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Winkelspiegel, ein Spiegelinstrument zum Abstecken
gergder Linien oder zum Festlegen von rechten Winkeln.
Winkler, Karl Gottfr. Theod., Schriftsteller unter
dem Pseudonym Theodor Hell, geb. d debr. 1778 zu
Waldenburg in Sachsen, geft. 24. Sept. 1856 als Vize⸗
direttor des Hoftheaters zu Dresden, Herausgeber der
„Abendzeitung“ (1807 -43).
Winkler, Klemens Alexander, Hüttenchemiker, geb.
26. Dez. 1838 zu Freiberg, 1878 10808 Prof. an der Berg⸗
ztademie das., gest. 8. Ott. 1804 in Dresden, ecfend
Verfahren zur Fabrikation rauchender und wasserfreier
Schwefelsäure Kontaktverfahren), entdeckte 1886 das
Germanium; schrieb: „Anleitung zur chem. Unkersuchung
——— 1876-77)., Maßaunalyse nach neuem
titrimetrischem System“ (2. Aufl. 1898), „Lehrbuch der
rechnischen Gasanalyse“ (2. Aufl. 1892).
Winkler Hafensprung, Wein, sWinkel.
Winland, f. Vinland.
Winnebagosee, größter See im nordamerik. Staate
Wisconsin, 18 m ig, bis 16 xm br., fließt durch den
Fox River zum Michiganfee ab.
Winnenden, Siadt im wuürttemb. Neckarkreis, Ober—
amt Waiblingen, (1905) 3924 E., Latein- Realschule,
Erziehungsanstalt für Taubstumme; dabei Irrenheilanstalt
Schloß Winnenthal.
Winnipeg, Hauptstadt der kanad. Prov. Manitoba,
an der Muͤndung des Assiniboiue in den Red River vi
che North, (1001) 428340 6.
Winnipegsee, See in Brit.⸗-Nordamerika, 22 000 qkm,
215 mm ü. d. Ma, nicht über 20 m tief, Zuflüsse im SS.
der Winnipeg, im S. der Red River of the North, im W.
der Dauphin River aus dem Manitobafee und der Sas—
katchewan; Abfluß der Nelsonfluß zur Hudsonbai. [Karte:
Nordamerika 1.) [Bug, 34060 E.
Winmiza, Kreisstadt im russ. Gouv, Pobolien, am
Winnweiler, Dorf im bayr. RegBez. Ffalz, an
der Alsenz, (1906) 1688 E., Amtsgericht, Lateinschule
Winoria, Orkt im nordamerik.“ Staate Minnelota—
am Mississippi, (1900) 18 714 E.
Winsbeke, altdeutsches Lehrgedicht des 18. Jahrh.,
in dem ein weiser Mann seinen Sohn über höfische Zucht
und Sitte belehrt; ein weibliches Seitenstück dazu ist die
Winsbekin; beide hg. von Leißmann (1888)
Winschoten (spr. winsch⸗) Stadt in der niederlünd
Prov. Groningen, (1880) b668 E.
Win selaffe, s. Rollschwanzaffe.
Winsen, Kreisstadt im preuß. Reg.⸗Bez. Lüneburg,
an ex Luhe, (1905) 4412 E, Amtsgericht.
Winsford, Sladt in der engl. Grafsch. Cheshire
am Weaver, (1901) 10 382 E.
Winslowsches Loch (anatom.), s. Netz.
Winston, Ort im nordamerik. Staute Rordkarolina
— 10 008, mit Salem 13650 E.
Winter, die rauhere Jahreszeit, in der nördl, ge—
mäßigten Zone die Monate Dezember, Januar und ge—
bruar; astronomisch auf der nöordl. Halbkugel die Zeit
pom Wintersolstitium (21. oder 22. Dez.) bis zur Früh⸗
lingsnachtgleiche (um den 21. März), auf der füdl. Halb—
ugel die Zeit, wo die nördl ihren Sonmer hat. sTafel
Astronomie I. 2 u. 4.]
Winter, Ludw. Georg, bad. Staatsmann, geb. 18. Jan
1778 zu Prechthal, seit 1830 Minister des Innern, führte
wichtige Reformen, bes. des Gemeindewesens durch, gest.
27. Marz 1839.
Winter, Peter von, Komponist, geb. 1755 zu Mann—
eim, gest. 17. Okt. 1826 als Hofkapellmeister in München;
Oper: Das unterbrochene Opferfest“ (1796).
—— Pflanzengattg., s. Drimys.
—AV— Sächs. Schweiz;
der Große W., eine Basaltkuppe, r. von der Elbe, 331 m,
der Kleine W., 495 m hoch lKarte: Brandenburg öjf.
Winterberg, Staͤdtin preuß. Reg.⸗Bez. Aruͤsberg,
m Sauerlaude (1808) 1389 E.
— Wintgrberier Alerander, Pianist und Komponist,
14. g. 1834 in i i ipzig; i
—* Ahe Weimar, lebt in Leipzig; schrieb
nterer, Landelin, elsäss. Politiker, geb. 28. Febr.
1832 zu Ober-Sulzbach, Stadtpfarrer und Kanonikus
in Mülhausen i. E. 1874 T0os Mialied des Neichstagkẽ

Protestler); schrieb: „De danger social“ (deutsch 1886),
„I ßSocialismo internationale“ (deutsch 1891) u. a.
