Wör

Wörishofen, Dorf im bayr. Reg.⸗Bez. Schwaben,
1905) 2474 E., von Pfarrer Kneipp begründete Natur—
heilanstalt und Kinderasyl. [haus für Arme.
Workthoufe (spr. wörkhaus), in England das Arbeits—
Workington (pr. wortingen Stadt in der engl.
Vrafsch. Cuniberland, an der ündung des Derwent in
die gu See, (1901) 26141 E.
Workfop (pr. wörksop), Stadt in der engl. Grafsch.
Nottingham (1801) 161136 [Osos) 086.
Workum, Stadt in der niederländ. Prov. Friesland,
Wörlitz, Stadt im Hzat. Anhalt, (1805) 2000 6.,
erzogl. Schloß mit berühmtem Pari [Tafel: Mitt⸗
eres Westdeutschland' T g bei Rheinprovinz].
Woermann, Karl, Kunsthistoriker and Dichter, geb
b. Juli 1844 in Hamburg, seit 1882 Direktor der Ge—
näldegalerie in Dresden; schrieb (mit Woltmann): „Ge—⸗
chichte der Malerei (18078 86) „Geschichte der Kunsi
allerx Zeiten und Völker“ (1800 fgd, hab heraus Hande
zeichnungen alter Meister“ ( Dresdner Sammlung,
106 fg.); auch Sonette, Elegien u. a. — Sein Brudet
Adolf W., geb. 10. Dez. 1847 in Hamburg, leitete 1872
774 die seit 1852 bestehenden Handelsniederlassungen
eines Vaters Karl W. in Liberia, wurde 1874 Teilhaber,
1880 Chef der Firma C. Woermann in Hamburg, richtete
eine westafrik. Dampferlinie ein (1888 in eine Aktien—
gesellschaft pberwandelt, Woermannlinie Beilage: D ampf⸗
schiffahrt), erwarb 1884 mit dem Hamburger Hause
Jantzen Thormühlen das Kamerungebiet und übertrug seine
Rechte daran au das Deutsche Reich; 188480 Mitglied
des Deutschen Reichstags (nationalliberal).
Wornmiditt, Stadt im preuß. Reg.Bez. Königsberg
an der Drewenz, (1905) 5587 E., Amtsgericht.
Worms, schwed. Ornisö, Insel in der Ostsee, zum
cuss. Gouv. Estland gehörig, am Eingang zum Hafen
don Hapsal, 94 qkm, 2660 E. ee
Worms, Kreissiadt in der hess. Prob. Nheinhessen,
xm l. vom Nhein, (1900) 40 706 (1908: 44288) 6.,
Varnison, Amtsgericht, Handelskammer; roman. Dom
11. bis 12. Jahrh. [Tafel: Romanischer Stil J, 5)),
Synagoge (11. Fahrh.), Stadt- und Lutherbibliothet,
Lutherdenkmal (von Rietschel, Kietz, Donndorf, Schilling),
Paulusmuseum, Gymnasium, Technikum, Real⸗, Gewerbe⸗,
höhere Mädchens, 2 Brauer-, Müllerschule; Glanzleder-,
Zuch⸗, Maschinens, Zichorien⸗, Schaumweinfabrikatlon ec.,
Beinbau (Liebfrauenmilch). — W. ist eine der ältesten
Städte Deutschlands, ere der Nibelungensage, bis
1803 Freie Reichsstadt, kam 1815 an Hessen⸗ Darmstadt.
Wormser Konkordat Kaiser Heinrichs Nmit dem Papfte
123 zur Beilegung des Investiturstreites. Auf dem
Reichstage 1495 Einsetzung des Ewigen Landfriedens,
1521 Luther vor Karl V.; 31. Mai 1689 Niederbrennung
der Stadt durch die Franzosen unter Melac. — Val. Bood
Geschichte, 4 Bde. 1807 1901).
Wormis, deutscher Name der ital. Stadt Bormio.
Wormser Joch, Giojo di Santa Maria, Unbrailaß,
 von der Stilfser-Joch-Straße nördl. nach Santa
Maria im Münstertale führende Straße, 2512m hoch,
ostl. vom Piz Umbrail (3034 m).
Wörnitz, l. Nebenfluͤß der Tonau, kommt aus dem
Schwäb. Jura, mündet bei Donauwörth.
Woröna, r. Nebenfluß des Choper in den russ. Gouv.
bensa, Tambow und Woronesh, 800 k0 I1g.
Woronesh (Woronesch), Gouvernement im südöstl.
Teil des mittlern Rußlands, zu beiden Seiten des Don,
5895 4k4m, 2531 253 E. — Die Hauptstadt W., am Fluß
B. 64 xmIgq., l. zum Don), Bischofssitz, g4 146 E.
Woronzow, russ Geschlecht. Michail Juarionowitsch
W. geb. 1714, ruff. Neichskanzler unter Elisabeth, 1744
Veichsgraf, geft. 17607 in Roskan. Dessen Nichte Katharina
Nomanowna W. war die Fürstin Daschkow(s. d.. Die
Brüder der lehtern; Graf Alexander Romanowitsch W.,
eb. 1741, 13802 4 Reichskanzler, gest. 1806 in Mosltau—
and, Kraf Semen Romanowitsch We geb. i734 178
806. Gesandter in London, gest. daf 21. Fum 1832
Des letztern Sohn Michail Senenowtesch Be geb. 17. Mai
772 in Moskau, 1814 50 Statthalter von Kaukafen,
iegreich gegen Schamyl, 1815 Fuͤrft, 1856 Feldmarfchau
jest. 30. Nov. 1886 in Odessa. Graf Illarion Jwano—
witsch W.-Daschkow, Generalleutnaut, geb. 8. Jun1837.

