Zim

Zimtkassie (chines. Z., Holzkassie) von Cinnamomum Cassãs
34. Beide enthalten Zimtoͤl (f. d.); letztere dient als
Magenmittel, zur Herstellung von Zimttinktur, Zimt—
wasser zc. Ber weiße 8.. in der Likörfabrikation ver—
wandt, ist die Rinde von Canella aiba Murr. (j. Canella).
Ein dem 8. ähnliches Gewürz liefert die Rinde von Cinna
modendron cortieosum Miers, einem Baum Jamaikas.
Kimtaldehnd, Hauptbestandteil deb Zimtöls und
assigöls, farbloses, stark aromatisch riechendes Ol, schwerer
als Wasser, oxydiert sich an der Luͤft leicht zu Zimtsäure,
vird auch künstlich hergestellt; verwendet in de VParfümerie.
Zimtäpfel, s. Adons.
Zimtbauni, s. Cinnamomum [Abb. 355)].
Zimtblüten, die unreifen Früchte von Cinnamomum
amala Nees (s. Cinnamomum).
Zimtgans, s. Fuchsente.
Zimtkaffte, Zimtikaneel, s. Zimt.
Zimtöl, diuch Deftillativn ded Zints gewonnenes
itherisches Ol; das Ceylon-8. dient in der Parfümerie
und Litörfabrikation, ift feiner, aber auch zehnmal so
euer als Zimtkafsiabl (j. Kassiaöl).
Zimtsaãure, Phenylakrytsaure, farb⸗ und geruchlose,
n Wasser schwer loͤsliche Kriftallnadeln, findet sich im
Storax, Toluͤ⸗ und Perubalscut und in gewissen Benzoe—
harzen, diente früher zur Darstellung von künftlichem In⸗
digo. Ester der Z, dienen als Antiseptika und als Mittel
gegen Lungentuberknlofe, bes. Styrakoi (Zimtsüureguaja⸗
kolester), Cinnamein( Zimtsänrebenzylester) und Styraziu
Zimtsůurecinuamylefter), farblose Kristalle: die beiden
etztern finden sich im Storax.
Zimtstrauch, Zierpflange, s. Calycanthus.
Zimttinktur, Zimttropfen, rotbraune, süßlich ge⸗
vürzig nach Zimt schmeckende Tinktur aus chines. Zmt
ind Weingeist, als magenftärkendes Miltel und zur Er⸗
egung des Uterinsystems angewendet.
Zinal, Val de, s. Aunibiers, Val d'.
Zinegref (Zinkgref, Zinckgref), Jul. Wilh., Dichter,
geb. 3. Juni 1591 zu Heidelberg, gest. 12. Nov, 1636
u St. Goar; Hauptwert: „Der Teutschen scharpfsinnige
kluge Sprüch, Apophthegmaͤta genaunt⸗ (2 Bde., 1636
u. v.). — Val. Schnorr von Carolsfeld (im „Archiv
ür Literaturgeschichte“, Bd. 8, 1878).
Zindel, s. Cendal.
3 sehr leichter Taft.
inellen, Hen sJ. Becken.
Zinerarien (lat.), Aschenkruͤge, worin die Alten die
Usche der verbrannten Leichuame aufbewahrten.
Zingerle, Ignaz, Dichter und Germanist, geb. 6. Juni
—A— Prof
zu In usbruck, gest. daf. 17. Sept. 1892; ver—
aßte Schriften zur Sitteugeschichte und' Lite—
ratur Tirols, Nopellen u. a.
Zing ibper Adans, Ingwer, Pflanzengattg.
der Zingiberazeen, Kräuter mit knolligem Rhi⸗
zom, in Ostindien und im Ind. Archipel. 2.
fcinale Roscoe (gemeiner oder echter Ingwer
Ad, 1986: a Blüte])) liefert den Ingwer
Zingiberazeen, Pflanzenfamilie der
Szitamineen, Kräuter meist des trop. Asiens, F
mit gewürzhaftem und mehlreichem Wurzel⸗
tock? Kardamom, Kurkume, Ingwer ꝛc. — Sueer
Bgl. Schumann (1809. Fngwen
Zingst, Insel in der Ostsee, an der pom- d
merschen Küste, 22 kmelg., von der Halbinsel Darß durch
den Gietzt zum Teil zugeschütteten) Prerowstrom geschieden,
mit dem Seebad 8. (1800) 1776 E.
Zingulum (lat) Gürtel; die weißleinene Schnur
mit Quasten zur Guͤrtung des Unterkleides der rath.
Beistlichen, sowie die schwarze Schärpe über der Soutane.
Zint, Spiauter oder Spercet (chem. Zeichen 20),
metallisches Element, findet p nur in Verbindungen,
hauptsächlich als Galmei, Kieselzinkerz, Zinkblende und
Notzinkerz. Zur Gewinnung des müssen die Erze in
Zinkoryd übergeführt werden, das durch Kohle reduziert
wirdz Rotzinkerz und Fiefelzinkern, diefes ne Zuschlag
von Kalk, können direkt verarbeuet werden; Galmei wird
gebrannt, Zinkblende geröstet. Das Werkist meas
kadmium- und bleihaltig. Chemisch reines 8. erhult
Artikel, die man unter Z vormißt.

