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hauerschule in Düsseldorf, gest. das. 20. Febr. 1893; Hagar
and Ssmael (Berlin), RFeliefs u. a.
Wittingau, Bezirksftadt in Boöhmen, umgeben von
roßen Teichen, (1900) 3467 E. furfii. Schwarzenbergsche
Zerrschaft. [(Iooo) 21266.
Wittingen, Stadt im preuß. Reg.⸗Bez. Lüneburg,
Wittinnen, der Flußschiffahrt dienende Fahrzeuge.
Wittlage, Dorf und Kreisort im preuß. Reg.⸗Bez.
Isnabrück, an der Hunte, (1905) 303 E., Amtsgericht.
Wittlich, Kreisstadt im preuß. Reg.⸗Bez. Trier,
1823) AεαεE., Amtsgericht, kath. Lehrerseminar.
Wittmund, Flecken und Kreisort im preuß. Reg.⸗
Bez. Aurich, (18005) 2116 E. Amtsgericht.
Wittnebensches Si s. v. w. Kajepuͤtöl.
Wittow, Halbinsel auf Rügen.
Wittstock, Siadt im preuß. Reg.-Bez. Potsdam,
an der Dosse, (1905) 73756 6. Amtsgericht, Gymnasium,
andw. Spuse hier 4. Okt. 1636 Sieg der Schweden
Bankr) über die Kaiserlichen und Saqhssen (Hatzfeld).
Wittum, der der Witwe aus dem Vermoͤgen des
Mannes zusiehende Teil, insbes. der den adligen Witwen
aus den Gütern des Mannes, den fürstl. Witwen vom
dande bis zu ihrer etwaigen Wiederverheiratung zu ge—
vährende standesgemäße ünterhalt.
Witu, Küstenlandfchaft in Blit. Ostafrika, 12000 4km,
000 E. Suaheli); 1885 durch die Gebrüder Denhardt
ür Deutschland erworben, 1890 an England für Helgo⸗
and abgetreten.
Witwatersrandgebirge, auch kurz Rand, Hügel⸗
zug im südl. Teil der brit. Transvaalkolonie, 1800 1 hoch
mit den ertragreichsten Goldfeldern der Welt.
Witwe, Ehefrau nach dem Tode des Ghemannes,
behält in der Regel Namen, Rang, Gerichtssand und
Heimatsrecht (Understützungswohnfiß) ihres verstorbenen
Mannes bis zu ihrer Wiedexverheiratung, die ihr nach dem
Deutschen Bürgerl. Gefetb. F1313 nach Ablauf des
10. Monats seit Beendigung der fruͤhern Ehe gestattet ist.
Die bis zu diesem Zeitpunkt nach des Maunes Tode ge⸗
borenen Kinder (Fostuumn) gelten für ebeliche. Bas
Erbrecht der W. ist in g8 1031 16. ge⸗
ordnet. (S. auch Wittum und Leibge⸗
dinge.)
Witwenblume, s. Seabiosa.
Witwenjahr, s. v. w. Gnadenjahr
i. Gnadenzeit).
Witwenverbrennung, s. Sau.
Witwenvogel, Widafint (Viada),
Afrika bewohnende Gattg. der Weber⸗ 5
ꝛögel, im männlichen Geschlecht in der —88
Fortpflan zungszeit mit 4 sehr verlünger⸗ ⸗
en Mittelschwanzfedern. Bekannteste, vielfach in Gefangen⸗
chaft gehaltene Art die Paradieswitwe (Paradieswida, V.
— D—
ienbanse Kreisstadt im preuß. Reg.sBez. Cassel,
in der Werra, (1906) 3788 E., Amtsgericht. Kolomalschule
Wilhelmshof.
Wileben, Karl Aug. Friedr. von, Romanschreiber
inter dem Namen A. von Tromlitz geb. 27. März 1773
zuf Tromlitz bei Weimar, bis 1815 Offizier, gest. 5. Juni
1839 zu Dresden. —Sein Sohn Aug. von W. Militärschrift⸗
steller, geb. 27. Dez. 1808 zu Düsseldorf, bis 18608 preuß.
eneralleutnant, seit 1838 Redatteur des „Militär⸗
wochenblattes“ in Berlin, gest. 7. Mai 1880; schrieb
„Heerwesen und Infanteriedienst“ 415. Aufl. 1879);
„Prinz Josias von Coburg⸗Saalfeld“ (3 Bde., 1859) u. a.
Wizelin, Heiliger, sVicelinus.
Wiasma, Kreisstadt im russ. Gouv. Smolensk, am
xilusse W. (zum Dnjepr), 18 988 E.; 22. Okt. 1812 Sieg
)er Russen über die Franzosen.
Wiatka, c. Rebenfiuß der Kama im russ. Gouv. W.,
143 m lg., Dampfschiffahrt bis Slobodstof.
Wiatka, Gouverlesnent im ditl Europ. Rußland, im
Rebiete der Kama und W., 153658 qkm, 3080831 6.
.Die Hauptstadt Wi an der W Bischofssit, 20 782 E.,
FIlußhasen Dampfer nach Kasan).
Wieliun, poln. Wielun, Kreisstadt im russ.spoln.
Voup, Kalisch, an der Oledniza, 3816.
Wiernnyj Hauptstadt des Gebletes Semirjetschensk,
40 m ü. d. M. am Fußhe des Transilischen Alatau und

der Almatinka, 24798 E.; als Festung (Wiernoje) 1854
an Stelle des ktirgis. Dorfes Almaty gegründet.
