Zie

Mamber-Z., ühnlich wie die Kaschmir-8. behaart, aber
nit sehr langen, schlaff herabhängenden Ohren/Kleinasien,
cirgisensteppe; Zwerg⸗ 8. an und rötlich gefärbt,
oft weiß gefleckt, Afrika. — Vgl. Ulrich (1886), Petersen
1809), Hilpert (4. Aufl. 1801, Zurn (. Aufl. 1906).
Ziesge, Sichling (Pelsseus cuitratus 49.), zur Karpfen⸗
amilie gehöriger Fisch, stahlblau bis olivengrün, Seiten
ilbrig, rosa ennund niedrig gebaut, mit scharfer
Bauchkante, auffallend gewundenet Seitenlinie, nach oben
gerichteter Mundöffnung mit fast senkrechter Mundspalte;
istl, Ostsre, Schwarzes Meer. Fleisch gering geschätzt.
Ziegel, Backsteine, aus Lehm oder Ziegelkon geformte
ind gebrannte künstliche Steine zur Bildung von Mauern
Mauer-Z.), Dächern (Dach⸗3.), Gewölben (Wölb⸗8.)
und bes. geformten Baukörpern (Form⸗83.). Die Maße
der parallel-epipedischen Maner-3. sind meist gesetzlich
»orgeschrieben; der deutsche Normal-8. hat 25 em Länge,
12 om Breite, 6,8 em Dicke. Besoundere Arxten: Blend.
teine, Klinker, Tuff-Z., Dinassteine (s. diese Artikel) und
hie Z. aus Schamotte (s. d.) und Hydrosandstein (f. d.).
giegelbrenneranamie, s. Meonyloctomum“ duo
zießelern s. Rotkupfererz. [denale
eeh s. Philosophendl.
Ziegelrohbau, s. Rohbau.
Ziegeltee, s. Tee.
Ziegenbalg, Bartholomäus, luth. Missionar, geb.
4. Juni 1633 zu Pulsnitz (Lausitz), ging 1708 nach
Tranquebar (Ostindien), gest. das. 23. Febr 1719; auch
im die tamulische Sprachkunde verdient. — Val. Gert
nann (2 Bd., 1868).
Ziegenbart, Pilz, s. Clavaria.
Ziegenfelle werden meist zur Lederfabrikation (Saf—
ian, Korduan rc.), von jungen Tieren (Kihgfelle) zu
Slackhandschuhleder verwendet, in Frankreich auch zu
Jagdröcken (mit Haar nach auswärts); Felle der Angora⸗,
der chines. Ziege, naturell oder gefürbt, zu Decken. Reuer—
dings werden weiße tibet. Z., zum Teil in fertigen
Mänteln mit Ärmeln (80 — 120 2) eingeführt. Die
Haare der 3. geben gute Malerpinsel.
Ziegenfußz, Pilz, s. Polyporus.
Ziegenhain. 1) Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Cassel,
in der Schwalm, 18905) 1707 E., Aumtsgericht, altes Schloß,
etzt Zuchthaus, Strafänstalt für Frauen. — 5) Dorf im
Vroßhzgt. Sachsen-Weimar, an der Saale, 3882 E.; von hier
tammen die Ziegenhainer, Stöcke aus Kornelkirschbaum.
Ziegenhals, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Sppein,
(905) 8668 E., Amtsgericht, kath. Lehrerseminar, Wasser⸗
Ziegenleder, s. Ziegenfelle. kheilanstalien.
s. Nachtschwalben [Abb. 12224).
iegenpeter, s. Bauernwetzel; Krankheit der Ziegen,
Jiegenrauter s. Galoga. ss. Knochenerweichung.
iegenrück, Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Erfurt, in
ner Erklave an der Saale, (1905) 1226 E. Amtsgericht,
Zieger, s. v. w. Schabzieger (s. d.). [Schloß.
Ziegler, Klara, — geb. 27. April 1844
n München, 1867 in Leipzig, 1868274 am Münchener
Hoftheater, seitdem bis 1904 gastierend; 187683 ver—
nählt mit dem Schauspieler Adolf Ehristen (gest. Juli1883);
chrieb auch Lustspiele. — Vgl. Mayerhofen (1887).
Siegler, Theobald, Philosoph, geb 8. Febr. 1846 zu
Boppingen in Württemberg, erst Gymnasiallehrer in
Winterthur, Baden-Baden? itnd Straßburg, seit 1886
Prof. das.; schrieb: 333 der Ethik“ (1881 fg.),
„Die soziale Frage Line sittliche Frage“ (1891 n. 3.),
Die Fragen der Schulreform“ (1881), „Das Gefühl“
2. Aufl. 1808),„Religion und Religionen“ 18935 „Ge⸗
chichte der Puͤdagogit“ (Bd. 1, 2 Aufl. 1904), Der
»eutsche Student aim Ende des 10. Jahrh.“ (8. Auft. 1904).
Ziegler und Klipphausen, Heinr. Aufelm von,
Dichter, geb. 6. Jan I663 zu Radteriß (Dlerlaufig)
Stiftsrat in Wurzen, gest. 8. Sept. 1696 u dicbertwen
vitz; Hauptwerk der Roͤman „Die asiat. Banise“ (1688)
Ziehbarkeit, s. Dehndarleit.
Ziehen, im Wechfelrecht, Trassieren.
Ziehen, Theodor, Psychiater, geb. 12. Nov. 1862 in
Frankfurt a. M. Prof. in Jena, ATsdoo in Uttecht, 1908
* g in —3 — „Psychotherapie“ (1898),
„Psychiatrie“ (2. Aufl. 1902),, Phosiolog. Pfychologie⸗
— Physiolog. Psycholog

