Wüs

ↄder Salz⸗W. (Takyr). Tafel: Kartographie V, 7;
Erdkarten D, 1 und die geolog. Karten zu den ein⸗
elnen Erdteilen. — Val. Defor (1876), Wallher (1900).
Wüstegiersdorf, preuß. Dorf, s. Niederwüsiegiersdorf.
Wüstenfeld, Ferd., Orientalist, geb. 31. Juli 1808
zu Hannoverisch- Münden, seit 184880 Prof. in Göt⸗
—5 gest. 8. Febr. 1889 in Hannover; Herausgeber
zieler arab. Quellenwerke; schrieb: „Geschichte der arab.
Arzte und Naturforscher“ (188059,, Hie Statthalter von
Agyhpten“ (4 Abteil. 167576) „Geschichte der Fatimiden“
1881), „Geschichte der Türken“ (1889) u. a.
Wustenfuchs, s. Fennet Abb. 567)].
Suüstenhühner, . Flughuhner.
Wüstenläufer Cursonus gallicus Lath.), zu den
Kegenpfeifern gehöriger Vogel, sabellfarbig, Bewohner
Nordafrikas und Sudeuropas Agypt. W., der Krokodil⸗
vag (. d.).
üstenschlangen, s. Sandschlangen.
Wusterhaufen. 1) Stadt im preuß Reg.⸗Bez. Pots⸗
dam, an der Dosse, (1905) 2984 E. Amtsgericht. —
2) Vreuß. Flecken,f. Königswusterhaufen.
Wustmann, Gustav, Schriftsteller, geb. 28. Mai
1844 in Dresden, seit 1831 Stadtbibliothekar und Archiv⸗
direktor in Leipzig; schrieb: „Aus Leipzigs Vergangen⸗
heit“ ¶s8s, 1838), Allerhand Sprachdummheiten“
(3. Aufl. 1903), „Die sprichwörtlichen Redensarlen im
deutschen Volksmunde“ (5. Aufl. 1805), .Als der Groß⸗
ater die Großmutter nahm“ (3. Aufl. 1808), „Geschichte
der Stadt Leipzig“ (1905 fg.) u. a.
Wustrow.1) W. in dannover, Stadt im preuß.
Reg.-Bez. Lünebuig, (1900) 784 6. — 2) W. in Mecklen⸗
burg, Dorf und Seebad in Mecklenburg-Schwerin, auf
der Halbinsel Fischland, 1008 E. Navigationsschule, Rel
ungsstation fuͤr Schiffbrüchige.
Wutach, r. Nebenfluß deß Rheins, entspringt als See⸗
zach im Schwarzwalde, durchfließt den Titifee, heißt nach⸗
jer Butach, mündet nach 112 1B bei Waldéhut.
Wütendes Heer, sav. w. Wilde Jagd.
Wutki, f. Wodu.
Wustschang, Hauptstadt der chines. Prop. Hu⸗pe,
um Jangetse-kiang, Hau-kou gegenüber, 4500000 V
Wu⸗tfch oun (Wun⸗tschau), Stadt im O. der chines.
Lrov. Kwang⸗si, am Si-kiang, (18904) 53 000 einheimische
5. Hafen dem fremden Handel geoͤffnet.
Wuttke, Heinr. Gefchichtschreiber, geb. 12. Febr. 1818
zu Brieg, Mitglied des Frankfurter Parlaments, Mit—
begründer der Großdeutschen Partei, gest. 14. Juni 1876
als Prof. zu Leipzig; schrieb: „Die deuͤtschen Zeitschriften“
3. Aufl. 1875), Geschichte der Schrift“ (1872) 16.
Wutz, ind. Stahl, s. Wooß.
Wu⸗zön⸗tavo, chines. Name der Bouininseln.
W. Va., Abkürzung für Westvirginia (Westvirginien)

