Zara (slaw. Zadar), Hauptstadt des österr. Kronlandes
Dalmatien, auf einer Landzunge am Kanal von 8. des
Adriat. Meers JsKarte: Österreichisch-Ungarische
Monarqhie Iv, 101, (40900) 32581 E.,
Sitz des Statthaͤlters, kath. Erzbischofs,
Metropoliten, griech.-orient. Bischofs,
Oberlandes- und Landesgerichts; Dom
483. Jahrh.), archäol. Museum im Tempel
sg Donato rhn Serefsch
arafschän, Fluß, s. v. w. Serafschan 1881. ara.
Jaragoza, s. Saragossa. [1036.). 8
Zarast, Stadt im russ. Gouv. Riasan, s. Sarajsck.
Zarathustra (Zarathustra), s. Zoroaster.
Zaravecchia (spr. weckja), das alte Biograd, Markt⸗
Jecken in Dalmatien, (1900) 7495 E.
Zaregrad, s. Zarigrad.
Zarew, Kreisstadt im russ. Gouv. Astrachan, an dem
Wolgaarm Achtuba, 13868 E., steht auf den Ruinen des
alten Sarai (. z
Zarewitsch, Zarewna, s. Zar.
Zarewitschbusen, s. Mertwyj Kultuk.
zatzr (althochdeutsch zavga), Einfassung, Rand, Rah—
nen; bei Streichinstrumenten die Decke und Boden ver—
hindende Seitenwand.
Zarigrad (Zaregrad, Zargrad, „Zarenstadt“), slaw.
Name von Konstantinopel.
Zariza, s. Zar. [Wolga, 67630 E.
Zarizyn, Stadt im russ. Gonv. Saratow, r. an der
Zarucke, Friedr., Germanist, geb. 7. Juli 1825 zu
Zahrenstorf (Mecklenburg), 1888 Prof. in Leipzig, gest. das.
is. Okt. 1891; gründete 1880 das „Literar. Zentralblatt“,
Jab S. Brants „Narrenschiff“ (1850), das „Nibelungen—
lied“ (6. Aufl. 1887) heraus, veröffentlichte Quellenstudien
zur Geschichte der deutschen Universitäten, „Beiträge zur
Frläuterung des Nibelungenliedes“ (1856), „Goethebild-—
nisse“ (1888) u. a. „Kleine Schriften“ (1887 — 98).
— Sein Sohn Eduard 83., geb. 7. Aug. 1857 in Leipzig,
Prof. der klassischen Philologie und Oberbibliothekar das.;
schricb: „Entstehung der griech. Literatursprachen“ (1890),
eine Biogr. seines Vaters (1895) u. a., Herausgeber des
„Literar. Zentralblattes“.
Zärfkoje Selo (pr. ßels), Kreisstadt im russ. Gouv.
Petersburg, 20 xm südl. von Petersburg, 22 353 E., kaiserl.
ustschloß Karte: Europäisches Rußland 1, 1].
Zärte, s. Brachsen.
Fartried, Pflanzengattg., s. Isolopis.
Zarzuela, altspan. Singspiel von meist zwei Alkten;
etzt s. v. w. Spieloper, Operette.
Zäsalpiniazeen, Abteilung der Leguminosen.
Zaspel, östert. Maß für Leinengarn zu 20 Gebinden
yon 20 Fäden.
Zastrow, Heinr. Adolf von, prenß. General und!
Militärschriftsteller, geb. 11. Aug. 1801 zu Danzig, kämpfte
1848/409 in schlesw.-holstein. Diensten, 1866 als General⸗
entnant und Kommandeur der 11. Division bei König—
Jrätz, 1870/71 als kommandierender General des 7. Korps
hei Spichern, Gravelotte, Metz ꝛc.; gest. 12. Aug. 1875
n Schöneberg bei Berlin.
Zäfur (lat.), Einschnitt, in der Metrik die Durch—
Iedung eines Versfußes durch ein Wortende, bes. der
Ruhepunkt in der Mitte des Verses, männlich, wenn die!
3. nach der Arsis, weiblich, wenn sie in der Thesis ein—
ritt. — 3., in der Musik der Punkt, der einen Set oder
zine Periode in zwei Teile scheidet.
Zator (spr. sa), Stadt in Galizien, an
er Skawa, (1800) 1507 E.; bildete ehemals
unit Auschwitz (s. d.) ein poln. Herzogtum.
Zatteltracht (Zaddeltracht), im 13. bis
Ende des 15. Jahrh. bei Männern wie Frauen
ibliche Tracht: Kleider und Kopfbedeckung
im Rande ausgezackt oder mit ausgezackten
Streifen beseßt IAbb. 1982)]; später nur noch
»on Spaßmachern und Narren getragen.
Zatzikhofen, Ulrich von, s. Ulrich von 7982.
zagikhofen. Zatteltracht.
Zauberei, s. Magie und Hexe.
Zauberkreisel, Spielzeug, s. Newtons Farbenscheibe.
Zauberlaterne, s. Laterna magica [Abb. 1022].
Zaubersegen, s. Zaubersprüche.
Artikel. die man unter Z vermißt.