Wietsche (russ), die altruss. Volksversammlung, die
zie Fuͤrsten berief, die Steuern bewilligte, über Krieg und
Frieden entschied, erhielt sich in Nowgorod und Pskow
dis Anfang des 16. Sahrh.
Wkra, auch Dzialdowka, r. Nebenfluß des Westl. Bug,
entspringt als Soldau im preuß, Kr. Neidenburg, mündei
nach 220 km in Russ.⸗Polen vberhalb Nowogeorgijewsk.
w. E. — westl. Lunge.
Wlachen (entsprechend dem deutschen Welsch), slaw.
Bezeichnung der roman. Völker; bei“ den Serben vud
droaten im Mittelalter die Hirten gegenüber den Acker⸗
zauern, jetzt Christen der griech.szkath. Kirche.
Wladika (Wiadyta, siaw), Herr, bei den Bulgaren
ind Serben der Bischof; Titel der in Montenegro bis
1852 regierenden Metropoliten.
Wladikawkas (, Beherrscherin des Kaukasus“),
sauptstadt und ehemal. Festung des russ.⸗kaukas. Tere⸗
gehietes, 703 muü. d. Mi, am Terek, 48 924 E.
Wladimir, Gouvernenent im mittlern en des Europ.
Rußlands, im Gebiete der Ota mit Kliasma, 48 8837 qkm,
515691 E. — 2) W., auch W, an der Kliasma, früher
B. Saljesstij genannt, J. an der Kljasma, 32029 E.,
Sitz eines Erzbischofs, alter Kreml, das „Goldene Tor“
alter Triumphbogen); 1157 1328 Haupistadt und dann
ioch his 1485 Krönungsstadt der russ. Großfürsten. —
) W., auch W. Wolynfrij Kreisstadt im rusf. Gouv.
Wolhynien, an der Luga (zum Westl. Bug), 9907 E.
Wladimir, russ. Großfürsen. 1. (80 —
1015) wurde Herr des ganzen Russ. Reichs, 988 getauft
„der Heilige“) und Begruͤnder der griech.zkath. Kirche
n Rußland, teilte 1015 das Ine unter seine Söhne
Teilfürsten). Im russ. Vollsepos bildet W. den Miltel
zunkt der Kiewer Tafelrunde — W. DII.. Monontach,
Broßfürst von Hiew (1113265), zwang die Teilfürsten
inter die Macht Kiews, schrieb „Belehrung über die
Figenschaften eines guten Fuͤrsten“
Wiladimir Alerandrowitsch, Großfürst von Nuß⸗
and, 3. Sohn Kaiser Alexanders II. geb. 22. April 1847,
ommandierie im Ruff.⸗tuͤrt. Hriege das 12. Armeckorps,
1886 1905 Kommandeur des Militärbez. Petersburg, ver⸗
nählt 1874 mit Maria Pawlowna, geborene Prinzessin
Maria von Medlenburg-⸗Schwerin; 8 Söhne und 1 Tochter.
Wladimirbai, genauer Wladimir⸗des⸗Heiligen⸗Bai,
Busen des Japan. Meers im russ.ssibir. Küstengebiete.
Wiladimirorden, Santt, rufj. Verdienstorden, 1782
von Katharina II. geftiftet, 1801 erneuert.
Wladislaw (lat. Ladislaus), König von Böhmen
1471 1516) und (seit 1490) von Vasen geb. 1456,
Sohn des Königs Kasimir IV. von Po en, mußte 1478
Mähren, Schlessen und die Lausitz an Matthias Cor—
»inus von Ungarn abtreten, wurde 1490 —** Nach⸗
olger, gest. 13. März 1516.
Wladislaw (lat. Ladislaus) von Anjou, König
von Neapel (1386—1414), Sohn Karls JiI. von Dus
azzo, gr 1376, drang erst 1899 gegen seinen Neben—
uhler Ludwig II. von Anjou durch, spater siegreich gegen
ꝛerschiedene Angreifer, gest. 6. Aug. 1414.
Wladislaw (lat. Ladislaus),'s Herzöge und 4 Kö—
lige von Polen. — W.n. (1081— Aos), vermaählt mit
Jutta, Schwester Kaiser Heinrichs IY., bekriegte 1001
32 die Pommern, teilte 1007 das Reich zwischen seinem
anehelichen Sohn Zbignjew (Großpolen und Masuren)
ind seinem ehelichen Sohn Boleflaw (Kleinpolen), gest.
402 zu Plock. — W. U., des vorigen Enkel, erhielt
139 Krakau und Schlesien; 1146 von seinen Brüdern
»ertrieben, gest. 1166 in Deutschland. — W. In. Sohn
Mscislaws AII., Herzog von Großpolen, von seinem Ref⸗
sen, W. Odonicz, vertrieben, gest. 1231 in Schlesien. —
W. J. Lolietel, als Herzog W. 1V., 1819 König von
Polen, gest. 1833 zu Krakcu. W. II. Jagello, s. Ja⸗
jello. — W. III. Sohn und Nachfolger Jagellos (14834),
440 auch von den Ungarn als W.. um König gewählt,
iel 10. Nov. 1444 gegen die Türten bei Varna, — W. IV.
1632-48), Sohn Sigismunds III., gest. 20. Mai 1648.
Sladiflawow, Kreisstadt im russ-poln Gonbe en
valki, an der Schefchuppe, der preuß. Sitadt Schirwindt
segenüber, 3781 E.