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aus, während der Wert der Einfuhr 147 Millionen Kronen betrug. Nach
dem Kriegsausbruch war die Differenz zwischen der Ein- und Ausfuhr
Norwegens, soweit England in Frage kommt, noch größer geworden,
da Norwegen einer erheblichen Zufuhr an Kohlen und Getreide bedurfte
 1),
Ähnlich war es in Schweden. Der normale Kurs ist M, 100 = rund
89 Kronen. Er fiel schon Mitte Oktober 1914 auf 87 Kronen (während
sonst der niedrigste Kurs seit 1890: 88,75 war). Diese Entwertung der
deutschen Valuta erklärt sich wiederum leicht aus der Gestaltung des
Warenaustausches zwischen Schweden und Deutschland. Für die bedeutenden
 Lieferungen Schwedens an Eisenerzen, Metallen, Holz,
Lebensmitteln usw. hatte Deutschland nicht genügend Waren zu
liefern; es lieferte hauptsächlich Kohlen und Koks?),
In Holland wurde der Stand der deutschen Wechselkurse sofort
für uns günstiger, als infolge der Warenausfuhrverbote in Holland
unsere Handelsbilanz günstiger wurde, Während der holländische
Gulden in normaler Zeit bei uns mit 1,68 M. bewertet wird, war er
bereits Oktober 1914 auf 1,87 M. gestiegen, fiel aber in demselben Monat
wieder auf 1,80 M. infolge der Verringerung unserer Warenbezüge aus
Holland 3),
Gerade die Veränderungen des Markkurses gegenüber Holland
zeigen in anschaulicher Weise, wie sozusagen unmittelbar die Kurse
auf die Bewegungen des Warenmarktes reagieren, Bis zu Anfang
Oktober 1915 war die Mark gegenüber der holländischen Währung
nur um etwa 4,8% verschlechtert, dann trat vom 18. bis 28. Oktober
eine weit stärkere Verschlechterung ein, die jedoch ihren Grund nur
larin hatte, daß vom 20. bis Ende Oktober für einige Waren, besonders
für Butter und Fett, die Ausfuhr aus Holland gestattet war. Auch
waren gewisse Kredite, die Berliner Banken in Holland aufgenommen
hatten, zum Teil abgelaufen. Als die damit zusammenhängenden
Zahlungen beendet waren, trat in den beiden letzten Tagen des Monats
Oktober wieder eine Besserung des Wechselkurses ein, aber schon im
November folgte wieder eine Verschlechterung, weil die Ausfuhr von
Schweinefleisch aus Holland für einige Zeit gestattet war %).
Wie ausschlaggebend die Verhältnisse der Handels- und Zahlungs-!)

 Vgl. „Die Bewegung der Devisenkurse in Skandinavien‘ im Handelsteil
der Frankfurter Zeitung vom 2. ı2. I914. ;
°) Finanzielles aus Schweden, Frankf. Ztg. vom 22. 10. 1914.
% Vgl. Handelsteil des Berl. Tageblattes vom 24. 10. 1914.
*) Vgl. W. Jutzi-Cöln, Markwährung und Auslandswährungen im Kriege,
Essen 1916. S. 15.