000

881 — 97 Chef der Staatsgestüte sowie Minister des
aiserl. Hofs und der Staatsdomänen, 19085 Statthalter
des Kaukasus.
Worpswede, Dorf im preuß. Neg.-Bez. Stade, auf
einer Anhöhe zwischen Mooren, (1900) 744 E, betannt
els Kolonie (seit 1808) von Malern naturalistischer Rich⸗
ung (Fritz Mackensen, Otto Modersohn, Hans am Ende,
heinrich Vogeler, Fritz Overbeck, Kark Vinnen). — Vol.
Bethge (1800), Rilke (2. Aufl. 1905).
Worringen, Flecken im preuß. Reg.-Bez. Köln, am
sthein, (18000) 6947 E.; hier 58. Juni 1288 Sieg Her—
og Johanns von Brabant über Graf Reinold von Gel⸗
dern und den Erzbischof von Köln, wodurch der Limburger
Erbfolgekrieg beendet wurde.
Wörrstadt, Marktflecken in der hess. Prov. Rheinhessen,
1905) 2416 E., Amtaaerict
Worsage (spr. soh), Jens Jacob Asmussen, dän.
Altertumsforscher, geb 14. März 1821 zu Veile MWor
and), seit 1866 Direktor des Museums fuͤr nord. Alter⸗
ümer in Kopenhagen, 1874 — 785 Kultusminister, gest.
5. Aug. 1885 auf dem Gute Hagestedgaard bei Holdet;
auptwerke: „Danmarks Oldtid“ (18483; deutsch 1844),
Minder om de Danste og Nordmändene i England,
Skotland og Irland“ (1851; deutsch 1852).
Worsborongh (spr. wöhrsbörd), Stadt in der engl.
Brafsch. Hortshire, West Riding, (1801)9 10 335 6
Worskla, l. Nebenfluß des Dnjepr, 418 Rm Ig.
Worsley (spr. wöhrslẽ), Stadt in der engl. Grafsch.
ancaster, (1901) 12448 E.
Wort, die Verbindung von Sprachlauten oder Silben
uur Bezeichnung einer Vorstellung oder eines Begriffs,
iach Entstehung geteilt in Wurzer (Stamm-⸗)W. und ab—
jeleitete W. (s. Ableitung), einfache und zusammengesetzte
W. ach Bedeutung meist in 8 Wortklassen (s. Redeteile).
Wortblindheit, das re trotz guten Ge—
ichts die gesehenen Schriftworte zu desen, Symptom ge—
oisser Hirnkrankheiten.
Wörterbuch, s. Lerikon, Enzyklopädie und Ono⸗—
Wörth, s. v. w. Werder. smastikon.
Wörth. 1) W. an der Donan, Flecken im bayr.
deg.⸗Bez. Oberpfalz, am Bayr. Wald, (1905) 1584 E.,
Amtsgericht, fürstl. Thurn uͤnd Tarissches Schloß. —
2) Weam Main, Stadt im bayr. Reg.-Bez. Unterfranken,
am Odenwald, 1880 E. — 3) W. an der Sauer, Flecken
m Bez. Unterelsaß, 1050 E., Amtsgericht, Mineralquellen;
hier 6. Aug. 1870 Sieg der Deuͤtschen (Kronprinz von
Zreußen) über die Franzosen unter Mac Mahon Tafel:
Bavern ꝛc. II, 18)].
Worthen (Wurthen), die von Menschenhand auf—
zeworfenen, als —— dienenden Deiche der nieder⸗
änd. und deutschen Nordseeküsten.
Wörther See, größter See Kärntens westl. von
tlagenfurt, (22 4kw). — Bgl. Waizer (1894).
Worthing (pr. wörth⸗), Stadt in der engl. Grafsch.
Zusser, (1901) 20 006 E.; Seebad.
Wortmarke, Schutzmarke, die nur aus Wörtern
insbes. Phantasiewörtern, z. B.Odol) besteht.
Wosch (richtiger Woshe) oder Tscharonda, See im
uss. Gouv. Nowgorod, 428 qkm; Abfluß durch den
S„wid zum See Latsche.
Woskressensk, Stadt im russ. Gouv. Moskau, an
»er Istra, 2337 E.; dabei das Wostkressenskütloster oder
Keujerusalem. [Bug, 15860 E.
Wosnessensk, Stadt im russ. Gouv. herfon, am
Wostskow, Alerander Christoforowitsch, rusf. Philolog,
eb. 27. März 1781 in Areüsburg, gest. 80. Febr 1864
Nitbegründer der slaw, Philologie; gah das „Ostromirfche
swangelium“ (1848) heraus, ferner ein Wörterbuch und
ine Grammatik der, lirchenflaw Sprache uga
Wotawa, J. Nebenfluß der Moldau in Böhmen, ent⸗
pringt im Böhmerwald, mündet nach 124 m.
Woten, finn. Volk in den russ. Gouv. Petersburg
ind Nowgorod; Watland, ehemals das von ihnen be⸗
vohnte Land. Grammatik von Ahlquist (18856).
Wotjaäken, finn. Völkerschaft in den russ. Gouv.
Wjatka, Kasan und Ufa, 420800 Köpfe. Grammatik und
Phrterbuch von Wiedemann (1851); Wichmann, „Wot—
akische Sprachproben“ (2 Bde., 1803 u. 1901). — Val.
Zuch (1882), Wassiljew, „Gebräuche ꝛc.“ (1903).