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Zodiakus (grch.), s. Tierkreis; Zodiakãlzeichen, ⸗bilder,
die Zeichen des Tierkreises.
Zoss, Larvenform der zehnfüßigen Seekrebse, mit nur
Ertremitätenpaaren, großen, ungestielten Facettenaugen,
ohne Kiemen, meist mit stachelartigen Verlängerungen
de gebsoreccilde Tafel: eeereeen
, 15)].
Zoega (spr. so⸗), Georg, Altertumsforscher, geb. 20. Dez.
1755 zu Die (Jütland), seit 1798 dan. Generalkonsul
n Rom, gest. das. 10. Febr. 18098; Hauptwerk: „Bassiioy
 antichi di Roma“ (2 Bde., 1808; deutsch von
Welcker, 1812); Abhandlungen, hg. von Welcker (1817).
— Bgl Welcker (2 Bde. 1818), Förgenfen 1881).
Zoẽtrop g s. v. w. Stroboskop (s. d.).
Zofingen, Begirksstadt im schweiz. Kanton Aargau,
an der Wigger, (1900) 4581 E., Taubstummenanstalt.
Zokor, inm Altai heimische Art der Wurfmäuse, der
Blindmaus (s. d.) i ähnlich, aber größer.
Zola (spr.solä), mile, frauz. Romanschriftsteller, geb.
2. April 1840 in Paris, gest. das. 29. Sept. 1802, Haupt⸗
oertreter des neufranz. Raturalismus, der aber be ihm
nicht frei von phantastischer Romantik ist. Hauptwerke
ind: die Novellen „Contes à Ninon“ (1864 u. 1874),
hérèse Baquin“ (1867), der Romanzyklus, Les Rougon
Macquart“, der in 20 Buͤnden (1871 93 La fortune
des Rougon“, „La curée“, , LDe ventre“ de Paris“,
Lu faute de abbe Mouret“,, IεεονοινY«, „Nana“
Germinal“, „Ls terre“, Le xöναν, Lu pete humaino“,
I débâcle“, o docdtéur Pascal““ u. a.) die Sitten⸗
iaginn einer Familie unter dem zweiten Kaiserreiche
beschreibt, ferner die Städteromane „Lourdes“, „Rome“,
Paris“ (1894 -07), die stark topistischen Romane
„Fécondits“ (1898), „Le travail“ (1800) u. a. Er
veröffentlichte auch literar. Abhandlungen, wie „Le ronan
 éxpérimental“ (1880), „Les romanciers natura-Ast
 es“ I881) u. a. 1888 hatte sein energisches Ein⸗
greifen in den Dreyfus-Prozeß die Revision desselben zur
Folge, brachte ihm aber eine Verurteilung wegen Be—
leidigung des Kriegsgerichts („De vorite“ en arous.
Aatairs Drexfus“ 1901). —- Bgl. ten Brink (deutsch
1887), Diederich (1808), Vizetelly T1904; deutfch 19080)
Zolibat (laͤt.), Ehelosigkeit, Iinsbef. die gesetzliche
Ehelosigkeit der röm.-kalh. Geistlichkeit, seit dem 4. Jahrh.
von den Päpsten gefordert, aber erst von Gregor J.
O7A durchgesetzt. — Bgl. Theiner (neue Ausg. 1881 —98)
»von Holtzendorff (18783), Laurin (1880), Gilbert (frang,
809) Carry franz, 1006). [1000) 8866 6.
—833 pr. scholkjew), Bezirksstadt in Galizien,
Zoll, die von Staats wegen (Zollhoheit, Zollregal)
iuf den dernn gelegte Abgabe, im Altertum (meift
verpachtet) üblich, im Mittelalter sehr mannigfaltig auch
m Innern des Landes selbst (Binnen⸗83.) später und
noch jetzt nur von Handelsgütern beim Übergang über
die Landesgrenze (Grenz⸗Z.) erhoben; zerfällt in Einfuhr⸗
3., Ausfuhr-8. und ——— nach dem bei
zer Erhebung verfolgten Zweck unterscheldet man Finang⸗
3., —— Rück-Z., Differential-8., Prohibitiv-8.
Retorsions⸗ Z. 8. (Maut) heißt auch die Abgabe für Be⸗
autzung von Kommunikationsmitteln (Brücken-, Straßen⸗
3.). — Vgl. Aufseß⸗Wiesinger (5. Aufl. 1000), A. Hoff⸗
naun (1902fg.). l[Dezimalmaß ⸗ Fuß.
zeh, abgekürzt “, im Duodezimalmaß — e, im
ollanschlüsse, s. Zollausschlüsse.
Zollausschlüsse, Zollausland, Gebietsteile eines
Staates oder einer Staatengemeinschaft, die außerhalb
der Zollgrenze liegen und ihren Anteil an den allgemei⸗
nen Lasten mittels besonderer Stenern (f. Aversum) tras
gen (z. B. Freihäfen u. g.). Zollanschlüsfe sind in die Zoll⸗
grenze eines 75 politisch fremden Staates einbezogen.
Zollbegleltschein, .b. w. Begleitschein.
godetlarativn, s. Deklaration.
Zoller, Edmund von, Schriftsteller, geb. 20. Mai
i822 in Stuttgart, war das. als Journaulist, Übersetzer
and Dramaturg tätig, Gruͤnder und veiter der „SIllu⸗
strierten Welt“ (18838), von uber Land und Ret⸗
—
der königl, Hofbibliothet, gest. 2pril 1902; schrieb:
—A
Deutschlands und Osterreichs“ (2. Aufl. 1881) u. a.
