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Wimpern, Zilien, die Haare an den Augenlidern; dan
die Organe der Flimmerbewegung (1. d.). I(s. d.)
Wimperzellen, die Organe der Flimmerbewegung
Wimpfen am Berg, Stadt in der hess. Prov. Star—
enburg, Erklave in Württemberg, am Neckar, (1905) 3138
S.Anitsgericht, Realschule. W. war bis 1802 Racha
stadt; hier 6. Mai 1622 Sieg Tillys über Georg Friedrich,
Martgraf von Baden-Durlach. Vgl. Frohnhäußer (Ge⸗
ichichte, 1870), Lorent (1870).
Wimpffen, Emanuel, Freiherr von, franz. General,
Jeh. 13. Sept. 1811 zu Laon, zeichnete sich im Krimkriege
und I859 in Italien aus, hatte dann bis 1870 ein Kon
mando in Algier, übernahm bei Sedan nach der Verwun—
dung Mac Mahons 1. Sept, 1870 den Oberbefehl, unter⸗
zeichnete 2. Sept. die Kapitulation, seit 1871 im Ruhestand,
gest. 26. Febr. 1884 in Paris, schrieb: „Sedan“ (1871),
„ILs Pataullo de Sedan“ (1887, deutsqh 1889) u. a.
Wimpheling, Jakob, Humanift, geb. 27. Zuii 1450
zu Shcllettstadt, 1484 Domprediger in Speyer, 1498 Prof
der Poesie in Heidelberg, lebte seit 15000 in Straßburg,
eit 1515 in Schlettstadt, gest. das. 17. Rov. 1528.
Bgl. Knepper (1902).
Wimpina, eigeuntlich Konrad Koch, kath. Theolog,
Gegner Luthers, geb. um 1460 zu Buchheim bei Wimpfen,
Prof, in Leipzig, seit 1505 in Frautfurt a. D, dest.
17. Mai 1531 im Kloster Amorbach; Mitverfasser der kath.
Gegenschrift (Contutatto) gegen die Augsburgische Kon—
sesston (1530).
Winchester (spr. winntschestr), Stadt in der engl.
Frafsch. Hampshire, am Itchin, (1901) 20819 E., alter
Bischofssiß (seit 632), berüͤhmte Kathedrale; W. College
(seit 1387); einst Residenz der angelsächs. Könige.
Winckel, Franz von, Frauenarzt, geb. 8. Juůni 1837
zu Berleburg (Westfalen), 1864 Prof. in Rostiock, 1872
Direltor des Eutbindungsinstituts in Dresden, 1883 Prof
in München; schrieh: „Lehrbuch der Frauenkrankheiten“
(2. Aufl. 1802), „Lehrbuch der Geburtshilfe“ (2. Aufl.
1893), Herausgeber von Ammons „Die ersten Mutter—
vflichten“ (39. Äufl. 1905).
Winckell, George Franz Dietr. aus dem, Forst- und
Jagdschriftsteller, geb, 2. Febr. 1762 auf Prioran bdei Bitter—
feld, bis 1802 im anhalt. Forstdienst, 1818 32 Verwalter
der Forsten des Freiherrn von Thüngen in Franken, gest.
31. Mai 1839 in Schlerau bei Dessan; Hauptwerk: Hand
buch für Jäger“ (5. Aufl., von Tschudi, Bde. 1878).
Winckelmann, Johann Joachim, Begründer der
wissenschaftlichen Archäplogie und der Geschichte der alten
Kunst, geb. 9. Dez. 1717 zu Stendal, 174854 Bibliothekar
 des Grafen Bünau in Nöthnitz bei Dresden, seit
17358 in Rom, wo er zur röm. Kirche übertrat und 1768
Oberaufseher aller Altertümer in und um Rom wurde;
er fiel auf der Rückreise aus Wien 8. Inni 1768 zu Triest
einem Raubmord zum Opfer. Sein Hauptwert ist die
„Geschichte der Kunst des Altertums“ (2 Bde. 1764
neue Ausg. mit Biogr. von Jul. Lessing, 1870). —
Biogr. von Justi (2. Aufl., 3 Bde., 1808).
Winckler, Hugo, Orientalist, geb. 4. Inli 1863 in
Gräfenhainichen, 1804 Prof. in Berlin; schrieb bes. „Ge—
schichte Babyloniens und Assyriens“ (1882), „Geschichte
Israels“ (2 Bde. 1898 — 1800), „Altorient. Forschungen“
(1883 fg.), „Westasien“ (in Helmolts „Weltgeschichte“,
1900), „Die Gesetze Hammurabis“ (1904) n. a.
Wind, horizontale Bewegung der Luft, nach der
Begend, aus welcher er weht, und nach besondern Um—
ständen verschieden benannt. Uber seine Beziehung zum
vuftdruck s. Barisches Windgesetz und Luftwirbel snebst
Abb. 1000)1. Die Windstärke wird entweder nach kon⸗—
ventionellen Stufen geschähzt (Windstalen) oder durch
die Geschwindigkeit oder den Druck des W. gemessen. Der
belgnnteste Windstarkemesfer ist Rtobinfuns Schelenkren
Anemograph). Der Vruck des W. beträgt für cünen
W. von 1 pro Sekunde etwa O,s kg pro Quadratmeter
und zuimmt gemäß dem Quadrat der Geschwindigkeit zu.
