Zacken, l. Nebenfluß des Bober, entspringt auf dem
Riesengebirge, empfängt die Zackerle mit dem Zackenfall,
mündet unterhalb Hirschberg.
Zackenschote, s. Bupias.
Zackenschwärmer, Gruppe der Schwärmer, mit
ausgezackten Flügeln: Pappelschwärmer, Abendpfauenauge,
Zaddeltracht, s. Zatteltracht. s[Lindenschwärmer.
Zaddikim (hebr.), s. Chasidim.
Zadok, einer der Priester Davids, von Salomo zum
Oberpriester bei der Königsburg ernannt, dadurch der
Ahnherr der Oberpriester und der spätern Hohenpriester
BZadokiten, s. Sadduzüer).
Zadruga (serb., spr. sa), s. Hauskommunion.
afaraniinseln, Islas Chafarinas, s. Presidios.
affer, s. Kobalt.
Zafra, Stadt in der span. Prov. Badajoz, (1800)
agaie, s. v. w. Assagaie. [6136 E. got. Burg.
Zagazig, Stadt in Agypten, s. v. w. Sagasik.
agora, heutiger Name des Helikon.
Zagore (Zagora, Sagori), kleiner Freistaat im türk.
Wilajet Janina, 44 Dörfer, 30 000 E. (Sagorzen); die
Hauptstadt 3., am Fuße des Pindus.
Zagorien (spr. sac), Kroat. Schweiz, Landschaft bei
Agram, mit schönen Wäldern, Obst- und Weingärten;
darin der Badeort Krapina-Toͤplitz.
Zagreb (pr. sa⸗), kroat. Name für Agram.
Zagyva (spr. sadjwa), x. Nebenfluß der Theiß, ent⸗
springt im ungar. Komitat Neoqrad, mündet nach 167 Km
hei Szolnok.
FZanluteat s. v. w. Ziehbarkeit (s. Dehnbarkeit).
ahl, eine Menge von Einheiten einer und derselben
Art; man unterscheidet benannte oder konkrete 8. (mit
Rücksicht auf das Gezählte) und unbenannte oder ab⸗
stralte 3. (ohne Rücksicht auf das Gezählte); ferner ganze
Vielfache der Einheit) und gebrochene 8. (s. Bruch); ge⸗
rade (durch 2 teilbar) und ungerade (durch 2 nicht teil⸗
bar)z über positive und negative 8. s. Entgegengesetzte
GBroͤßen. (S. auch Primzahlen, Zahlensystem, Zissern. Uber
Zahlenlehre s. Arithmetik.)
eee s. Lotto.
ahlensystem, die Darstellung aller Zahlen durch
Potenzen einer gewissen Grundzahl, z. B. 10 (101 -10;
102 100; 105 — 1000; 106 eine Million; 100 —
eine Milliarde 2c.), auf welcher das gebräuchliche dekadische
ider Dezimalsystem beruht.
Zähler, in der Mathematik, s. Bruch.
Ieinen s. v. w. Zählwerke F— d.).
ahlmeister, obere Rechnungs⸗ und Verwaltungs⸗
hzeamte der deutschen Armee und Marine mit Offizierb⸗
cang. Im Landheer hat jedes Infanteriebataillon, Ka⸗—
oallerieregiment, Artillerieabteilung je einen Z. oder Dber⸗
3. Sie ergänzen sich aus den in Unteroffizierrang be⸗
indlichen Unter⸗8. Erüher Zahlmeisterafpiranten genannt),
het der Marine aus den Zahlmeifteranwärtern.
e s. Einwerfen.
ahlungsbefehl, s. Mahnverfahren.
Zahlungsbilauz, im internationalen Verkehr die
Summe, die von einem Lande an ein anderes noch zu
zahlen oder von ihm zu empfangen ist, damit sich die
Besamtsumme der Wertuͤbertragung, die von beiden Seiten
im Laufe eines bestimmten Zeitraums erfolgt ist, gerade
ausgleicht; sie ist, seitdem zu der Warenbewegung immer
mehr Wertübertragungen (Darlehen, Kapitalanlagen im
Ausland zc.) hinzügekommen sind, von der Handelsbilanz
(j. Ausfuhr) zu unterscheiden und kann für ein Land stetig
vassiv sein, ohne daß es deshalb eine Schmälerung seines
baren Geldvorrats erleidet. sverfahren).
s. v. w. Zahlungsbefehl (s. Mahn-Zahlungsort,
 s. v. w. Erfuͤllungsoͤrt.
Zählwerke, Mechanismen zum selbsttätigen Zählen
zeitlicher Vorgänge, bes. der hin und her gehenden Bewe—
jungen von Maschinen (Hubzähler) oder Umdrehungen
»on solchen (Amdrehungs- oder Tourenzähler), erstere 435
durch einen Hebel angetriebene Schalträder mit Ziffern,
etztere durch ein Schraubenrad angetriebenes Zeigerwerk.
S. auch Wegmesser.)
Zahlwörter (lat. Numeralia), die Adiektiva und
Adverbia, welche zur Bestimmung der Anzahl der Gegen—
tände oder der Ausdehnung einer stetigen Größe dienen.
