Wül

Einleitung in ie, Dioptrik des Auges“ (1866), „Kom—
dendium“ der Physik (z Bde., 1879).
Wüllner, Franz, Komponist uͤnd Dirigent, geb—
28. Jan. 1832 in WMünster, 1864 Hofkapelmeister in
München, 1877 in Dresden, 1884 Direktor des Konserva—
toriums und städtischer Kapellmeister in Köln, gest. 7. Sept
1902; schrieb meist Chorwerke. — Sein Sohn Ludwig W.,
zeb. 18. Aug. 1858 zu Münsier i. W., bekaunier Konzert⸗
sänger Gariton).
Wulst, in der Baukunst, s. Viertelstab [Abb. 2
Wümme, r. Nebenfluß der Weser, entspringt im preuß.
deg.⸗Bez. Lüneburg, heißt nach Vereinigung mit der
damme Lesum, mündet bei Vegesack, 22 x schiffbar.
WBundarzneikunft, s. Chirurgie.
Wundbraud, Wunddiphiherie. Hospitalbrand.
Wunddusche, s. Irrigator.
WBunde (Yuinus), jede durch mechan. Gewalt hervor⸗
ebrachte plößliche Trennung organischer Gewebe. Bleibt
die W, rein, so tritt nur aͤne geringe Temperaturste ige⸗
ung, sog. aseptisches oder Resorptionofieber, auf; es ver—
deben die Wundründer und verwachsen ohne Narbe.
Waren die Wundraäuder stark gequetscht oder die W. ver—
nreinigt, so tritt Eiterung ein, es bildet sich Granula—
donsgewebe, das zur Narbenbilditng führt. Früher waren
Bundinfeltionskrankheiten (Wundflebet, Wundrofe, zell-Jewebsentzündung,
 Hospitalbrand) häufig. Sehr gefürchtet
st der Wundstarrkrampf (s. Starrkrampf). Die Wund⸗
behandlung war teils eine offene (ohne VBerband), teils
eine geschlossene (mit Deck-, Okklusivverbänden), ist aber
durch die von Lister (s. d.) eingeführte antiseptische
Bundbehandlung verdraͤngt, wobe‘ die W. und alles,
vas mit ihr in Berührung kommt, desinfiziert und die
W. mit keimfreien Verbandstoffen (Mail, Watte u. a.)
dedeckt wird. Bei Operationen wird meist die aseptische
Wundbehandlung (s. Asepfis) angewendet. (S. auch Brand⸗
punden.) — Bgl. Jaffe (1804), Schleich (S. Aufl. 1000),
Marchand (1901), Graser (1901).
Wurnder (lal. miractlum), nach den bekannten Ge—
etzen der Natuͤr und des Weltlaufs unerklärlich scheinende
Ereignisse, die deshalb auf ein unmittelbares Eingreifen
der Gottheit in den Naturlauf zurückgeführt werden.
Nach kath. Auffassung gefchehen noch jetzt beständig W.,
nach prot. sind sie in auf die bihlische Zeit beschränkt.
Aber die sieben Welt⸗W. s. Sieben Wunder der Welt.
Wun derapfel, Pflanzenart, s. Nomordics.
Wunderbaum, s. Ricinus und Robime.
Wunderblume, s. Mrabilis. —D—
Wunderhorn, Des Knaben W., s. Arnim, Ludw.
Wunderkammer, s. v. w. Megastop (s. Epistop).
Wunderlich, Karl Aug. Arzt geb. 4. Aug. 1815
zu Sulz am Neckar, 1843 Prof. in Tübingen, 1850 in
deipzig, gest. das. 238. Sept. 18773 schrieb: „Handbuch
der Vathologie und Therapie“ (3 Bde., 2. Aufi. 18858
—7 „Geschichte der Medizin“ (1889), ,Das Verhalten
der Eigenwärme bei I (2. Aufl. 1870) u. a.
Wundermonagade, Pilz, s. Blutendes Brot.
Wunderneg, eine Form der Verzweigung bei Blut—
efäßen, die dadurch zustande kommt, daß sich ein Gefäß
rasch in eine große Anzahl kleinerer teilt, die sich wieder
n einem Gefäßstamm der gleichen Art vereinigen.
Bundernußß Salomos, Frucht der Lodolben (. d.)
Wunderzylinder, s. Strobostop sAbb 18201
Bundfäuinis, s. Hospitalbrand.
Wundfeige, Pflanzenart, s. Opuntia.
Wundklee, s. Antuylus.
Wundliegen, f.Aufliegen.
Bundnadel,s Lanzette [Abb. 1016).
Bundrose, s. Rose (Krankheit).
Wundschwamm, die milllere, lockere Schicht des
Fruchtkörpers vom Feuerlöcherpilz is. Polyporus), aus
raunen Zellfäden bestehend und durch Klopfen in eine
veiche Platte verwandelt, zum Blutstillen verwendet.
Wundsein der Haut, s. Hautwolf.
Wundstarrkrampf,. Starrkrampf und Tafel
— 6.
Wundt, Wilhelm, Physiolog und Philosoph, geb.
16. Aug. 18832 zu —S seit de hi in Leipzig
chrieb: „Grundzüge der physiol. Psychologte (G n.
—D