Artikel, die man unter Z vermißt,

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Ziehharmonika, musikal. Instrument, bestehend aus
inem Kasten, dessen Seitenwände einen Blasebalg bilden,
ner durch Aufziehen und Niederdrücken hewegt wird, und
in dem eine Anzahl Tasten, die von der dechten Hand
egiert werden, augebracht sind; jede Tasie gibt zwei
Löne, einen durch Zug, den andern durch Druck. Der
Fon wird, wie bei der Mundharmonika (s. d.), durch
tählerne Zungen erzeugt.
Ziel, Ernst, Schriftsteller, geb. 8. Mai 1841 in Rostock,
87283 Redakteur der „Gartenlaube“, lebt in Cann—
tatt; schrieb: „Gedichte“ (2. Aufl. 1881), „Literar. Re⸗
iefs. Dichterporträts““ (4 Bde., 1888 -65) u. a.
Zielenzig, Kreisstadt im preuß. Reg.-Btz. Frankfurt,
in der Postum, (1905) 5668 E., Amtsgericht.
Zielkauf, s. v. w. Kauf (. d.d) auf Ziel; auch s. v. w.
rieferungsgefchäft (s. d.).
Zienter, verschiedene Drosselarten, s. Drossel; beim
Vildbret s. v. w. Rückenstück; auch das mannliche Glied
rößerer Tiere (z. B. Ochsen-8.).
Ziemssen, Hugo von, Mediziner, geb. 18. Dez. 1828
n Greifswald, 1863 Prof. in Erlangen, 1874 in Mün—
hen, gest. daf. 20. Jan. 1902; führte die Kaltwasser—
»handlung des Typhus (1870) und die Elektrizitar in
)ie Krankenbehandlung ein; schrieb: „Klinisches Rezept—
aschenbuch“ (7. Aufl. 1901), „Behandlung des Magen⸗
eschwürs“ (1871) u. g., gab heraus „Handbuch der spe⸗
iellen Pathologie und Therapie“ (17 Bbe. 1878 84 u. d.),
„Handbuch der allgemeinen Fhere (4 Bde. 1880 -84),
Handbuch der Hygiene und der Gewerbekrankheiten“ (mit
Pettenkofer; 3Bde., 188286) und das „Deutfche Archiv
ür klinische Medizin“ (mit Zenker; 1866 fg.).
Zierenberg, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Cassel, an
der Wanne, (1900) 1899 E., Amtsgericht.
Zierikzee (pr. sihrikseh), Stadt in der niederländ.
brov. Seeland, auf, der Insel Schouwen, (1899) 6818 E.
Ziervögel, die Manakins (s. d.). (Hafen.
Ziefar, Siadt im preuß. Reg.⸗-Bez. Magdeburg, 1905)
2674 E., Amtsgcericht.
Ziese, Karl, Ingenieur, geb. 2. Juli 1848 in Moskau,
am nach Studien in Kiel, England und Berlin nach
ẽIbing zu Schichau (s. d.), wo er im Ban von Schiffs—
naschinen und Torpedofahrzeugen Hervorragendes leiftete;
etzt Generalbevollmächtigter sämtlicher Schichauschen Werke.
Siesel (Spermophus), zur
Familie der Hörnchen gehörige
Nagetiergattg., mit schlankem
dörper, ganz kurzen, versteckten
Ohren, Backentaschen, kurzem
Schwanz; Bewohner ebener
Segenden der nördl. Erdhälfte,
jalten in selbstgegrabenen Höh—
en einen Winterschlaf. Gemeiner 8. (Suslig, Suslik,
. ceitilus Wagn. [Abb. 1885)), gelbgrau und rostgelb,
diun und Halsunterseite weiß, von Schlesien an durch
Polen, Hsterreich, Ungarn bis Sibirien gesellig vorkommend.
Ziest, s. 8tachys.
Zieten, Hans Ernst Karl, Graf von, preuß. Feldmar—
chall, geb. 5. März 1770, aus dem Hause Dechtow, kämpfte
in den franz. Kriegen 1806—185, dann Befehlshaber des
preuß. Besaßungsheers in Frankreich, 1817 in den Grafen—
stand erhoben, als Generalfeldmarschall 18386 verabschiedet.
gest. 3. Mai 1848 zu Warmbrunn.
Zieten, Hans Joachim von, Reitergeneral Friedrichs
.Gr., geb. 14. Mai 1699 auf Wustrau (Ruppin), 1741
Zberst des nach ihm henannten Husarenregiments, erwarb
ich seinen Heldenruhm bes. im Siebenjähr. Kriege bei
Leuthen und Torgau, gest. 27. Jan. 1786 zu Beruin. —
Biogr. von Hahn (5. Aufl. 1878), Graf zur Lippe (2. Aufl.
1885), Winter (2 Bde., 1886).
Ziffern, die Schriftzeichen der Zahlwörter, beim De—
imalsystem zehn. Unsere jetzigen 8. sind eine ind.
Erfin dung und durch die Araber nach Europa gebracht,
ie heißen daher arab. 83., im Gegensatz zu den durch sie
»erdrängten, heute noch bei Inschriften üblichen röm 8.
Zigaretten oder Papiros mit fein geschnittenem
Tabak (türk. oder amerik.) gefüllte Röllchen aus feinem
bBapier zum Rauchen. Nach Gesetz vom 8. Juni 1906 im
Deutschen Reich bestenert mit 1,0 für das Tausend (Wert
dis 150) bis 10 A (70 M).
ind unter C und Keaufzusuchen.

1985. Ziesel