Artikel, die man unter 8Zvermißt

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Zäh

MNan unterscheidet bestimmte und unbestimmte 8.; zu den
rstern gehören die Haupt- oder Grundzahlen oder dardiaalia
 (eins, zwei, drei ꝛc.) und die Ordnungszahlen oder
Idinalia (der erste, zweite, dritte zu den letztern
iejenigen, welche einen Zahl- oder Maßbegriff ausdruͤcken
alle, viele, etwas, wenig). Nebenarten sind: die Tei—
ungszahlen (Drittel, Viertel), die Zahladverbien (erstens,
weitens; einmal, zweimal), die Verdoppelungszahlen
zweifach, dreifach), die Gattuͤngss oder Arlzahlen Leiner—
ee s. Ziffern. slei vielerlei) ꝛc.
Zahn, s. Zähne.
Zahn, Theodor, luth. Theolog, geb. 10. Okt. 1888 zu
Moͤrs, 1871 Prof. in Göttingen, 1877 in Kiel, 1878 in
Erlangen, 1888 in Leipzig, 1802 wieder in Erlangen;
chrieb: „Ignatius von Antiochien“ (18738), ,Grundriß
er Geschichte des dewenten Kanons“(2. Aufl.
204),„Einleitung in das N. T.“ (8. Aufl.‚2Bde., 1806) u.q.
Zahna, Stadt im preuß. Reg.⸗Bez. Merseburg, (1805)
gahnabszeß, s. Zahnkrankheiten. (12569 E.
Zahnarme, auch Zahnlose (Bruts, Kdentata), Ord⸗
aung der Säugetiere, ohne Zähne oder mit unvollständigem
Bebiß (die vordersten Schneidezähne fehlen sun die vor⸗
jandenen einfachen, 53 — und wurzellosen Zähne wer⸗
den nicht gewechselt; Zehen mit Grab⸗- oder Sichelkrallen;
Zunge wurmförmig, Köorper behaart oder mit großen,
jornigen, sich dachziegelförmig überdeckenden Schuppen be—
deckt. 2, Familien: 1) Insektenfresser (Entomophaga),
nit zugespitztem Kopfe und verlüngerter Schnauze, Hinter⸗
heine langer als Vorderbeine, Zähne alle gleich oder ganz feh—
end; hierher Schuppentier, Ameisenbär, Erdferkel, Gürtel⸗
ier, Gürtelmaus (s. diese Artikel); 2) Fauttiere (s. d.).
Zahnarzneikunst, Zahnheilkunde, der Teil der Chit⸗
irgie, der sich mit, der Pflege und Erhaltung gesunder
zähne, mit der Heilung der Zahnkrankheiten und dem
ünstlichen Ersatz verloren gegangener Zähne befaßt, wird
iusgeübt von staatlich geprüften Zahnärzten und, da
venigstens in Deutschland Gewerbefreiheit vorhanden ist,
on ungeprüften Zahntechnikern (Dentisten). Die appro⸗
hierten Zahnärzte werden auf den zahnärztlichen Instituten
uusgebildet (in Deutschland an allen Universitäten außer
xrlangen, Rostock, Gießen und Tübingen). Erstes wissen—
chaftliches Werk über Z. von Fouchard „Le chirurgion
lontisto“, 1728; dentsch 1733). — VBgl. Brandt, „Lehr⸗
zuch der Zahnheilkunde““ (18900); Baume, „Lehrbuͤch der
Zahnheilkunde“ (8. Aufl. 2 Tle, 1890); Parreidt, „Zahn⸗
eilkunde“ (3. Aufl. 1900); Miller, „Konfervierende Zahn⸗
eilkunde⸗ (1903); Lewin, „Der Zahnarzt und der Jahn⸗
echniker“ (1903); Scheff, „Handbuch der Sehen nsude
2. Aufl., 3 Bde. 180224); Preiswerk, „Lehrbuch und
AItlas der zahnärztlichen Technik“ (1906).
zahnausschlag, s. Schälknötchen.
zahnbrücken, s. Zähne (künstliche).
Zähne, am Anfang des Verdauungsͤrohres des tieri—
chen Körpers liegende, zur Gewinnung und Zerkleinerung
»er Nahrung dienende, e harte Gebilde. Schon bei
nie dern Tieren, wie Sceigeln (hier im Kieferappatat, der
aterne des Aristoteles), Insekten (Vorfprünge am Rande
der Marillen), Schnecken (zahlreiche 8. auf der Zunge) ec.
»orhanden, treten sie namentlich bei den Wirbeltieren auf,
zier nur den Vögeln, Schildkröten, einem Teil der Wal—
iere und einigen andern Tieren (Ameisenbär, Firen
ter ꝛc.) fehlend. Meist auf die Kiefer beschränkt, doch
uuch auf allen andern die Mundhöhlen umgebenden er
—A
e kegelförmig, prismatisch, breit scharfrandig oder meißel
zrnig. Die 3. eines Tieres sind entweder gleichartig
homodontes Gebiß), oder verschiedenartig (eterodontes Gee
yiß); sie bleiben eulweder für das ganze Leben (monophyo⸗
Nonte Tiere), oder werden gewechselt (diphyodonte Tiere).
Dieser Zahnwechsel erfolgt entweder nur einmal (die mes—
den Saugetiere, Mensch, s. unten), oder öfter (Gaumen⸗
mancher Fische), Bei den Säugetieren mit Zahnvechsel
 wird das Ingendgebiß (Milch-8. Milchgebiß)
»urch das Dauergebiß verdrängt. Manche Tiere (NRep⸗
ilien, Haifische, Elefanten) haben Reserve⸗3., die in
Fätigkeit treten, wenn vorhandene verloren gehen. Die
„ der Wirbeltiere bestehen meist aus einer verknöcherten
den Dentinteil darstellenden) Papille der Lederhaut, über⸗
ogen von einer Absonderung (Schmela) der Oberhaut,
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