Die 16 Zipser Kronstädte (die bedeutendste Iglo) bildeten
zis 1876 einen eigenen Distrikt.
Zipfer Unterland, s. Gründe.
Firai, türk. Name des Meters.
Firbeldruüse, Gehirnepiphysje (Glandula pinealis),
erbsengroßer, rundlicher Körper in der Mitte des Gehirns,
jat in seinem Innern zuweilen eine Höhle und in seinem
Zellgewebe sandige Körnchen (Hirnsand), ist wahrschein—
sch der verkümmerte Rest eines mitten auf dem Scheitel
zjelegenen unpaaren Auges (Scheitel-, Parietal- oder Pi⸗
zealauge), das sich am besten bei einer Reihe von Rep—
ilien, bes. der Bruͤckenechse, erhalten hat, wo das distale
ẽnde diefes Organs hohl ist (Epiphysenblase).
irbeltiefer, s. Kiefer.
iria, Gebirge, s. Kyllene.
sirta, s. Circa.
rirtaß, s. v. w. Circassienne.
Zirkaffien (richtiger Tscherkessier), das Land der
Tscherkessen (Zirkasssiers am Nordabhange des Kaukasus.
Zirte, Sladt im preuß. Reg.-Bez. Posen, an der
Woarthe, (1905) 3024 E., Landgestüt.
Zirkel, zweischenkliges Instrument zur Beschreibung
von Kreisen, Messung von Distanzen ꝛc.; Sternbild am
üdl. Himmel; bei studentischen Verbindungen die zu einem
Zeichen (früher Erkennungszeichen) zusammengesetzten An⸗
Aangsbuchstaben des Namens, oft ng des Wahlspruchs.
Zirkel, Ferdinand, Mineralog und Geolog, geb. 20. Mai
i8s38 zu Bonn, seit 1870 Prof. in Leipzig, bes. verdient
durch mikroskopische Untersuchungen der Mineralien; schrieb:
Lehrbuch der Petrographie“ (2. Aufl. 1894 -95) u. a.
Zirkelschluß, s. Diallele.
Firknitz, Markt in Krain, (1900) 1530, als Gemeinde
5304 E. Der Zirknitzer See, 8 Kn von Adelsberg, voll trich—
erförmiger Vertiefungen und unterirdischer Abflußkanäle,
amfaßt je nach dem Wasserstand 2156 4km, bis 3 mm tief.
Zirkon, tetragonales shäufige Kristallformen auf Tafel:
ẽdelsteine II, 29 u. 30), meist rot oder braun gefärbtes,
zlasglänzendes Mineral, Zirkons und Kieselsdäure; malro—
kopisch im Zirkonsyenit (Norwegen), in Basalten des
Siebengebirges, lofe in Edelsteinsanden (Ceylon); mikro—
kopisch weit verbreitet in vielen Gesteinen, lose fast, in
aillen Sanden. Die schönfarbigen, durchsichtigen Spiel—
arten dienen als Edelsteine. Z. wird auch zu Zapfenlagern
einer Wagen und Spindeln von Uhrrädchen benutzt.
Zirkonium, Zirkon (chem. Zeichen Zr), seltenes, dem
Titan verwandies metallisches Element, findet sich an
dieselsäure gebunden im Mineral Zirkon und als wasser—
zaltiges Oryd im Malakon, graphitähnliches Pulver vom
pez. Gewicht 4128, Atomgewicht 90,6, verbrennt in der
Zluͤhhitze zu Zirkonoxyd (Zirkonerde), einer weißen
morphen Masse, wird aus dem Mineral Zirkon ge—
vonnen, strahlt bei hoher Temperatur ein helles Licht aus.
Zirkular (lat.), kreisförmig, sich im Kreise bewegend,
umlaufend; als Hauptwort: Rundschreiben.
Zirkulaärnote, im diplomat. Verkehr gleichlautende
Schriftstücke, die eine Regierung an fremde Höfe sendet,
im diese von ihren Ansichten und Beschlüssen in einer
vᷣwebenden Frage in Kenntnis zu setzen.
33 (lat.), Kreislauf, Umlauf. sfäße).
irkulationsorgane, s. v. w. einen . Ge⸗
irkulieren (lat.), in Umlauf sein, die Runde machen.
irkumflex t! cireumflexus), s. Alzent.
Zirkn nner vianhohen die Sternhohen in der
Nähe des Meridians, dienen vorzüglich zur Bestimmung
er geogr. Breite.
Zirkumpolarsterne, alle Firsterne, die für einen
zebbachtungsort nicht untergehen.
Zirkumsfekript (lat.), umschrieben, scharf abgegrenzt;
zirkumstription, Umschreibung, Begrenzung. Zirkumstrip⸗
ionsbullen, päpstl. Erlasse, die (nach Vereinbarung mit
»er Staatsgewalt) die äußern Verhältnisse (bes. die Ab—
zrenzung) der Diözesen oder überhaupt die Beziehungen
ines Staates zur röm. Kurie regeln.
Zirkumvallationslinien (lat.), zusammenhängende
tefestigungslinien, vom Belagerer einer Festung in seinem
Rücken gegen feindliche Entsatztorps errichtet, Kontravalla⸗
ionslinien, gegen die Festung gekehrte Befestigunaslinien
ses Belagerers
Zirkeinzellionen. Vartei der Donatisten (s. d).
