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geregelter Wechselverkehr mit diesem Lande nicht möglich war?):
„Diese fast 3 Jahre dauernde Übersendung von Metallgeld hatte aber
den Vorrat an solchem jetzt vollständig aufgebraucht. Gold fing an,
buchstäblich eine Rarität zu werden und war nicht mehr in ausreichender
Menge zum Auslandtransport zu haben. Das Silbergeld des Landes
war in einer Verfassung, die jeder Beschreibung spottete. Es hatte
durchweg eine Begültigung, die zu seinem Edelmetallgehalt in fast
gar keinem Verhältnis stand. So mußte denn England tatenlos zusehen,
wie die Wechselkurse sich immer ungünstiger gestalteten ?).““
Schon vor der Aufhebung der Einlösungspflicht war gelegentlich
aus demselben Grunde, nämlich wegen dringender Nachfrage nach Gold
zu Auslandszahlungen der Goldpreis über den Münzpreis gestiegen, So
z. B.:

1720 auf £ 4. 5.
1783 „ £4. 2.3.
1705 ‚,, £ 4. 8.3)

Die irrige Meinung der Bullionisten ist auf gewisse falsche Grundanschauungen
 Ricardos über das Verhältnis zwischen Geldmenge und
Warenpreisen zurückzuführen. Sein Hauptirrtum lag in der von ihm
vertretenen Quantitätstheorie, die zwar eine bedeutende Verbesserung
 gegenüber der naiven Quantitätstheorie von Locke und
Hume darstellt, aber auch in dieser verfeinerten Form zu falschen
Schlüssen führen mußte. Sei zuviel Geld im Land, so meint Ricardo,
dann sänke sein Tauschwert, es’stiegen infolgedessen die Warenpreise,
bis wieder durch Abströmen des zu billigen Geldes ins Ausland das
cichtige Verhältnis hergestellt sei; umgekehrt, sei zu wenig Geld im
Lande — sei es zu „teuer“, so fielen die Warenpreise, bis durch Zuströmen
 des im Auslande billigen Geldes wieder ein Ausgleich stattfände.
So faßt Ricardo in sehr einseitiger Weise das Verhältnis zwischen
Geldmenge und Warenpreisen als ein mechanisch-automatisches auf.
Preise der Waren einerseits und Menge des Geldes andererseits stünden
im engsten Konnex.
„Verminderung oder Vermehrung der Menge des Geldes steigert
oder erniedrigt immer den Preis der Waren‘‘*) — so lautet eine seiner
apodiktischen‘ Behauptungen vor der Unterhauskommission. — Und
zwar soll die Einwirkung der Geldmenge auf die Preise in fast arithmetisch-exakter
 Weise vor sich gehen. Auf die Frage vor derselben

1) Wolter, a. a. O. 8. 77.
3 Wolter, a. a. O. S. 104.
3 Vgl. Bouniatian, a. a. O, 5. 218.
1) Commons Cash payments reports, S. 198.