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(3. Aufl., 2 Bde., 1908), „System der Philosophie“
2. Aufl. 1897), Grundriß der Psychologie“ (7. Aufl. 1805),
Vöolkerpsychologie“ (Bd. 1, 2. Aufl. 1904; Bd. 2 1905).
„Einleitung in die Philosophie“ (8. Aufl. 1904) u. a.
— Bgsl. E. König (1801), Eisler (1802).
Wundwafsser, s. v. iw. Schußwasser (s. Arkebusade).
Wünsche, August, Theolog und Orientalist, geb.
2. Juli 1839 in Hainewalde, Prof. an der 8
Töchterschule in Dresden; bes. um die talmudische Liteatur
 verdient; „Babylon, Talmud“ (5 Bde. 1886— 89),
„Bibliotheca rabbinioa“ (deutsche Ubersetzung der Mi—
raschim, 12 Bde., 1880 85),, Midrasch Tehillim“ (2 VBde.,
89293), „Die jüd. Literatur“ (mit J. Winter, 8 Bde.,
832 19.)Die Schönheit der Bibel“ (Bd. 1, 1905).
Wuͤnschelburg, Stadt im preuß. Neg.⸗Bez. Breslau,
im Heuscheuergebirge, (1905) 2769 E., Ämtsgericht.
Wuͤnschelrute, Zauberstab, ein gegabelter Zweig vom
zaselstrauch oder Kreuzdorn, der, mit den beiden Gabel—
nden in den Händen gehalten, durch seine Senkung an—
reben soll, wo im Erdboden Wasser zu finden ist. Wurde
uch zum Suchen von Schätzen, Erzgängen u. a. au—
—BDDD—
Wurnsiedel, Bezirkssiadi im bahr. Reg.-⸗Bez. Ober—
ranken, im Fichtelgebirge, an der Röslau, (1905) 8642
*., Amtsgericht, Bezirkaͤgremium, Wald⸗
hauschule; Sommerfrische; dabei die uisenburg (s. d.).
Wunstorf, Stadi im preuß. Reg.-Bez. Hannover,
1905) 4473 E., Lehrerseminar, Damenstift, Korrektions⸗
zrrenanstalt.
Wuolsen (Woxen, Vuoksi), Abfluß des Saimasees
im finn. Län Wiborg, bildet den Imatrafall, erweitert
sich im Mittel- und Unterlauf seeartig (718 4km) und
nündet in zwei Armen in den Ladogasee.
Wuotan, s. Wodan.
Wupper, im Oberlauf Wipper, r. Nebenfluß des
Rheins, entspringt im Sauerland, durchfließt das gewerbe
ceiche Wuppertal (Elberfeld, Barmen 2c.), mündet nach
05 Rm bei Rheindorf.
Wupperfeld, Stadtteil von Barmen.
Wurali, Ihe gitt. s. Curare.
Würderungsklage (Minderungsklage), Klage wegen
Bewährsmängel (s. d.J.
Wurf, Bewegung eines Körpers, welcher durch irgend
ine Ursache eine Anfangsgeschwindigkeit erhalten hat und
ann der alleinigen Wirkung der Schwerkraft überlassen
st; er beschreibt alsdann eine Flugbahn (s. d und Abb. 608).
Wuürfel, Kubus, in der Geomelrie
ind Kristallographie (Hexaeder, s. d.)
in von sechs Quadraten begrenztet
körper. Der Inhalt des W. ist gleich
der dritten Potenz seiner Kante.
Würfelkapitäl, im roman. Stil
ine Kapitälform, dadurch entstanden,
aß ein halbkugliger Hnaͤuf auf vier
Seiten senkrecht beschnitten ist Abb. 1976.
9761. Würfelkapität.
Würfelpulver ein zuerst in den
echziger Jahren des 19. Jahrh. in England an Stelle des
röbkoͤrnigen Schießpulvers durch Verdichten hergestelltes
Zulver; jetzt ist Nobels rauchschwaches Pulver (s. d.) das
ebräuchliche W.
Würfelquallen, s. Lappenquallen.
Würfelsalpeter, salpetersaures Natrium.
Würfelfappe, s. Sappe JAbb. 16985).
Würfelverdoppelung, s. Delisches Problem.
Wurfgewehr, Rettungsapparat der deutschen Mariue,
ihnlich der Cordesschen Buͤchse (s. Raketenapparat).
Würfler, drehtrankes Schaf, s. Drehkrantkheit.
Wurfmaschinen, Wurfzeug, Vorrichtungen zum
Berfen von Geschossen (Kugeln, Steine, Pfeile c), Vor⸗
äufer der Feueiwaffen; hierzu gehören: Balliste (f. d.
iebst Abb. 156), Katapulte, Schleudern sTafel Kriegs⸗
pesen 1, 21, Euthytonon (Flachbahngeschüt für Pfeile),
balinton (Steilfeuergeschütz für Balken und Steine).
Wurfmänse (Spolactiäas, Georhychtdae), Familie
er Nagetiere, unterirdisch lebende, Izwanebehhe Tiere
nit plumpem, walzenförmigem Körper, dickem, breitem,
tumpfschnauzigem Kopf, sehr kleinen, oft versteckt liegen
en Augen und sehr kleinen Ohren. Schwanz fehlt oder

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