
Wildeshãusen, Amtsstadt im Großhzgt. Oldenburg,
in der Hunte, (1905) 2234 E. Amtsgericht, Taubstummen-Wildes
 Heer, s. Wilde Jagb. lanstalt.
Wildgraf, Titel eines alten deutschen Dynastenge⸗
hlechts, feit dem 18. Jahrh. im Besih des rheindrun
bauses (s. Rheingraß.
Bildhäute, im Handel die Ochsen- und Kuhhäute
überseeischer Herkunft, bes. aus Sudamerika.
Wildhorn, hödter Gipfel da Freiburger Alpen an
er Grenge der Fantone Vern und Wans, 3264 , mit
—A Aotehen Gletschern.
Wildrugdie Sabelantilope (s. Nuuenß
Wildleder die sammschgar dugcrichteteaFelle der
sHirsche, Rehe, Reuntiere, and Schafe und Ziegen; da es
m Viser seine Eigentuͤmlichteten nicht verliert, Wasch-Wildling,
 s. Veredlung. sleder genannt
Wildvpret. sĩ. Wildhret

Wildschaden, Schaden, der durch Wild am Walde
ind am Felde oder auch an Wiesen, Guͤrten, Obstbaͤumen
angerichtet wird. Der Jagdberechtigte ist zum Ersat des
Wʒ erpflichtet (Bürgerl. Gesetzb. F886).
Wildschur (richtiger Wiltschur, poln. wilezura), ein
Velz aus Wolfsfellen.
Wildschwein, s. Schweine.
Wildseuche, s. Rinderseuche.
Wildfpitze, höchster Gipfel der Veuter Gruppe in
den Otztaler Alpen in Tirol, 3774 m.
Wildstrubel, Alpengipfel östlich vom Wildhorn,
Wildtaube, s. Tauben. [3263 m.
Wild⸗ und Rheingrafen, s. Nheingraf.
Wildungen, Nieder W. Stadt und Bad in Waldeck,
an der Wilde, (1905) 3717 E.; Amtsgericht; Fifensaͤuer⸗
inge; gegenüber Stadt Alt-⸗W. (s. d.). Bol. Marc
4. Auft. 1808).
Wilfrid, Bischof von Vork (665), geb. 634 in Nort—
vumberland, war bestrebt, die alteugl. Kirche dem Papst
unterwerfen, 6382686 und 682 70s abgeseßt, gesi.
08 in Vork. — Bgl. Obser (1884).
Wilgefortis, Heilige, * Kümmernis.
Wilheim von Holkand, Deutscher König (1247
Bs), geb. 1227, 35 und Nachfolger (1284) des Grafen
Florentius IV. von Holland, 3. Olt 1247 von den rhein.
Fürsten als Gegenkoͤnig Friedrichs 11. erwählt, gewann
nach dessen Tode (1280) Anhang, nach Konrads IV. Tode
1254) fast allgemein anerkaͤnut; fiel 28. Jan. 1256 im
dampfe gegen die Friesen. — Biogr. von Hasse (Th. 1,
1885), Döhmann (1887).
Wilhelin J. Deutscher Kaiser und König von
Breußen, geb. 22. Mätz 1797, 2. Sohn Friedrich
Bilhelms IIi. und der Koͤnigin Luise, zog 1814 und
815 mit in Paris ein, erhielt bei der Thronbesteigung
(1840) seines Bruders Friedrich Wilhelm IV.“ als
oräsumtiver Thronfolger den Titel „Prinz von Preußen“
und ward Statthalter von Pommern und Geueral der
Infanterie. Als Reaktionär und Absolutist verdächtigt,
ebte er März bis Juni 1848 in London, bewältigte
als Oberbefehlshaber 1849 den Aufstand in der Pfalz
und, in Baden, ward darauf Militärgonverneur von
Rheinland und Westfalen in Koblenz, 1854 General—
oberst und Gouverneur von Mainz; während der Krank—
jeit des Königs seit 28. Olt. 1887 dessen Stellvertreter,
ibernahm er 7. Oklt. 1888 die Negentschaft und bestieg
2. Jan. 1861 den Thron. Er führte die Heeresorgante
ation als sein eigenstes Werk trotz Widerstrebens der
dammer durch und verfolgte, von Bismarck unterstüht,
ine entschiedene deutsche — Nachdem er in diesem
Sinne 1864 die schlesw.cholstein. Frage gelöst und den
sZentschen Krieg von 1866 glücklich beendet, ward er 1867
Zräsident des Norddeutschen Bundes, übetnahm 2. Aug.
870 im Deutsch-Franz. Kriege den Oberbefehl über die
jesamte deutsche Armee, ward 18. Jan. 1871 in Ver—
ailles zum erblichen deuischen Kaiser proklamiert. Atten—
ate von Hödel 11. Mai, Nobiling 2. Juni 1878. W.
tarb9. März 1888 in Berlin und wurde 16. Marz
m Mausoleum in Charlottenburg beigesetzt. W. war ver⸗
nählt seit 11. Juni 1829 mit un (s. d.) von S.⸗
Beimar. Kinder: Friedrich III. sein Rachfolger, und duise,
eb. 83. Dez. 1888, seit 1886 Gemahlin des Großherzogs
Friedrich von Baden. — Vgl. Adaimi (2 Bde. 2Auml.
1897 fg.), Hahn Wan pon Natzmer (4 Bde., 188789),
Oncken (1887), Sybel (7 Bde. 18880 — 94), Erdmannsdörffer
 (1807), Marcks (6. Aufi. 1905).
Wilhelm 11., Deutscher Kaiser und König von
Preußen, geb. 27. Jan. 1859 in Berlin, ältester Sohn
daiser Friedrichs II., besuchte 1874577 das Gymna—
ium in Cassel, studierte Herbst 1877 —79 in Bonn,
vard 1888 Oberst und Kommandeur des Gardehusaren-⸗
egiments, 1888 Generalmajor, folgte seinem Vater
15. Juni 1888 auf dem Throne, fuchte durch Reisen zu
den fremden Höfen die Bürgschaften für den europ.
Frieden zu erhoͤhen, verfolgte seit 1890 mit Eifer sozial⸗
polit. Pläne und wirkte lebhaft anf die Reform des hö⸗
hern Unterrichtswesens ein; das Heerwesen förderte er
durch —— des Offizierkorps ꝛc., das Marinewesen
bes. seit 1801 durch Vermehrung der Flotte. Seine
„Reden“ (bei Reclam). W. ist vermählt seit 27. Febr.