Wil

Wilhelm 11.. ver Gute, der letzte anerkannte nor—
mann König von Sizilien und Neapel (1166 -89)
tegierte gerecht und mild, gest. 16. Nov 1189.
—A
764), geb. 27. Sept. 1781 zu Lüben (Schlesien), Sohn
Frie drichs J. hefehligte 1812 gegen Rußland das württenib.
dontingent, 1814 das 7. und 1815 das 3. Armeekorps,
solgte seinem Vater 30. Okt. 1816 in der Regierung, gab
seinem Lande 1818 eine Verfafsung, gest. 28 Junt 1864
auf, Sgloß Rosenstein. — W.in. gebe 25. Febr. 1848,
Sohn des Prinzen Friedrich von Würsteinberg (geb. 18os—
gest. 1870) und, der Prinzessin Katharina, Tochter des
vorigen, vermählt in 2. ahe mit der Prinzessin Eharlotte
von Schaumburg-Lippe (geb. 10. Okt. 1864), folgte 6. Okt
1831 seinem Oheim Karl J.
Wilhelm, Herzog von Württemberg, geb. 20. Jul'
828 zu Karlsruhe (Schlesien), 7 des Herzogs Eugen,
ämpfte seit 1848 in der östetr. Armee, uünterwarf 1876
den westl. Teil von Bossnien, 1881 kommandierender General
von Galizien und der Bnkowinga, 1889 in Graz, gest. 6. Nov
1896 in Meran. — Vgl. Teuber (1898).
Wilhelm, Karl, Komponist der „Wacht am Rhein“,
geb. 5. Sept. 1815 in Schmalkalden, 18640-68 Direltor dei
Lie dertafel in Krefeld, gest. 26. Aug. 1873 in Schmalkalden.
Wilhelmdor, fruͤhere kurhess. Goldmünze (Fried⸗
richsdor); in Holland bis 1875 das Goldslück zu 10 Fl
(Gouden Willem) — 16,800 A.
Wilhelmina, Königin der Niederlande, geb. 31. Ang.
1880 im Haag, Tochter Wilhelms III., folgte diesem
23. Nov. 1890 unter Vormundschaft ihrer Mutter, der
stönigin Emma, 1888 selbständig, vermählt 7. Febr. 1901
mit Herzog Heinrich von Mecklenburg⸗Schwerin (1. Heinrich,
Prinz der Niederlande).
Wilhelmine, Markgräfin von Bayreuth, geb. 3. Juli
1709, Lieblingsschwester Friedrichs d. Gr., 20. Nov. 1731
vermählt mit, Markgraf Friedrich, gest. 14. Okt. 1758
chrieb Memoiren (deutsch, 10. Auufl, 2 Bde., 1899). —
Bgl. Fester (1902), Cuthell (engl., 2 Bde., 1905).
Wilhelmi, Aug., Violinvirtuos, geb. 21. Sept. 1846
mu Usingen, seit 18653 anf Konzertreisen, feit 1894 erster Prof
des Violinspiels an der Guildhall-Akademie in London
Wilhelmsbad, Gutsbezitk im preuß. Reg.-Bez
Tassel, (1900) 44 E., Eisenquellen.
Wilhelmsburg au der Elbe, Landgemeinde im
hreuß. Reg.⸗Bez. Lüneburg, auf einer Elbinsel, (1800
16640 (19053 22360) E.
Wilhelmsdorf. 1) W. in Württemberg, Dor!
im württemb. Donaukreis, (1905) 1025 E., 2 Taubstum—⸗
menaustalten, Knabeninstitut (Realschule), Töchterinstitut
Rettungsanstalt für Kinder. — 2) Arbeiterkolonie (s. d.).
Wilhelmshaven, Stadt und Reichskriegshafen (durch
starke Festungswerke geschützt), im preuß. Reg-Bez. Aurich,
am Jadebusen sKarte: Nordwestdeutschland J, 8,
bei Hannover], (1900) 22 682 (1905: 25957) E., Gar⸗
nison, Amtsgericht, Marinestation der Nordsee, See—
manusamt, Gymnasium; große Marineetablissements.
Wilhelmshof, Kolonialschule (s. d.) in Witzenhausen
Wilhelmshöhe, königl. Schloß, 4 xm westl. von
Cafsel lKarte;: Mitileres Westdeutschland J, 9, bei
Rheinprovinz), am Habichtswald, Iartger Park mit
berühmten Wasserkünsten, dem Riesenschloß (Oktogon) mit
30 mn hoher Spitzsäule, darauf ein 10 m hoher kupferner Her⸗
kules, der Löwenburg (künstliche Ruine mit Sammlungen);
früher Sommerresidenz der Kurfürsten von Hessen, b. Sept.
1870 bis 19. März 1871 Aufenthaltsort Napoleons II.
Wilhelmsorden. 1) Niederländ. Orden (Wiilitar⸗W.)
18185 gestiftet; 2) preuß. Orden, 18. Jan. 1806 gestiftet in
nur einer Klasse für Männer uͤnd Frauen bes. fuüͤr Ver—
dienste auf sozialpolit. Gebiete, kommt im Range un—
nittelbar hinter dem Schwarzen Adlerorden. Tafel
Orden.]
Wilhyelms⸗Spende, s. Kaiser⸗Wilhelms⸗Spende.
Wilhelmstadt, s. Willemsslad.
Wilhelmstal, früher Westufambara, Bezirksssamt
im nordöstl. DeutscheOstafrika gebirgig; der eeerrn
ort W. Regierungsstation (1838 gegründet), als inge⸗
borenendorf früher Rusotto genanut 200 E.
Silhelmsthat. 1) Echloß im preuß. Reg.-Bez
Cassel. 1733—70 erbaut, mit schönem Part dabei guni