1015

Zec

Zaubersprüche und Zaubersegen, im german. Alter⸗
um gebräuchliche Wunsch- und Verwünschungsformeln
ur Heilung von Krankheiten, gegen Schäden ꝛc.; be⸗
annt die „Merseburger 8.“ (hg. von J. Grimm, 1842).
Sammlung in Müllenhoffs und Scherets Denkmälern““
8. Ausg. 1892). — Bql. Weinhold (1895).
Zauden, Gaugerichte in Böhmen, s. Zuden.
Zauke, Pflanzenari, s. Convaliaria
Zäumung, Zaumzeug, zur Führung und Lenkung
der Pferde, be⸗—
steht aus dem
dopfgestell (s. d.)
ind den Zügeln,
durch die auf
das mit dem
Fopfgestell ver⸗
undene Gebiß
(sj. d.) eingewirkt
vird. Die 8. ist 1983. Zäumung: Kandare (d gerade
entweder Trense Form); o Treuse (d Ringe, e Knebel⸗
—— trense).
os8 -ae) oder Kandare (s. d. und Abb. 1983 2—p).
zur Bearbeitung störrischer Pferde dient der Kappzaum
sd.). — Vgl. Spohr (1888).
anneidechse, s. Eidechsen [Abb. 483].
aunkirsche, die Heckenkirsche (s. Lonicerad.
aunkönig, .Schlüͤpfer und Tafel: Singvoͤgel, 16.
aunlilie, Pflanzengattg., s. Anthericum,.
aunrebe, s. Ampelopsis.
auuriegel, s. v. w. Hartriegel (s. Ligustrum).
aunrübe, s. Bryonia [Abb. 288).
aunwinde, Pflanzenart, s. Convolvulus.
Zavelstein, Stadt im württemb. Schwarzwaldkreis,
60) 2816.
Zbaraz (spr. sbarasch), Bezirksstadt in Galizien,
1800) 8310, als Gemeinde 9508 E.
Zbirow (spr. sbic), Marktflecken in Böhmen, (1900)
1676 E. Die Domäne 3., 1868 von Stronsberg gekauft,
der ger große Fabriken anlegte, ist seit 1878 im Besit
)es Fürsten Colloredo-Mansfeld. —
Zbrucz (Sbrutsch), J. Nebenfluß des Dujestr, bildet die
renze zwischen Galizien und Rußland, 187 kmulg.
Zchenis⸗SZSchali (GScheni-⸗Skale, „Pferdefluß“), r.
Nebenfluß des Rion im russ.-kaukas. Gouv. Kutais.
3. D., Abkürzung für zur Disposition.
Zduny, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Posen, (1905)
3981 E., Präparandenanstalt.
Zea L. Ilagungattg. s. Mais.
Zea, griech. Insel und Stadt, s. Keos.
zeanin (von Zea, Mais), feines amerik. Maismehl.
SZebavth (hebr., Mehrzahl von sabs, Heer“), Heer⸗
charen; daher Jehova Z5 Gott der Heerscharen (Faraels;
püter auf, die „himmlischen Heerscharen“ der Eugel und
Sterne, die Gott dienen, gedeutet).
Zebedäus, der Vater der Apossel Jacobus (des ältern)
ind Johannes.
Zebelda, Landschaft im russ.-kaukas. Gonv. Kutais,
um Ober- und Mittellauf des Kodor, bewohnt von den
zebeldinern (Zibeli, Sambal), einem Zweige der Abchasen.
Zeben, Anen Stadt, s. Zeeben.
Zebid, türkearab. Siadt, s. Sebid.
Zebra (Equus zobra L. sTafel: Afrikanische Tier—
welt, 2), wilde Pferdeart Süd- und Ostafrikas, am
zjanzen Körper auf weißem oder gelblichem Grunde schwarz
und, rotbraun quer geftreift, Rucken mit dunklem Laͤngs⸗
streifen. Ihm nahe verwandt, aber weniger vollklommen ge—
treift ist außer dem Quagga(s. d.) das Dauw (Burchells Z.,
quus Burohellu Gray), ebenfalls in Süd- und Ostafrika.
Zebraholz (Zebra wWood, Boiĩs zobrö), Palmyraholz,
as fuchsbraune, dunkel gestreifte Holz von Omphalobpium
ambeértii DO; zum Fuͤrnieren benutzt.
Zebrahund, der Beutelwolf (s. Beutelmarder und
Fasel: Australische Tierwelt, 19).
Zebraschnuecke, s. Achatschnecken.
zebu, s. Rinder [Abb. 1516].
Zebu (Cebn), eine der Philippinen, 4697 qkm, (1903)
43 247 E. — Die Hauptstadt Z. an der Ostküste, 31079 E.
Zeche, in der Bergmaunssprache die Bezeichnung für
dergwerk, Grube, z. T. auch für Gewerkschaft Kechenfeld.
aänd unter Chund Keauzusuchen