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auch diese wirtschaftlichen Störungen zu beseitigen, soweit sie sich
nachträglich überhaupt noch beseitigen lassen“1),
Die völlige Ablehnung, welche Cassels Hypothese sowohl in den:
Kreisen der Wissenschaft?) wie in der Handelspresse gefunden hat,
scheint mir durchaus berechtigt zu sein. Die Auffassung, wonach die-Veränderungen
 des inneren Preisniveaus der Maßstab für die Ver«
änderung der Valuta sei, ist unhaltbar. Die ganze Beweisführung ver-.
läuft im Gedankengange der Quantitätstheorie, die jedenfalls in dieser,
extremen Form heute als überwunden gelten sollte: als ob nämlich
parallel mit der Vermehrung der Zahlungsmittel auch eine Erhöhung:
des Preisniveaus erfolgen müßte, Auch das statistische Material ist,
sehr anfechtbar, denn die Indexziffern, in welcher Form immer sie
aufgestellt sind, geben stets nur ein ganz rohes, oberflächliches Bild:
der Preisverschiebungen, weil immer nur eine gewisse Gruppe von.
Waren erfaßt werden, und auch bei diesen die statistischen Unterlagen.
meist sehr unbestimmt sind. Auf der anderen Seite sind auch die stati--stischen
 Angaben über die Zahl der papierenen Zahlungsmittel sehr
vage, und die papierenen Zahlungsmittel‘der verschiedenen Länder
weisen qualitativ einen grundverschiedenen Charakter auf. Es ist:
unmöglich, einen exakten Zusammenhang zwischen dem durch die
Zahlungsmittel bewirkten inneren Preisstand und der Bewegung der
Valuta feststellen zu wollen. Der Wechselkurs ist und bleibt immer
der Preis der ausländischen Zahlungsmittel nach inländischem Geld
bemessen und muß sich daher auch immer nach dem Stand der
Zahlungsbilanz zwischen den betreffenden Ländern und nicht nach
dem Stand der Preisentwicklung der betreffenden Länder richten.
Wäre wirklich ein tatsächlicher Zusammenhang zwischen der Valuta
und der Vermehrung der Zirkulationsmittel vorhanden, so müßte
doch ein gewisser Parallelismus zwischen dem Stand der Wechselkurse
 und der Ausgabe von Papiergeld nachweisbar sein. Wir sahen.
aber während des Krieges, daß z. B. in Deutschland der Wechselkurs
noch lange Zeit günstig stand, während schon eine große Vermehrung»
des Papiergeldes stattgefunden hatte. Wir sahen, daß die italienische
Valuta längere Zeit günstiger als die deutsche stand, trotzdem in Italien.
die Ausgabe uneinlöslicher Noten in besonders großem Maße vorgenommen
 wurde,
Ist aber nicht dennoch der innere Preisstand von Bedeutung für-'}

 Ebenda S. 1094.
*) Vgl. die ausführliche Kritik von Cassel und Lansburgh in der (Freiburger).
 Dissertation von D, W. Bloch, Die Entwicklung der deutschen Valuta
im Weltkriege. Basel 1918.