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besserte sich aber so, daß er im Juli 1915 auf 5,37 Fr. stand. Zum Teil
war das der Unterbringung von 15 Millionen Dollars eidgenössischer
Schatznoten zu verdanken, deren Erlös zur Bezahlung von eingeführtem
Getreide und anderen Produkten verwendet wurde, wodurch die Beschaffung
 von Dollars in der Schweiz vorläufig hinfällig wurde1),
In neuerer Zeit verschlechterte sich der amerikanische Wechselkurs:
gegenüber den neutralen Staaten in dem Maße, als Amerika immer“
mehr zu Exporteinschränkungen schritt, teils wegen des wachsenden.
Eigenbedarfs, teils um die Versorgung Deutschlands aus den neutralen,
Staaten zu verhindern. Wenn auch der Export der neutralen Staaten
nach den Vereinigten Staaten wahrscheinlich sehr geringfügig ist, so
sind doch die Ententemächte immer noch auf ihn angewiesen und sie
besorgen sich die neutrale Valuta über New York. Daher stammt der
in New York hervortretende große Goldbegehr für Exportzwecke und der
starke Kursrückgang der New Yorker Devisen an den neutralen Plätzen,
Jer vorübergehend in Stockholm bis zu über 30% Disagio führte ?)..
Die Handelsbilanzverhältnisse erweisen sich unter den Kriegsverhältnissen
 sogar als so mächtig, daß der Wechselkurs selbst von
Ländern mit schlechten Währungsverhältnissen günstig stand, wenn.
las betreffende Land eine große Warenausfuhr aufzuweisen hatte, Dies.
lehrt: die Gestaltung des Kurses der spanischen Pesetas, Zum ersten
Male in der Geschichte der spanischen Finanzen kam es vor, daß die
spanische Währung auf allen Märkten, London ausgenommen, ein
Aufgeld bedang. Sicher hat die Entwicklung der spanischen Ausfuhr
dies bewirkt, die Ausfuhr an Fabrikaten, Rohstoffen und verarbeiteten
Metallen hatte zugenommen, während die Einfuhr bedeutend vermindert
 war. Beide Ursachen ergaben zusammen eine aktive Handelsdilanz?).
 Während die spanische Peseta im I. Halbjahr 1914 im Vergleich
 zum Schweizer Franken beständig einen Verlust von 4—5 %
aufwies, hob sich der Kurs nach Ausbruch des Kriegs allmählich, um
im Januar 1915 den Paristand zu erreichen und ihn in der Folge sogar
zu überschreiten — notierte sie doch ein Aufgeld von 6% —7 % gegenüber
 dem engl. Pfund und von 11% gegenüber dem französ. Franken.
Die fortwährende Nachfrage nach spanischen Wechseln hat diese Steige-.
rung hervorgebracht 4).

?) Vgl. Monatsberichte des wirtschaftsstatistischen Bureaus von Calwer
1915, Heft 8, S. 20.
») Vgl. Österreichischer Volkswirt v. 30. 1. 1018.
3 Calwer, a. a. O. 5. 21. .
') Vgl. Monatsschrift des Schweizerischen Bankvereins März 1915, S. 90.