st stummelförmig; Füße mit Grabekrallen. Bewohner der
Alten Welt. Bekannteste Art die Blindmaus (s. d.).
Würger, Pflanzengattg., s. Orobanche.
Würger (Lanidao), Familie der Singvögel, mit mittel⸗
angem, träftigem, seitlich zusammengedrücktem Schnabel,
Oberschnabel mit scharfem, seitlichem Zahn, au der Spitze
jakig übergebogen; Schnabelwurzel mit Bartborsten; Kral—
en scharf, gekruͤmmt. Fressen Insekten und kleine Wirbel—
iere, die sie zum Teil auf Vorrat in Astgabeln einklemmen
»der auf spiße Dornen aufspießen. Über die ganze Erde,
nit Ausnahme von Südamerika, Westindien und Neu—
eeland, verbreitet. Deutsche Arten: Raub⸗W. (großer
W., Krick- oder Kriek⸗, Strauße⸗, Busch⸗, Bergelster, Busch⸗
alke, Wächter, Lansus excubitor L.), aschgrau, uunten
weiß, Flügel schwarz mit zwei weißen Flecken; rotrückiger
W. (Dorndreher, Neuntöter, Enneoctönus eollurio Grox,
anius collurio L. [Tafel: Singpögel, 30], Rücken
hdraun-, Brust rostrot, Kopf und Buͤrzel aschgrau, häufigste
Art; rotköpfiger W. (Rotkopf, Rotkopf⸗W., P. rufus Briss.),
oben schwarz, unten weiß, Scheitel und Nacken rostrot;
schwarzstirniger W. (grauer oder kleiner W., D. minor L.),
uischgrau, unten weiß, Flügel schwarz mit weißem Fleck.
Würgerschnäpper (Dicruiidae), über die ganze
afrik. und orient. Region verbreitete, auch in der austral.
»ertretene Gattg. fliegenschnüpperartiger Singvögel, von
Star- bis Dohlengröße, mit meist schwarzem, grün und
»lau schimmerndem Gefieder und öfters verlängerten oder
erbreiterten Schwanzfedern.
Wuürgspinne, s. Vogelspinne IAbb. 1927).
Wurmi, s. Wuͤrmer. — W. (Finger⸗W.) heißt auch die
Fingerentzündung (s. d.); ferner die Rotzkrankheit (s. d.).
Wurm, l. Zufluß der Roer im preuß. Reg.-Bez.
Machen, entspringt südl. von Aachen, mündet nördl. von
Zeiusberg; in ihrem Tal große Kohlenreviere.
Würm, Abfluß des Wuͤrmsees oder Starnberger Sees
s. Starnberg) zur Ammer. lbei Rotzkrankheit (s. d.).
Wurmbeulen, Knoten und Geschwüre in der Haut
Würmer (Vermoes), Kreis der wirbellosen Tiere, der
ehr verschiedenartige, zum Teil mehr oder weniger willkürlich
»ereinigte Formen enthält, so daß eine allgemeine Charak⸗
reristik kaum zu geben ist. 5 Klassen: Ringelwürmer, Rund—
vürmer, Raädertiere und Plattwürmer (s. diese Artikel).
——— s. Aspidium sAbb. 128] und Farnkraut⸗
aurzel.
Wurmfarnexrtrakt, s. v. w. Farnertrakt (s. d.).
Wurmsfisch, JInger JAbb. 858)].
Wurmfortsatz, wurmartiges, in das kleine Becken
zinabragendes Anhängsel des Blinddarms (s. d. und Tafel:
singeweide II, 1, 5).
Wurmfraß;, die zerstörende Wirkung der in leben—
dem oder totem Holze auf dem Lande nagenden Insekten—
iarven und im Meere bohrenden Asseln und Weichtiere.
Mittel zur Verhütung: Tränken der Oberfläche mit fet—
igen oder harzigen Stoffen (Petroleum, Holzteer, Karbo—
ineum ꝛc.), zur Verhinderung des Weitergreifens: Ab—
öten der Eier, Larven ꝛc. durch Einträufeln von Salz—
üure in die Bohrlöcher oder mehrmaliges Auftragen von
ochend heißer, mit Salz versetzter Seifensiederlauge oder
durch Benzindämpfe. [V. d.) der Pferde.
Wurmbkolik, die durch Würmer hervorgerufene Kolik
Wurmkrankheit (Nelminthiasis), Krantheit, die
durch das Vorhandensein von Würmern im Innern des
ebenden Körpers, bes. im Darmkanal (Bandwurm, Spul⸗
vurm, Pfriemenschwanz, Peitschenwurm) hervorgerufen
vird. Mittel (Wurmmittel) zu ihrer Beseitigung: Wurm⸗
»der Zitwersamen (s. Axtemisia), Farnkrautwurzel, Gra—
natwurzelrinde, Kussoblüten, Kamala u. a. Schwer oder
gar nicht zu beseitigen sind Würmer in den Muskeln
Trichinen, Finnen), Leber (Echinokokken), Lungen. — In
zeuerer Zeit gebraucht man die Bezeichnung W. fast aus—
—
s. d.) hervorgerufenen Krankheitszustände. — W. oder
Wurm heißt auch die Rotzkrankheit (s. d.).
Wurmkraut, s. Spiraes und Tanacetum.
Wurmmittel, s. Wurmkrankheit.
WBurmmoos, s. Karagaheenmoos.
WBurmräder, . Zahnräder.
