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Über den Zusammenhang zwischen dem inneren
‘Preisstand und der Valuta.

Cassel erblickt die ausschlaggebende Ursache des Valutarückgangs
nicht in der Handels- und Zahlungsbilanz, sondern in „der relativen Vermehrung
 der zirkulierenden Zahlungsmittel, die während des Krieges in
Deutschland stattgefunden habe“21). . Diese sei als wirkliche „Inflation“
aufzufassen, worunter Cassel „Übersättigung des Marktes mit Papiergeld“
 versteht. Er meint, wenn Deutschland das einzige Land wäre,dessen
Valuta sich verschlechtert habe, könnte eine solche Erklärung durch die
Zahlungsbilanz stichhaltig sein, Da sich aber die Valuta aller übrigen
kriegführenden Länder auch bedeutend verschlechtert hätte,so werde das
Unzulängliche dieser Erklärung ganz deutlich. Sie könne nicht zugleich
auf alle Länder Anwendung finden, da einer unVorteilhaften Zahlungs-&gt;ilanz
 auf der einen Seite eine vorteilhafte auf der anderen Seite entsprechen
 müßte. Eine Verschlechterung der Valuta nimmt aber Casse]
überall dort an, wo große Preissteigerungen eingetreten seien. Diese
Priessteigerungen, die in allen Ländern; kriegführenden wie neutralen,
vorhanden seien, wiesen auf eine gemeinsame Ursache hin, nämlich die
Vermehrung der Zahlungsmittel. Die Verschlechterung der Valuta sei
nur gradweise verschieden, sie ließe sich bemessen an der Höhe der
Preissteigerung. Cassel geht so weit, direkt einen Parallelismus feststellen
 zu wollen zwischen dem Preisstand der einzelnen Länder und
der Verschlechterung der Valuta der betreffenden Länder. Den statistischen
 Beweis dafür willer auf folgende Weise anstellen : Da die Wechse]-kurse
 an einem Orte, z. B. Stockholm, die relativen Bewegungen der
verschiedenen Valuten widerspiegelten, so käme es darauf an, die
absoluten Veränderungen einer dieser Valuten zu ermitteln, dann könne

?) Gustaf Cassel, Deutschlands wirtschaftliche Widerstandskraft, Berlin
{916. S. 133.