Zuc
rückstand (Bagasse, Megasse) dient als Feuerungsmaterial Zug, Unterabteilung einer Kompanie (3 8.), Eskadron
der Zuckersaft wird mit wenig Kalk eingekocht und der 43.), Batterie (8 oder 48.), unter einem Offizier oder
klare Saft unter den sich abscheidenden Verunreinigungen Portepeeunteroffizier als Zugführer, Zugkolonne, Auf—
abgezogen Deckenscheidung), dann nochmals aufgekocht im tellung der 8. hintereinander. (S. auch Züge.)
Klarifikateur (Dekoktivnsverfahren), der Schauͤm äbge— Zug(frz. Zoug), Kanton der innern Schweiʒz, —— —
schöpft und der gereinigte Saft wie Rübensaft verarbeitet 2839 4, (1900) 259038 E. Is. Beilage: ICA ..
da der Saft des Zuckerrohrs nur wenig Salze enthält, Schweizq), fruchtbare, von der Lorze bewoäs
läßt sich der rohe 8. (Moskovade) direkt verbrauchen erte Hochcbene. Gesetzgebende Behörde is de —7
ebenso dient der beim Raffinieren neben gereinigtem Z. Ktantonsrat, vollziehende der Regierungsrat. —B
Kassonade) gewonnene Sirup (Kolonialsirup) direkt alt — Die Hauptstadt 8., am Zuger See (. d.),
Nähre und Genußmittel. Rohr-Z. produziexen Oste und 3808 E. alte Warttürme, Museum, Zeug- 1992. Zug.
Westindien, die Südstaaten von Nordamerika, die Sand. jaus, Lehrerseminar.
wichinseln, Brasilien. — Pharmazeutisch dient 8. außer Zugameisen, die Besuchsameisen (s. Ameisen).
zur Versüßung äußerlich als Antifeptikum, — Val. vor Zugarbeit, als Gegensatz zur Schaft- oder Tritt⸗
Lippmann, „Chemie der Zuckerarten“ (3. Aufl. 1904), die weheret oder Fußarbeit die Herstellung gemusterter Stoffe
Leht⸗ und Handbücher der Zuckerfabrikation von Stauumer nittels des Jacquardwebstuhls.
2. Aufl, 1887), Stohmann (2. Aufl. 1885), Frühling und Zugbock, s. v. w. Springbock (s. Antilopen).
Schulz (5. Aufl. 1807); Rathtkes, „Bibliöihek fuͤr gucker. Zugbrücke, Aufziehbrücke, Falibrücke, eine bewegliche
interessenten“ (seit 1884); Claassein,Die Zuckerfabrikation“ Bruͤcke, bei der das Tragwerk oder ein Teil desselben um
2. Aufl. 19041); Meyer, „Zur Gefchichte der Zuckerfabri- eine hörizoutale, am Ende des beweglichen Tragwerkteils
Zuckercouleur, s. Karamel. station“ (1805) defindliche Achse drehbar ist. Das Aufziehen geschieht durch
zuckerfabrikativn, s. Zucker. Ketten, die entweder mittels Winden emporgezogen werden,
zuckergast, Insekt, s. Borstenschwänze. wie bei den meisten 8. der Burgen oder mittels Wippen
Juckerharnruhr, s. Diabetes. (s. Portalbrücke). Kellerbrücke oder Brückenkeller ist eine 3.
Zuckerhirse, s. Sorghum. nit nach unten sich drehendem Tragwerksteil.
Juckerin, s. v. w. Saccharin. Züge, Einschnitte in die Seelenwände der Feuerwaffen
zuckerkalk, s. Zucker. Abb. 8812, bei Kaliber], meist von schraubenförmiger
Zuckerkand, s. Kandis. Richtung, durch die das Geschoß zur Drehung um seine
Zuckerkrankheit, s. Diabetes. ꝛängsachse gezwungen wird und Führung (s. d.) erhält.
duckermilbe, s. Käsemilben. die Richtung und Größe der Windung der 3. heißt Vrall
Zuckerpalme, s. Arenga. s. d.), die zwischen den 3. gebliebenen Erhöhungen Felder.
Zuckerprobe, Verfahren, um Zucker in einer Lösung Nan unterscheidet Bogen-, Säge-, Haar-, Keil-, Parallel⸗
(j. Saccharimetrie), bes. auch im Harn und also Erkrantung 8. u. a. Gewehre haben 4226, Geschütze 12-100 3.
an Zuckerharnruhr (s. Diabetes), nachzuweisen. Zügel, die aus Riemen oder Leinen bestehenden, auf das
eerree s. Zucker. Gebiß des Pferdes wirkenden Teile der Zäumung (s. d.
uckerriementaug, Zuckertang, s. Laminaria. nebst Abb. 1883). Bei Wagenpferden geht der rechte 8.