Artikel, die man unter Z vermißt,

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Zis
Zirkumzentrisch (lat.), um einen gemeinschaftlichen
Mittelpunkt gelegen,
b (lat.), Beschneidung (s. d.).
irkus (lat.), Kreis, bei den Römern läuglich-runde
Kennbahn (vol, Hippodrom), in der die Zirzensischen
Spiele (s. d.) abgehalten wurden, am ältesten der Circus
naximus; jetzt rundes Schaugebäude für Kunstreiter ꝛc.
irkustäler, s. Kare.
rudorf, Markt im bayr. Reg.-Bez. Mittelfranken,
irpen, s. Gleichflügler. I4805) 4946 E.
rpkäfer, s. Lilienhähnchen.
oirienfische Spiele (lat. Iudi Circonses), die älteken
 Lustbarkeiten des röm. Volks, bestehend in Pferdes,
Bagenrennen, Kampfspielen, Tierkämpfen ꝛc. nach dem
Arcus maximus benannt; vom Volk leidenschaftlich ge—
liebt, daher panem et circenses (Brot und 8. Si) sprich⸗
vörtlich für die Hauptbedürfnisse der großen Menge.
Zisalien, beim Prägen mißratene Münzen.
Zisalpinisch, diesseit der Alpen (von Rom aus).
Zisalpinische Republik, der von Bonapaͤrte
28. Juni 17987 proklamierte, aus der Zis⸗ und der Trans—
jadanischen Republik Fone Staat in Oberitalien,
12450 4km, 39. Mill. E.; Hauptstadt Mailand. 25. Jan.
1802 in die „Ital. Republik“ umgewandelt.
Zischlaute, s. Sibilanten.
Ziselieren (frz.), die Vollendungsarbeiten an me—
allenen Gußstücken durch Meißel, Stichel, Feile, Punzen;
m engern Sinne die Herstellung getriebener Arbeit in
dünnem Blech. — Zifeleur (spr.-loöͤhr), der ziselierende
Arbeiter.
Ziska (Zizta, sprschischta), Johann, geb. 1360 zu
Troznow (Budweiser Kreis), von Jugend auf einäugig,
neben Nik. von Hussinecz das Haupt der Hussiten, schlug
1420 den Kaiser Sigismund bei Pankraß und eroberte
die Feste Wyschehrad bei Prag, verlor bei Raby durch
einen Pfeilschuß sein zweites Auge, siegte 1422 bei Deutsch⸗
hrod, gest. 11. Okt. 1424 vor Przibiflaw.
Ziskaukasien, s. Kaulkasien.
Zisleithanien (das Land diesseit der Leitha), seit dem
Ausgleich von 1867 im ee zu Transleithanien (s. d.)
her allgemein gebräuchliche Gesamtname der im österr. Reichs—
at den Kronländer der Osterr.sUngar. Monarchie
s. Beilage: Osterreichisch-Ungarische Monarchies.
diesseit des Po (von Rom aus).
ispadanische Republik, 20. Sept. 1796 von
Honaparte gebildeter Staat, südi. vom Po, aus Modena,
Reggio, Ferrara und Bologna bestehend, wozu später noch
Mesola und die Romagna kam, etwa 1 Mill. E., schon
Juli, 1797 der Zisalpinischen Republik (s. d.) einverleibt.
Zisrhenanisch, diesfeit des Rheins.
Zisrhenanische Republik, Staat, den mehrere
eutsche Städte am linken Rheinufer 1797 zu bilden be—
chsichtigten, wozu es aber nicht kam, weil das linke Rhein—
ifer durch den Frieden von Campo Formio (17. Okt.
797) von Osterreich an Frankreich abde—
reten wurde.
Zissoide (grch. „Epheuähnliche“), in der
MNathematik eine zuerst von Diokles kon—
truierte krumme Linie dritter Ordnung, der
eometr. Ort der Fußpunkte der vom Schei⸗
el einer Parabel auf re Tangenten ge⸗—
illten Lote [Abb. 1988)].
Zistazeen, Pflanzenfamilie der Zistifloren, Kräuter,
albsträucher oder Sträncher meist der Mittelmeerländer.
Zistenröschen, ZSistrose, s. Cistus.
Zistensaft, s. v. w. Hypozistensaft (s. Oytinus).
Zistenfanger (Cisticola), Gattg. der Singvögel, die
die afrik. Region bis Südeuropa uünd die indische bis
Australien bewohnen. O. schoeniola Bp., oben olivenraun,
 dunkel estzen unten weiß, 11 em Ig., Südeuropa.
Zisterne (lat.), Behälter zum Ansammeln und Auf—
ewahren des Regenwassers.
Zisterzienser, Moͤnchssorden, benannt nach dem
Stammkloster Oistercium (Citeaur) bei Dijon, von dem
Benediktinerabt Robert 1098 zu strenger Aszese gestiftet,
erst seit 1112 durch Bernhard von Clairvaus (daher auch
Bernhardiner) durch ganz Europa verbreitet, jeht zumeist
n Osterreich. Ordenstracht für das Klosier weiß mit
schwarzem Skapulier, auf der Straße grau (daber Graue
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