Zis
Brüder“). Zisterzienserinnen, gestiftet 1120, jetzt nur
noch einige Klöster in Deutschtand, Schweiz, Sfterreich.
— Bgl. Winter (4 Bde. 186871), Brunner (1882).
Zistifloren, VPflanzenordnung der Dikotyledonen, mit
neist gegemanigen fünfzähligen Blüten. Jahlreiche Fa—
nilen (Resedazeen, Violazeen, Droserazeen, Birazeen u. a).
Zistrose, Cistus.
Zitadelle (frz.), kleine Festung innerhalb einer größern,
ient als Reduit der ganzen Befestigung.
Zitadellschiff, Panzerschiff, desfen Seitenwände nur
n der Mitte bis zum Oberdeck hinauf gepanzert sind.
itat (lat.), wortlich angeführte Schriftstelle.
itation (lat.), Ladung, Vorladung, obrigkeitliche
Aufforderung, vor Gericht zu erscheinen. Eviktal ß. Vor⸗
ine mittels Bekannimachung; Real⸗Z., Vorfuͤhrung
des Geladenen durch Gerichtsdiener.
Zitelmann, Kourad, Schriftsteller, Pleudonym Konrad
Telmann, geb. 26. Nov. 1854 zu Stettin, seit 1891 ver—
nählt mit der Malerin Hermidne von Preuschen (s. d.),
gest. 24. Jan. 18807 in Rom; schrieb Novellen, Stizzen,
Romane, Gedichte.
Zither (grch. Kithara), schon im Altertum übliches
Saiteninstrument, früher mit dem Plektron, jeht mit einem
Schlagring geschlagen (Schlag-Z. sTafel: Musik J,
.7. u. 22)). — VBgl. Thauer (1908).
gitieren ug vorladen (bes. vor Gericht); herbei—
ufen, beschwören (Geister); die Stelle eines Buchs an—
Zitrate, Salze der Zitronensäure. sführen.
itren, s. Limonen.
itrin, J. Bergkristall.
Zitronai, Zedrat, die unreife, daher grüne, mit Zucker
ngemagte Schale der süßen Frucht einer Abart des
zittonatbaums (Citrus medica).
Zitronatbaum, s. Citrus.
itronbartgras, s. Andropogon.
gitrone (Citrone), J. Citrus.
Zironeugot ätherisches OEl, aus Andropogon
uardus L. und eitriodora H. et B. gewonnen, uͤußerst
wohlriechend, zum Verfälschen von Geranium- und Rosenöl
benutzt und als türk. Geraniumessenz (Idris Jaghi) ge—
jandelt. Sehr ähnlich das Zitronen- oder Lemongrasöl.
itronelle, s. v. w. Stabwurz (s. Artemisia).
itronenbaum, s. Citrus.
itronenfalter, Zitronenvogel (Rhodoceéra oder
donopteryx hamuni L.), Tagfalter mit gelben Flügeln
ind vrangegelben Mittelftecken, in ganz Europa häüufig;
»ie grasgrüne Raupe lebt auf dem Kreuzdorn.
Zitronenfink, s. Hänflinge.
zitronengrasöl, s. Zitronellaöl.
— Zitronensaftkur, Kur gegen gichtische
ind rheumatische Leiden, bestehend im täglichen Genuß des
Saftes von 12224 und mihr Zitronen.
Zitronensäure, Zitronsäure, im Pflanzeureich weit
erbreitete organische Säure, aus Zitronensaft bereitet,
cein sauer schmeckende Kristalle, in Wasser löslich; ver⸗
vendet als Erfrischungsmittel, gegen Storbut und Hitz⸗
chlag, in der Färberei; offizinell sind Brausemagnesia ein
Vemisch von Z., kohlensaurem Magnesium und doppelt—
ohlensaurem Natrium, von den zitronensauren Salzen
Zitraten): zitronensaures Eisen (Eisenzitrat), rote Plätt⸗
hen, und zitronensaures Eisenchininu (s. Chinin).
Inerte die Wassermelone (s. Melone).
ittau, Amtsstadt in der sächs. Kreish. Bautzen, an
der Mandau, (1800) 80921 (1905: 34706) E. Amtsgnretan
 und Gewerbekammer, Hauptzollamt;
Iohanniskirche (1834 87, von Schickel), Petrie Paul⸗,
Marientirche u. a., Gymnasium, Realgymnasium, otcre
Mädchenschule, höhere Web-, Baugewerken-, Tiefbau—,
Bergvorschule, Bibliothek mit Museum, Baumwollspinnerei
ind 7weberei, Eisengießereien, Mafchinen⸗, Seiletwarenabrikation,
 Glasmalereiꝛc.
Zittel, Karl, freisinniger prot. Theolog, geb. 21. Juni
802 zu Schmieheim (Badend, feit 1849 Pfarrer in Heidel⸗
berg, Mitglied der bad Kammer i82ab und des Frauturter
 Parlaments 1848 49, Mitbegrunder des Pro—
estantenvereins, gest. 28. Aug. I8715 feine religiöfen
Betrachtungen hg. von seinem Sohne u d. T. Der Sonn—
agabend, E Bden A893 94). Gein Sohn Emii 8.
zeb. 14. Aua. 1831 in Lörrach, 1862 Pfarrer, 1874 297
Artikel, die man unter Z vermißt,

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Dekan in Karlsruhe, gest. das. 28. Jan. 1899; Haupt⸗
chriften: „Entstehüng der Bibel“ (5. Aufl. 1891), ,Bibel⸗
unde“ (11. Aufl. 1803), „Die Schriften des NT., über—
etzt und erklürt“ (1894). — Dessen Bruder Karl von 8.