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nan durch wiederholte Destillation (Trennung von Kad—
nium, Blei, Eisen) und Schmelzen mit Salpeter und
Soda (Trennung von Arsen und Antimon). 3. ist
„lãulichweiß, kristallinisch, hat ein spez. Gew. von 7 7,,
das Atomgewicht 65,4, ist bei gewöhnlicher Temperatur
pröde, wird bei 100* auswalzbar zu feinem Blech (Zink⸗
olie), bei 2307 wieder spröde; schmilzt bei 48335, siedet
hei 1040 (Zinkdampf verflüchtigt sich) und verbreunt an
der Luft mit bläulichweißer Flamme zu einem dicken
veißen Rauch von Zinkoryd, bedeckt sich an der Luft mit
iner dünnen, festanhaftenden Schicht von basisch kohlen⸗
aurem Z., die es vor weiterm Angriff schützt. 8. löst
ich in verdünnten Säuren zu Zinksalzen; audd in heißem
Alkohol ist es löslich. 83. ist in Bloͤcken, Blechen und
ils Draht im Handel; es dient zur Herstellung von
zinkgußwaren, zu Klempnerarbeiten, zum Dachdecken, zu
Dachrinnen ec. Zinkamaigam erzeugt man auf der Ober—
läche der Zinkplatten galvanischer Elemente zum Schutz
jegen den direkten Angriff der Säuren, indem man sie
nit Quecksilber einreibt. In seinen Verbindungen ist das
3. zweiwertig; Zinkoxyd (Zinkblute, blume, Augeunichts,
veißes Nichts, Zinkasche, lat. Nix alba, Luna puhiloophtoa,
 Flores Zinoi) entsteht beim Verbrennen von 8.
ind bei schwachem Glühen seines Karbonats; lockeres,
veißes, glühbeständiges Pulver, ist in Wasser unlöslich, in
Säuren leicht Iöslich, dient zu Salben, Pulvern, Pasten,
nnerlich bei Nervenleiden, hauptsächlich aber als Maler—
arbe (s. Zinkweiß); Zinkhydroxyd (Zinkoxydhydrat)
cheidet sich aus Zinklofungen durch Natronlauge als
Jallerte aus, die sich in Alkalien zu Zinkaten, z. B.gink⸗
»xydnatrium (Natriumzinkat) löst. Zinksalze sind meist
arblos und in Wasser löslich; sie reagieren sauͤer, schmecken
netallisch, wirken brechenerregend und, bei starken Dosen,
ziftig; Zinkchlorid (Chlor⸗Z) entsteht aus 8. durch Er—
värmen mit Chlorgas oder durch Lösen in Salzsäure und
rindampfen der Lösung, farbloses, sehr hygrofkopisches
tristallpulver, in Wasser und Weingeist keicht löslich
Zinkbutter); verwendet in der Medizin als Atzmittel, zu
Wasch- und Verbandwässern, Einsprißungen, zur Konser—
»jerung von Holz, als Lötwasser (da es Metalloxyde
st), mit Salmiak zusammen als Lotsalz, als Refervage
in der Fürberei, zum Brünieren der Gewehrläufe, Beizen
)es Messings u. a.; basisches Zinkchlorid (Zinkory—
chlorid) entsteht als plastische, erhärtende Masse beim
Linrühren von Zinkoryd in konzentrierte Chlorzintlösung;
ient zum Abformen von Gegenständen, zu künstlichen
zähnen, als Zahnkitt; schwefelfaures Z. (Zinkfulfat,
Zinkvitriol, weißer Vitriol, weißer Galitzenstein, Kupfer.
auch, Blanc de Goslar), gewonnen durch Auflösen von
3. in Schwefelsäure und Eindampfen, technifch durch
Rösten von Zinkblende, Auslaugen des Rösftgutes und
Berdampfen der Lösung, rhombische, in Wasser leicht
lösliche Kristalle; mediuinish als zusammenziehendes
Mittel zu Verbänden und Augenwässern, innerlich als
Brechmittel bei narkotischen Vergiftungen verwendet, ferner
ur Holzkonservierung, als Beige im Zeugdruck, als fener—
ester Anstrich, liefert beim Erhitzen mit Kobali-, Kupfere,
Sisen? und Mangansalz Zinkfarben; chromfaures 3.
Zinkchromat) entsteht als gelber Niederschlag beim Ver—
mischen der Lösungen von Natriumchromat' und Zink—
itriol, dient als Malerfarbe (Zinkgelb); kohlensaurcs
3. (Zinkkarbonat), in der Natur als Galmei, wird als
‚asisches Salz beim Eintragen von Chlor-8. in siedende
Sodalösung dargestellt; essigsaures 8. ——
ose glänzende Blättchen, in heißem Wasser sehr leicht
öslich, dient medizinisch zu Auͤgenwässern, Verbänden,
nnerlich als en entt Mittel bei Nervenkrankheiten
ind als Brechmittel. Ähnlich verwendet werden milch
aures ꝛc. 8. Schwefel⸗Z. (Zinksulfid), in der Natur als
zinkblende; weißer Niederschlag aus Zinksalzlösungen
»urch Schwefelalkalien, aus Zinkazetat durch Schwefelve
 ist in Mineralsäuren löslich; aus Zinkvitriol
entsteht durch Schwefelbaryum ein Gemisch von Zinkfulfid
und Baryumsulfat, das nach dem Glühen und Pulvern
als weiße Malerfarbe EEithophan, Lithopone, Zinkolith,
Griffiths Weiß) dient.
Zinkaltyle, Zinkäthyl, s. Zinkmethyl.
Zinkblende, Blende, Sphalerit, reguläres, meist
zraunes oder schwarzes glasgläuzendes Mineral, Schwefeliind
 unter C und Keaufzusuchen.