Zuckerrohr, s. Saccharum JAbb. 1560); chines. Z., s. zu den rechten Trensenringen beider Pferde, der linke zu den
sorgum. linken; bei Reitpferden soll der am Untergurt befestigte,
Zuckerrübe, eine Kulturvarietät der Runkelrübe (s, »urch das Kinnstück der Trense gezogene und um den Hals
Beéta), die sich durch großen Zuckerreichtum auszeichnet, Jeführte Schlauf-Z. das Hochnehmen der Nase verhindern.
enthält 96 Proz. Saft, worin 1018 Proz. Zucker (Saccha⸗ Zuger See, See am Nordrande der Alpen, zwischen
rose) gelöst sind; dient als Rohmaterial für die Zucker- den Kantonen Zug, Sawyp und Luzern, am Fuße des Rigi,
fabrikation (s. Zucker) und wird in verschiedenen Züchtungs⸗ 117 m ü, d. M., 14 kKulg., bis 410 xmebr., 89 qkm, bis
pielarten angebaut. — Vgl. Knauer (0. Aufl. 1806). 198 mm tief, durch das Vorgebirge Kiemen in zwei Becken
Zuckerruhr, s. Diabetes. geteilt; Zufluß die Lorze.
Zuckersäure, organische Säure, entsteht bei Orydation Zugfestigkeit, s. Festigkeit.
oon Trauben⸗ und Rohrzucker, Stärke, Mannit ꝛc. sehr zer⸗ uggras, s. HRoleus [Abb. 818)].
ließliche Kristallmasse, die bei stärkerer Orydation Oralsäur⸗ ugheuschrecke, s. Feldheuschrecken Abb. 565)].
liefert; auch Handelsbezeichnung für Oralsäure. ugkilometer, s. Eisenbahneinheiten.
Zuckersorgho, chines. Zuckerrohr, s. Sorghum. ugkolonne, s. Zug (militär.).
Zuckersteuer, indirekte Steuer auf den Zuckerver⸗ uglinie, s. Traktorie.
brauch. Man unterscheidet: 1) Rübenftener (Material Jugpflaster, immerwährendes Spanischfliegenpflaster,
steuer), die nach der Gewichtsmenge der zu verarbeitender aus Kolophonium, Terpentin, gelbem Wachs, Hamnmieltalg,
Rüben bemessen wird; 2) Saftsteuer, die den Zuckersaft pan. Fliegen und Euphorbium hergestelltes grünlichschwarzes
belastet; 3) Vauschalierungssteuer, bei der die Leistungs— Fffizinelles Pflaster, wirkt milder und langsanmer als
fähigkeit gewisser, zur Zuckererzeugung dienender Vor⸗ Spanischfliegenpflaster. — Auch Bezeichnung des Gummi⸗
richtungen zugrunde gelegt wird; 4) Fabriksteuer, die AMNasters (s. d.).
ooin Fabrikanten selbst entrichtet oder beim Austritt des eee s. v. w. Näherrecht (s. Retrakt).
Zuckers in den freien Verkehr erhoben wird. Deutschland ugscheit, s. v. w. Ortscheit (s. d.).
hatte bis 1888 die Rübenstener, dann trat eine Fabri— Zugspitz Weißkogel, höchster Gipfel des Deutschen
kationsstener hinzu und außerdem wurde für ausgeführten Reichs, im Wettersteingebirge (Nordtiroler Kalkalpen), an
Zucker eine Rückvergütung (Ausfuhrprämie) gewährt. Seit der Tiroler Grenze, 2868 m v seit 1900 mit meteo⸗
I892 unterliegt der inländische Zucker kuür einer, Ver- wolog. Observatorium. [Tafel: Bayern ꝛc. II, 6.]
brauchsabgabe von 18 ⸗0 für 100 xg, und für ausgeführten Zugverband (chirurg.), s. v. w. Extensionsverbaud
Zucker wird eine Ausfuhrprämie gewährt, die auch audere (s. Ertensibel).
RVänder haben. Außerdem ist die Zuckererzeugung kon— Zugvögel, alle Vögel, die im Winter ihr Heimat⸗—
tingentiert, um eine übermäßige Produktion zu verhüten. land verlassen, um wärmere Gegenden aufzusuchen. Die
— Bgl. Zimmermann (1898), Katzenstein (1897). meisten deutschen 8. gehen nach Italien, Nordafrika, teil⸗
Zuckertang, s. Lamiparie. weife aber auch bis üͤber den Aquator hinaus, während
ddenhoin s. Jaoaranda. manche Bewohner höherer Breiten bei uns überwintern.
uckervögel, die Honigvögel (s. d.). Zuiderfee (syr. seud-, d. i. Südsee), Meerbusen der
Zuckerwurzel, s. Sium. Nordfee in den Niederlanden, 3189 qkm (bis 1287 ein
Zuckmantel, Stadt in Osterr.-Schlesien, (19001 mit dem Meere verbundener Landsee und nur 1375 qkm
1696 E.; Baumwoll⸗, Leinen⸗, Damastindustrie. groß), in der Mitte etwa 3 mm tief, durch Sturmflüten
Zuden (tschech.), auch Jauden, altertumliche Gaugerichte gefaͤhrlich; Hauptzufluß die Mssel; neueidings ist die
n Böhmen, Mähren und Schiesien Trockenlegung des füdl. Teils des 83. (Kostenanschlag etwa
Zufallspitz, s. Cevedale, Monte. 320 Mill. ) geplant. — Bgl. Huet cholländ., 1896),
Zußfenhanfen, Industriedorf im württemb. Neckarkreiß, Houven van Oordt und Vissering (holländ., 1898).
im Feuerbachtal, (1805) 10035 E. Zuköovskij (pr. schu-), russ. Dichter, s. Shukowstij.
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