386

1762 Sieg Ferdinands von Braunschweig über die Frau—
vwsen. — 2) Lustschloß des Großherzogs von Sachsen,
bei Eisenach, 1699 17189 erbaut.
Wilibald, Heiliger, geb. um 700 in England, Bene—
diktiner, Missionsgehilfe des Bonifatius, 1. Bischof und
Bründer des Klosters zu Eichstätt, verbreitete mit seinen
Beschwistern Walpurga (s. d.) und Wunnibald das
Lhristentum in Süddeutschland, gest. 7. Juli 781ff. Bei—
age; Heil ige ꝛc.J.
Wilibald Aleris, s. Häring, Wilh.
Wilibaldsburg, Feste bei Cichstätt.
Wilija, r. Nebeufluß des Niemen, 571 xm lg., schiffbar.
Wiljui, r. Nebenfluß der Lena in Sibirien, 2112 43014.
Wilkau, Industriedorf in der sächf. Kreish. Zwickan,
an dex Zwickauer Mulde, (1805) 8258 E.
Wilken, Friedr., Geschichtschreiber, geb, 28. Mai 1777
u Rasbzeburg, seit 1807 Prof. und Oberbibliothekar in
Berlin, gest, 24. Dez. 1840; Hauptwerk: e der
—— 7 Bde. 1807 82). — Bgl. Stoll (1896).
Wilkes (spr. wilts), John, Puͤblizist, geb. 17. Olt. 1727
zu London, gest. 6. Dez. 1797 als Kämmerer der Stadt Lon⸗
»on, bekannt durch seine Angriffe auf die Regierung; von
einigen für den Verfasser der Inniusbriefe (s. d) gehalten.
Wilkesbarre (spr. wilks), Ort im nordamerit.
Staate Pennsylvanien, am Susquehanna, (1800 51721
S.; Anthrazitgruben.
Wilkeslaud, von dem amerik. Admiral Ch. Wilkes
ntdeckter Teil der Südpolarländer, sfüdl. von Australien.
Wilkie (spr. Sir David, engl. Genremaler, geb.
18. Nov. 1785 zu Cults in Schoöttland, Hofmalergest.
1. Juni 1841 auf einem Schiffe bei Gibraltar; Haupt⸗
bilder: Dorffest, Blindekuhspiel. — Biogr. von Cunning-⸗
ham (3 Bde. 1848), Pennington (1900), Bayne (1808).
Wilkinafaga, . v. w. Thidrekssaga
Wilkomir, Kreisstadt im russ. Gouv. Kowno, an
———
A
Willamette (spr. mett), Fluß im nordamerik. Staate
Dregon, eutspringt auf, dem Kaskadengebirge, mündet
iach 480 Kmel. in den Columbia.
Wille, Joh. Georg, Kupferstecher, geb. 5. Nop. 1718
zu Königsberg bei Gießen, lebte seit 1736 in Paris, gest.
das. 7. April 1808; Stiche bes. nach Rigaud und holland.
Malern des 17. Jahrh.
Willebroed (spr. bruk), Gemeinde in der belg. Prov.
UVntwerpen, (1904) 10 691 E.
Willebrord, Apostel der Friesen, s. Willibrord.
Willegis, Erzbischof von Mainz, s. Willigis.
Willehalm, Epos von Wolfram s. d.) von Eschenbach.
Willemer, Marianne von, geborene Fung, geb. 20. Nov.
784 in Linz, kam als eeeeee nach Frankfurt a. M.,
ward von dem dortigen Bankier Joh. Jak. von W. adopiert,
 27. Sept. 1814 geehelicht, gest. 6. Dez. 1860; von
Voethe, der sie Aug. 1814 kennen lernte, im „Westöstl.
Divan“ als „Suleika“ gefeiert. „Briefwechsel zwischen
oehe und Marianne von W.“, hg. von Creizenach
2. Aufl. 1878). — Bgl. Schröer (1889).
Willems, Jan Frans, fläm. Philolog, Geschichts-—
sorscher und Dichter, geb. 11. März 1798 zu Bouchout
bei Antwerpen, gest. 24. Juni 1846 zu Gent, ein Hauͤptführer
 der national-fläm. Bewegung.
Willemsoord, Marineetablissement bei dem nieder⸗
änd. Hafen Helder, mit Dock und Seekadettenschule.
Willemsstad (Wilhelmstadt), Festung in der nieder—
I ew Nordbrabant, am Hollandsch Diep, (18009)
—2133 E.
Willemstad, gingige Stadt der niederländ.-westind.
Insel, Curacao, 150006 E., befestigt.
Willenberg (früher Wildenberg), Stadt im preuß.
Reg.-Bez. Allenstein, am Omulef und Sawitzfluß, (1905)
2882 E., Amtsgericht.
Willenhall (spr. hahl), Stadt in der engl. Grafsch.
Stafford, nordwestl. von Birmingham, (10019 188136.
Willenlosigkeit, s. Abulie.
Willesden sp. willsden), Stadt in der engl. Grafsch.
Middleser, nordwestl. Vorort von London, (1901) 1118116.
Williamson (spr. willtämms'n), Alexander, engl.
Themiker, geb. 1. Mai 1824 in Wandsworth bei London,
1848 -87 Prof. am University College in London, gest.