1006

Wyandots (spr. weiendötts), s. Huronen.
Wyandottehnuhn (spr. weitndoite), ein mit den
hweren, großen russ. Haushuhnrassen verwandtes Huhn.
Wyatt (spr. weiet), Sir Thomas, engl. Staatsmann
ind Dichter, geb. 1505 zu Allington Castle (Kent), gest.
4. Okt. 1548 zu Sherborne, gehört mit Surrey zu den
Begründern der neuengl. Poesie. Gedichte 1837 neue
Ausg. 1870 u. ö.).
Wycherley (pr. witscherl), William, engl. Lustspiel⸗
dichter, geb, 1640 zu Clive bei Shrewsbury, gest. 1. Jan.
IIG; bes. bekannt seine Komödien, The couutry vwife“,
Tho plain dealer“2c. - Bgl. Klette (1883), Kraufe (1888).
Wychocholj (russ.), s. Spitzmaͤufe.
Wyclif (Gyclifse), Reformator, s. Wiclif.
Wydah (Whydah), s. Ajuda.
Wye (spr. wei), r. Nebenfluß des Severn, entspringt in
Wales, am Plynlimmon, wird von Monmouth an schiffbar,
zurchfließt das schöne Wyetal, mündet nach 207 k0 unterjalb
 Chepstow.
Woyyg, Wygosero, See im russ. Gouv. Olenez, 861 4x4m;
zufluß: der OÖbere oder Südl. W. (160 xw Iu.); Abfluß
ns Weiße Meer: der Untere oder NRördt. W. (112 40).
Wykl auf Föhr, Slecken und Seebad, auf der preuß.
dordseeinsel Föhr, (1905) 1200 E., Amisgericht.
Wyl, schweiz. Stadt, s. Wil.
Wysming (spr. wei⸗), einer der Ver. Staaten von
Imerika, 263494 4km. (1900) 928531 E., vom Felsen⸗
ebirge (im Fremont Peak 4202 mm hoch) durchzogen, im
W. der Yellywstone-Nationalpark. Hauptstadt Cheyenne;
Ztaatsuniversitat Laramie. W. gehörte fruͤher zu ouffiang,
868 Territorium, seit 1800 Staat. — Val. Bancroft.
History of W.“ (1890).
Wufchehrad (Wischehrad), in ssaw. Ländern Name
»on Burgen und Städten; insbes. die ehemal. Residenz⸗
urg Böhmens, an der Moldau, seit 1883 Stadtteil Vrags.
Wuyschnewolozsches Kanalsystem zur Verbin—
ug der Wolga mit der Newa, besteht aus Twerza (zur
Wolga, Wyschnewolozschent Kanal. 4 xmIg.), mehrern
Flüssen und Seen, dem Wischerschen Kanal (s. Wischera)
ider Sieverskanal (s. d.) mündet in den Ladogafee,
—E—
Wyschnij Wolotschök, Kreisstadt im russ. Gonv.
Twer, an der Zna und am Kanal zur Twerza, 16470 6.
Wyschtynez, unrichtig statt Wischtyneze(f. d)
Wuitschegda, r. Nebeufluß der Dwing im ruff. Gouv.
Vologda, 1121 itmelg.; schiffbar.
Wyttenbach, Dan. hollünd. Philolog, geb. 7. Aug.
746 zu Bern, bis 1816 Prof. zu Leiden, gest. 17. Jau.
1820 zu Oesgeest; veröffentlichte: „Bibliotheca critiea“
—
Vita Ruhnkenii“ (1846), Klassikerausgaben c. — Biogt.
»on Mahne (2. Aufl. 1833).

x.

X, der 24. Buchstabe unsers Alphabets, Doppelkonso—
aant (SXs). X als lat, Zahlzeichen — 10, Verdoppe⸗
lung des V. (daher: ein X für eined leigentlich IJ machen,
emanden betrügen); x in der Mathematik Bezeichnung
einer unbekannten Größe.
Xalapa, merik. Stadt, s. Jalapa.
xLalisco, mexit. Staat, s. Jalisco. [0. d.).
kang, Geld⸗ und Gewichtsgroͤße in Siam * do Bat
anten, Stadt im preuß. Reg.⸗Bez. Düsseldorf, nahe
dem Rhein (1805) 4021 6 Amtsgerscht, got. Dom St.
Victor (18. his 18. Fahrh.), Rektoratfchule kath Lehrerinnen
eminar. Nahebei war das rom. Volere Oaatra (Schlacht⸗
zrt im Batav. Kriege 70 v. Chr.). Im Ribelungenliede
Geburtsort Siegfrieds.
Aanthelasmia, xanthom (grch.), SintegeWen in
Jorm linsen⸗ bis fingernagelgroßer, gelblichweißer Flecke
»der Kunötchen, meist im Geficht, operatip zutfanen
Zanthi, Estidsche, Stadt im türt. Wilajet Adrianopel,
in der Mündung des Restos Garasg) in das LAigäische Meer,
10000 E.; Tabakhandel; in der Rahe das alte Abbera!

Xanthin, organische Base im Harn, in den Harn—
teinen, im Gehirn und Fleisch der Säugetiere, fardlofe,
inkristallinische, in Wasser schwer lösliche Maffe.
AXanthippe, die als launenhaft geschilderte Gattin
»es Sokrates; als zänkisches Weib sprichwöttlich geworden.
Zanthium L., Spitztiette, Pflanzeügattg. der Kompo—
iten, Kräuter der gemäßigten und subtrop. Zone. Xetrunarium
 . ropftlette), in ganz Europa, diente früher
um Blondfaärben der Haare, die Wurzel gegen Kropf;
&amp;. spinösam L. (Choleradistel), aus Südrußland über
inen großen Teil von Europa eingewandert.
Aanthogensäure, Xanthönsäure, —9 unbeständige
Süure, deren Kaliumsalz aus Schwefeltohlenstoff und
ilkoholischem Kali in schön gelben Kristallen erhalten wird;
chon durch Kohlensäure wird es unter Bildung von
Schwefelkohlenstöff zerlegt. Das Salz dient daher zur
Zertilgung der Reblaus, auch zum Beizen des Gelreides,
jeim Indigodruck und, mit Salpeter und wenig Holzkohle
emischt, als Schießpulver (Ranthospulver).
Xanthöm, s. Xanthelasssma.