Winterfeld, Adolf von, humoriftischer Romanschrift⸗
teller und Lustspieldichter, geb. 9. Dez. 1824 zu Alt⸗
uppin, 1844-53 preuß. Offzier, gest. 8. Rop. 1889 in
Berlin; schrieb bes. „Garnisongeschichten“ (18806) u. a.
Winterfeldt, Hans Karl von, preuß. General, geb.
b. April 1707 zu Vanselow (Vorpommern), Frenud uͤnd
Liebling Friedrichs d. Gr., einer der Helden des Sieben—
ähr. Krieges, bei Moys unweit Görlitz tödlich verwun—
det, gest. 8. Sept. 1757. — Bgl. Varnhagen von Ense
1836), Mollwo (1808).
Wintergrüůn, Jmmergrün und Pirola (Abb. 13898).
Wintergrünsl, Gauttheriabl, bef. in Amerila durch
Dampfdestiljation von Gaultheria procumvens T. (sj.
daultheria) gewonnenes ätherisches Sl, zum Parfümieren
amerik. sog, Patentmedizinen benutzt.
Winterhalter, Franz, Porträtmaler, geb. 20. April
806 zu Menzenschwand bei St. Blasien, bis 1871 in
baris, gest. 8. Juli 1873 zu Fraukfurt a. M.; der ge—
uchteste Fürstenmaler seiner Zeit.
Winterkohl, s. Blattkohl.
Winterkanig, s. Friedrich V. (von der Pfalp).
Sinterlauch, der Jatobslauch (f. d.).
Sinterling, Pflanzengattg. s. Lrautnis. smer).
Winterling, Grauammer uͤnd Schneeammer (. Am⸗
Winternitz, Wilh. Mediziner, geb. 1. März 1835 in
Josephstadt, 1881 —1806 Prof in Wien, Hauptbegründer
»er modernen Wasserheilkunde; schrieb: „Hydrotherapie“
—
Winterpunkt, Winterfolstitium, s. Sonnenwenden.
Winterschlaf, die mehrmonatige Lethargie, in die
nanche Tiere im Winter verfallen, wobel die Atmung
ast., ganz unterbrochen und in gleicher Weise der Kreis
auf des Blutes und die Verdaͤuung gehemmt ist.
Wintersolstitium, Wintersonnenwende, s. Sonnen—
venden und Tafel: Astronomie J. 4.
Winterstetten, Ulrich von, s. Ulrich von Winterstetten.
Winterswijt spr. weit), Marktflecken in der never—
änd. Prov. Geldern, (1800) 10 915 E.
Winterthur, Stadt im schweiz. Kanton Zürich, au der
knlach, Bahnknotenpunkt, (1900) 22335 En bedentende
Baumwollindustrie, Seidenweberei, Maschinenfabrika—
Winterzeichen, s. Tierkreis. stion ꝛc.
Winterzwiebel, s. Jakobslauch.
Sinther, Christian, dan. Dichter, geb. 29. Juli 1796
u Fensmark (Seeland), gest. 30. Dez. 1876 zu Paris,
bes. Lyriker („Digte, gamle og nye“, 8. Aufl. 1882;
— Sagn“, 2. Aufl.
858 3.), bedeutend das roniantische Epos „Hiortens
Flugt“ „Des Hirsches Flucht“, deutsich 1883). Biogr.
⸗»on Bogh, (dän 1864 fg.).
Wintrichscher Hamimer, s. Perkussion.
Wintziugerode, Ferd. Freiherr von, russ. General
»er Kavallerie, geb. 15. Febr. 1770 in Allendorf a. d.
Werra, in heff. ünd österr., feit 1797 in russ. Diensten,
1802 Generaladjutant Alexanders I., 1805 in Berlin
ind Wien diplomatisch tätig, kümpfte bei Aspern, Groß⸗
görschen und Leipzig, 1831314 Kommandeur “dineß Korps
in der Nordarmee, gest. 17. Juni 1818 zu Wiesbaden.
Vgl. Freiherr von W. on
Dintzin gero de, Georg Erust Lewin, Reichsgraf von,
oürttemb. Staatsmann, geb. 27. Rop. 1752 zu Walsrode
Hannover), 1801 würltemb. Minister des Auswärtigen,
806-16 erster Minister, gest. 24. Okt. 1834 in Stutt
art. — Sein Sohn Levin, Graf von W., geb. 16. Okt.
778, ebenfalls württemb. Staatsminister, gest. 15. Sept.
1856. — Dessen Sohn Wilko, Graf von W.⸗Bodeustein,
Jeb. 42. Juli 13838 in Göttingen, seit 1876 Landeoratee
der Prov. Sachsen, 1886 1804 Vorsitzender des „Evang.
Bundes“; schrieb eine Biogr. seines Vaters (1866) u. a.
Winzenheim, Stadtim Bez. Oberelsaß, am Ein⸗
zang des Münstertals, (1905) 3704 E. Baumwoll⸗
Winzer, s. v. w. Weindauer [spinnereien.
Winzig, Stadt im preuß. Reg.⸗Bez. Breslau,
1805) 1814 E., Amtsgericht, Präparandenaunstalt.
Wipper, im Muͤnzwefen, s Kipper und Wipper.
Wipper. 1) L. Rebenfluß der Eaale, entspringt im
Unterharz, mündet nach 70 m oberhalb Beruburg. —