Paläontolog und Geolog, geb. 26. Sept. 1839 zu Bah—
ingen (Baden), seit 1863 0. an der Polytechn. Schule
in Karlsruhe, seit 1868 Prof. an der Universitüt zu Mün⸗
hen, gest. das. 5. Jan. 1804; schrieb: „Aus der Urzeit“
18723 2. Aufl. 1875), „Handbuch der Paläoutologie“
mit Schimper und Schenk, 4 Bde., re „Grund⸗
üge der Paläontologie““ (1895; Abteil. Nin 2. Aufl. 1805),
Geschichte der Geologie und Paläontologie“ (1809) u. a.,
derausgeber der iann „Palacontographies“. —
8gl. von Heigel (1904), Pompecki (1804), Rothpletz (1905).
Zitteraale (Gymnotidso), Familie der Edelfische, von
alartigem Aussehen, ane Bauch⸗, Rücken- und Schwanz⸗
lossen, aber mit sehr langer Afterflosse, enger Kiemen—
ffnung, großer Schwimmblase; Schwanz in 'einer Spitze
ndigend. Bewohner der süßen Gewässer des trop. Amerika.
Wichtigste Art der große Z. (Temblador, Gymnötus elecrlous
 LT.), oben dunkel olivengrün, unten orangerot,
nit großen elektr. Organen (s. Zitterfische) jederseits in der
intern Schwanzhälfte, womit er betäubende elektr. Schläge
Zitteralge, s. Nostoc [Abb. 1260). sausteilt.
Zitterer, religiöse Sekte, s. Shakers.
Zitterfische, elektr. Fische, Fische, die nach Be—
ijehen (zur Verteidigung, zum Betäuhen der Beute)
lektr. Schläge austeilen können. Die
Erzeugung der Elektrizität geschieht in
eftimmten Organen lelektr. Organen
Abb. 1989; Schwanzstück vom Zitter—
zal, von der Seite geöffnet, darin F
das elektr. Organ)), die aus zahlreichen,
rismatischen, in kleine Kästchen oder
Blättchen (nach Art der Voltaschen
Säule) zerlegten Säulchen bestehen 989 Sehwan
ind sehr nervenreiche, bes. entwickelte dun der —
Partien quergestreifter Muskeln sind. als dit ben
hierher die ZSitteraale (s. d.), Zitter- eleftrischen Organ.
ochen (s. d.) und der Zitterwels (s.
Welse). — Vgl. Boll (1824), Fritsch (1887 —90), Ballo—
Zittergras, sBriza IAbb 28. [wih (1899).
zitterpappel, JPappel sAbb. 1324)].
itterpilze, s. Basidiomyzeten.
Zitterrochen (Torpedinsdae), Familie der Rochen,
nit breit scheibenfoͤrmigem, fast kreisförmigem, glatten
stumpf und kurzem Schwanz; jederseits von der Wirbel⸗—
äule dicht hinter dem Kopfe
in mit dem Gehirn in
Berbindung stehendes, den
dörper quer durchsetzendes,
ben und unten von der
daut bedecktes, im Quer—
chnitt halbmondförmiges
»lektr. Organ (s. Zitter—
ische); gebüren lebendige Junge. Hauptgattung ist die
Sattg. Torpedo, mit scharf abgesetztem Schwanz. Ihre
Arten, z. B. der augenfleckige 3. (T. ocellata Rud.), hell⸗
raun mit mehrern blauen Flecken, und der marmorierte
3. (T. marmorata Hisso IAbb. 1990)), braun, weißlich
narmoriert, finden sich im Mittelmeer und Atlant. Ozean,
etzterer auch im Ind. Ozean.
Ing s. v. w. Zitteralge (s. Nostoc).
Zittmannsches Dekokt (Decoctum Zittmanni),
rüher in zwei verschiedenen Stärken offizinelle Abkochung
der Sarsaparillwurzel mit Zucker, Alaun, Kalomel, Zin—
nober, Fenchel, Anis, Sennesblättern und Süßholz, ab—
ührend und schweißtreibend wirkend und gegen tertiäre
Shphilis angewendet, jetzt durch die Sarsapariilabkochung,
hei der Kalomel und Zinnober wegfallen, ersetzt.
Zituni (Zeituni), griech. Stadt, s. Lamia.
itwer, s. Curcumsa sAbb. 378)].
itwersamen, s. Artemisis.
Zilwerwurzel, getrocknete Scheiben des Rhizoms von
Durcums zedoaris Ioscoe (s. Curcouma nebst Abb. 378),
rromatisch, ingwerähnlich schmeckend, Stomachikum, zur
Bereitung der bittern Tinktur und der zusammengesetzien
Aloetinktur, auch als Gewürz und zur Likörfabrikation ver⸗
Zitz (Zits), ein feiner, bunter Kattun. swendet.
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