Artikel, die man unter Z vermißt,

Zöller, Hugo, Forschungsreisender und Journalist, geb.
2. Jan. 1882 zu Oberhausen bei Schleiden, feit 1874
Redaktionsmitglied der „Koölnischen Zeitung“, machte in
eren Auftrag 18738—80 eine Reise um die Erde (, Rund
um die Erde“, 1880), bereiste dann bis 1882 Suͤdamerika
ind Westindien („Die Deutschen im brafil. Urwald“,
883), wohnte 1882 dem — der Engländer in
Agypten bei, bereiste 18834 Togo und Kamerun und
chloß mehrere Protektoratsverträge in Kamerun ab, be—
reiste 1888 Deutsch-MReuguinea, 1880 Deutsch-Ostafrika,
ebt jetzt wieder in Köln; schrieb noch Pampas unv
Anden“ (1884), „Die deutschen Besitungen an der west—
ifrik. Küste“ (4 Tle., „Deutsch⸗Neuguinea“ (1891).
Zollern, Bergschloß, fHohenzollern.
Zollfeld, Ebene bei Klagenfurt, auf der die Herzöge
»on Kärnten die Huldigungen entgegennahmen.
Zollgebiet, das von einer Zollgrenze umfchlossene Ge—
hiet eines Landes, fällt nicht immer mit der polit Grenze
usammen; so gehört z. B. Luxemburg zum deutschen 8.
Zollgewicht, das vom Deutschen zollverein feit 1810
ingeführte Gewicht; das Zollpfund —o Kg, der Zoll⸗
entner 80 xg.
Zollhinterziehung, s. Defraudation.
Zolling, Theophil, Schriftfteller, geb. 30. Dez. 1848
in Scafati bei Neapel, 1876 — 80 in Paris Feulletou⸗
orrespondent der „Neuen Freien Presse“, 1881 Redak—
eur der „Gegenwart“ in Berlin, gest. das. 28. März
801; schrieb Romane („Klatsch“, 1888; Frau Minne“,
890; „Kulissengeister“, 18913 Die Miuion“, 1802),
in komisches Epos u. a.
Zollkredit, die Stundung fälliger Zölle, wird auf
ichstens 8 Monate gewährt gegen ein sog. Kreditanerkennt⸗
ais des Schuldners.
Zöllner, Heinrich, Musiker, Sohn von Karl Z8. geb.
*. Juli 1854 zu Leipzig, seit 1898 Unwersitütsmusikdirettor
das.; schrieb Opern (Das hölzerne Schwert“, Die ver—
unkene Glocke“), große Chorwerte („Kolumbus“, „Fest der
Rebenblüte“), Lieder ꝛc.
Zöllner, Joh. Karl Friedr., Astrophysiker, geb. 8. Nov.
834 zu Berlin, 1866 Prof. zu Leipzig, gest. daf. 26. April
1882; auch bekannt durch seine Parteinahme für den Spiri—
ismus in den „Wissenschaftlichen Abhandlungen“ (4 Bde.,
1878781). — Bgl. Koerber (1899).
Zöllner, Karl, Komponist, geb. 17. März 1800 zu
Mittelhausen (Weimar), seit 18320 Gesanglehrer in Leipzig,
»erdient um die Pflege des Männergesangs, gest. 25. Sept.
860; schrieb Männerchöre. Nach feinem Tode bildete sich
aus verschiedenen Gesangvereineuͤ der Zöllnerbund.
Dollniederlage, s. v. w. Entrepot.
oll parlament, s. Zollverein.
zollpfund, s. Zollgewicht.
Zoll regal, das ausschließliche Recht der Staatsver—
valtung zur Erhehung von Zöllen.
Zolrückvergütung, s. v. w. Bonifikation.
So s. Gleitende Skala.
ollstrafrecht, die Gesamtheit der gesetzlichen Be—
timmungen, welche die Verfolgung von srasbaren Ver—
etzungen der Zollgesetze und der zu deren Ausführung
xrlassenen Vollzugsvorschriften zum Gegenstand Ae —
8glLobhe (für Deutschland, 8. Aufl. 1001), F. Wolf (für
Irduer s. Tara. sOsterreich, 1902).
olltarif, Verzeichnis der Ein⸗ und Ausfuhrgegen—
tände mit Augabe der Zollstätze, nach dem Wert der Ware
lad valdrem) in Prozenten oͤder nach dem Gewicht (Ge⸗
vichtszölle) oder nach einem andern festen Maß (spezifische
zölle)) Autonomer Z., ein solcher, der von einem Stagte
nit ausschließlicher Berücksichtigung seiner eigenen Inter—
ssen festgesetzt wird. (S. auch Doppeltarif, Generaltarif.)
Zoll⸗ und Handelsbündnis, die 1867 osee
dsterreich und Ungarn geschlossene dlmahune nach der
ie gesamte Osterr.?Ungar. Monarchie zu einem gemein⸗
amen Zoll⸗ und Handelsgebiet vereinigt wird.
Zollverein, Zollverband, die vertragsmäßige Ver⸗
inigung mehrerer selbständiger Staaten zu einem ein—
eitlichen Zollsystem mit gemeinsamen Zolleinrichtungen,
ʒollbehörden 2c.; insbes. die Vereinigung deutscher Staaten
Deutscher 8.), die sich seit 1819 im Anschluß an Preußen
ildete und die Beseitigung der Binnenzölle und Ver—
eilung der Einnahmen unter die Vereinsstaaten nach deren
ind unter C und Keaufzusuchen.