Wurmregen, 8 gelegentliche plötzliche und massen—
jafte Auftreten der soq. Schneewürmer s(s. Weichflügler),

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Wüuür

owie parasitischer Saitenwürmer, die nach Gewitterregen
m Sommer aus ihren Wirten (Insekten) auswandern
nd Sann auf Pflanzen und auf dem Erdboden gefunden
Wurmsanten, s. Artemisis. swerden.
Wurmschlaugen „Blind⸗- oder Minierschlangen
7Typhopidao), Familie nicht giftiger, kleiner Shlangen
nit kleinem Kopf, verkümmerten Augen, nicht erweiterungs⸗
ähigem Maul, kurzem Schwanz; im allen Tropengegenden,
in der Erde lebend. Eine Art, das Blödange (NÜYphlops
rermonlaris Men.,), gelblichbtaun, schwarz punktiert, auch
n Griechenland und Kleinäasien.
Wu rinschnedce (Vormotus), Gattg. meerbewohnen—
er Kammkiemer mit unregelmäßig Newundenen, meist
stgewachsenen Gehäusen.
WBürinsee, der Starnberger See (s. Starnberg).
Wurmfer, Dagobert Siegmund, Graf von, vyfterr.
Seneralfeldmarschall, geb.7. Mai 1724 zu Straßburg i E.—
eit 1763 in österr. Diensten, focht 17983 und 1795 erfolg⸗
ceich am Rhein, 1796 als Oberbefehlshaber in Jtalich
»on Napoleon geschlagen, mußte 2. Febr. 1797 in Mantun
avitulieren, gest. 27. Aug. 1797 zu Wien.
Wurmfucht, s. v. w. Wurmkrankheit.
JZurmzelichen, s. v. w. Sautoninpastillen (s. San—
Vurmzüngler, s. Eidechsen. stonin).
Vurns, Hauptstadt von Sokoto im Sudan, 13000 6.
Wurp (Warp), s. v. w. Worthen (s. d.).
Wurrus, Bandwurmmittel, s. Kamala.
Wurschen, Dorf in der sächf. Kreish. Bautzen, (1900)
00 E.; in der Schlacht bei Bautzen (auch Schlacht bei
S. genannt) 20. und 21. Mai 1818 Hauptquartier der
Nonaxchen von Rußland und Preußen.
Würselen, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Aachen, (1900)
0203 (1905: 11465) E.
Wurst, Speise aus zerkleinertem, in Därme, anuch
bergamentschläuche gefülltem, rohem (Dauers und RKauch—
W.; Brat-, Brüh⸗We) oder gekochtem (Leber⸗ und Weiß—
W.; Blut⸗ oder Rot-W.) oder gesülztem (Sülzen-W.,
Preßkopf) Fleisch, Fett und Gewürz. Die Dauer⸗-⸗W.,
rus bestem Rind- und Schweinefleisch, geräuchert, bildet
als Zervelat⸗, Plock⸗, Mett⸗, Salami-W. einen wichti—
gen, Handelsartikel (Fabrikationsorte: Braunschweig,
Zotha, Mecklenburg, Holstein, Triest, Mailand u. a.s
Brat- und Brüh-W. haben Zusatz von Wasser, Mehl,
Semmel; letztere werden gebrüht und warm dhenossen
Frankfurter, Wiener, Regensburger, Bock-, Knackwürsthen)
 oder erkaltet (Schinken-W., Mortadelia). W. wird
iuch aus dem Fleisch von Fischen, Krabben und Krebfen
jergestellt. Eine besondere Art W.ist die Erbswurst(f. d.).
VBal. Schwarz (4. Aufl. 1900).
Dorg bei der Artilleric, s. Wurstlafetten.
Wursten, Wurstnerland, Landschaft (Marschland) östl.
umn Ausfluß der Weser, im preuß. Reg.-Bez. Stade,
2 4k1m; Hauptort Dorum; davor das Wurtter Watt —
Bgl. von der Osten (1900 fg.).
Wurstgift, die in verdorbenen, schlecht geräucherten
Vürsten (bes. Blut-, Leber⸗, Preßwurst) ufolge von
Zakterienwucherung entstehenden, zu den Ptomatnen und
oralhuminen gehoͤrigen Gifte, rufen die Wurstvergiftung
Botulismus) hervor. Krankheitserscheinungen: Übelkeit
nit Erbrechen uͤnd Durchfall, Schwindelgefühl, Hinfällig—
eit, Sehstörungen, Lähmung der Schlingmuskelu: Sterßichkeit
 28 40 Proz.
Wurstkraut, s. Origanum.
Wurftlafetten, Wurstwagen, Lafetten mit läng-—
ichem Kasten mit gepolstertem Deckel (Wurst) zur Be—
örderung der Bedienungsmannschaft im Reitsitz (Wurstsitz);
c die Achssitze verdrängt.
urstnerland, s. Wursten,
Burftvergiftung, s. Wurstgift.
Zurstwagen, s. Wurstlafetten.
Burthen, kunstliche Hügel, s. Worthen.
Würtiem berg (früher Wirtenberg), Königreich lKarte:
—A——
2800330) E. ss. Beilage: Deutschland]; meist Hügel—
and (46 Proz.) und Bergland (28 Proz.), im N. frucht⸗
»ares Plateauland der Triasformation mit weine und
obstreichen Tülern, im S. höheres, rauheres Plateauland
)er Juraformation, durchschnittlich über 600 m, in der
Zornisgrinde 11530 mehoch (der höchste Punkt auf bad.