Win dau (Cuss. Windawa), reis⸗ und Hafenstadt du
tuss. Gouv. Kurland, an der Mündung des Flusses W.
Wente) in die Ostsee, 7132 E.
Windblunte, s. Memons.
Win dbůchse, Luftgewehr, Luftpistole, Gewehr, dessen
treibende Kraft zusammengeprteßte Luft ist diein 33

abschraubbaren Kolben eingepumpt wird. (S. Bolzen⸗
hüchse nebst Abb. 212.)
Winddorn (Spina ventosa oder nodosa), chrouische
krofulöse Entzündung der Knochen der Finger und
Zehen, erscheinen erst aufgetrieben, schrumpfen aber dann
nfolge Zerstörung des Knochengewebes. Beim Rind
st W. die durch Strahlenpilze (4. Aktinomykose) hervor—
jerufene Knochenauftreibung am Kiefer.
Winde, Pflanzengattg. s. Convolvulus.
Winde, Hebeapparat, s. Winden.
Windecken, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Cassel, in der
Retterau, an der Nidder, (1905) 1087 6, Amtsgericht.
Windei, s. Mole (mediz).
Windelband, Wilh., Philosoph, geb. 11. Mai 1848
u Potsdam, 1876 Prof. in Zürich, 1877 in Freiburg
. Br. 1882 in Straßburg, 1808 in Heidelberg; schrieb?
„Geschichte der neuern Philosophie“ 73. Aufli“'2 Bde.,
904) Präludien, Reden und Aufsaühe zur Einleitung
n die Philosophie“ (2. Aufl. 1803), Geschichte der Phi⸗
osophie“ (3. Aufl. 1903), Platon“
7. Aufl. 1905), „Uber Wiilensfrei⸗
jeit“ (2. Aufl. 1905) n. a.
Winden, Hebeapparate zum Heben
yon Lasten in vertikaler Richtung.
Die direkt wirkenden W. (Zahn.
tangen⸗. Daumkraft⸗, Schrauben-⸗,
yydraulische W., sog. Fuß⸗W.) heben
Irößere Lasten (z. B. Wagen bei Aus—
vechssung von Rädern) auf geringe
döhen [Abb. 1969: Wagen-⸗W. oder
Haumkraft; Aad Hebedaumen an Zahn—
ttange z, die durch Kurbel Rgehoben
wird; Schnecke s wirkt selbstsperrend
auch wenn Sperrklinke i bricht)]; bei
den indirekt wirkenden W. hängt die *uumikraft.
Last an einem Seil (Kette), das auf eine Trommel aufge⸗
wickelt wird. Bei der Erd-W. und dem Kreuzhaspel greifen
die Arbeiter an den direkt auf der Trommelwele sihenden
Hebeln (Kurbeln, Druckbäumen) an (f. Haspel), bei den W.
für große Lasten sind zwischen die Kurbeln und die Tromnelwelle
 noch Ubersetzungen (Zahnrad- oder Schneckenrad
Vorgelege) eingeschaltet. Bei Dampf-W. greifen die Pleuel
ttangen kleiner Dampfmaschinen an den Kurbeln zum
Drehen der Trommelwelle an.
Winden, Volksstamm, s. Slowenen.
Windenharz, s. Skammonium.
Windenschwärmer, s. Windig.
Winderhitzer, s. Eisenerzeugung.
Windermere (spr.mihr), See in den engl. Grafsch.
rancaster und Westmoreland, 17,86 xmeIlg., Ls xm br.,
jis 73 mm tief; Abfluß der Leven.
Windfrifchen, s. Eisenerzeugung.
Windgalle, s. Gallen (metedrolog.).
Windgeschwulst, Luftgeschwulst Emphysem.
Sindgesetz, s. Barisches Windgesetz.
Windhalmi, Grasergattg. s. KAeroctis Abb. 36)].
Windharfe, s. Kolsharfe [Abb 88).
Windharmonika, Harmonika mnt Tastatur und
Blasebalg, von Reich in Fürth erfnuden.
Windhjagebirge (Vindhha). Gebirge in Vorder—
ndien von der Mündung des Ganges bis zur Halbinsel
gudschrat, bis 1888 m hoch.
Windhose, s. v. w. Wettersäule (s. d.).
Windhuk (Windhoet, spr. hnt), Hauptstadt von
Deutsch- Südwestafrika Karte: Deutst“
dolonien J, 51, in das eigent
iche W. oder Groß⸗W. und
dlein⸗W. zerfallend; ersteres
Sitz des kaiserl. Gouperneurs,
Festung; letzteres Ansiedler⸗
'olonie; fünf heiße Quellen
40 -50 0.); Groß-⸗W. End⸗
tation der Eisenbahn Swa—
opuund-W.
Windhund, Ai ge⸗
aute Hunderasse, meist Luxus-, seltener Jagdhund; glatt⸗
)aarig (Greyhound); langhaarig (russ. W. oder Barsöi
Abb. 1870)), Haar lang, seidenartig, gewellt, hier und da
'ast gelockt; rauhhaarig C(fchott. Hirich oder Zeetrhouns