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Ausland eingeführten Waren verteuert, was wiederum ein neues Moment
der inländischen Preissteigerung auslöst?!).
Auch Schlesinger gibt implicite zu, daß der Stand der Zahlungsbilanz
 und nicht der Stand der Preise für die Valuta maßgebend ist.
Er sagt?): „So oft die Steigerung der Inlandspreise das Gleichgewicht
des Außenhandels störte und die gesunkenen Exportmöglichkeiten ein
Überwiegen der Devisennachfrage verursachten, bedurfte es daher
einer Steigerung der Devisenkurse, um das Gleichgewicht wieder herzustellen;
 das Agio mußte der Warenteuerung von Stufe zu Stufe folgen.“
Und warum kann das Gleichgewicht des Außenhandels nicht wieder
hergestellt werden? Weil drei Möglichkeiten des Ausgleichs fehlen, die
Schlesinger selbst angibt: 1. Wenn Gold exportiert wird; 2. wenn
andere Posten der Zahlungsbilanz aktiver werden, und 3. wenn der
Zufiuß von Auslandskapitalien wächst. Also, wir sehen, die Verhältnisse
 der Zahlungsbilanz sind ausschlaggebend und nicht die Gestaltung
 der Warenpreise.
Auch Dalberg verwechselt, wie Liefmann, Ursache und Wirkung.
Diese Verwechslung geht deutlich aus folgender Argumentation Dalbergs
 hervor. Er erklärt den Zusammenhang zwischen Preisstand und
Valuta auf folgende Weise®): „Sowie die deutschen Preise unter der
Kriegseinwirkung anstiegen, mußte der Import aus Holland gefördert
werden, da ja höherer Erlös winkte. Umgekehrt mußte der deutsche
Export dadurch gehemmt werden, da die höheren deutschen Preise
gegenüber den alten Preisen des holländischen Marktes vielfach zu hoch
wurden. Diese aus der Veränderung der Kaufkraft der Mark in Deutschtand
 sich ergebenden Antriebe und Hemmungen der Warenbewegung
über die Landesgrenzen konnten aber nicht ungehindert zur Wirkung

1) Budge erblickt den indirekten Einfluß des gesunkenen Binnenwerts des
Geldes in der Erschwerung des Exports: „Wenn also trotz alledem die Ausfuhr
unterblieb, so bleibt nur ein Schluß übrig, der nämlich, daß der Export keinen
Vorteil bot. Und ein solcher Vorteil war dann nicht vorhanden, wenn der Wert
des inländischen Geldes nicht nur gegenüber den Wechseln auf ausländisches Geld,
sondern auch gegenüber den inländischen Waren gesunken war. Da freilich lag
keine Veranlassung zur Ausfuhr vor, denn der Verkäufer konnte nunmehr seine
Ware in inländischem Geld berechnet, ebenso teuer absetzen wie im Ausland.“
2. (Zur Frage der Bankrate und des Geldwertes, Im Arch. f. Soz.-Wissensch. u.
Soz.-Pol., 44. Bd., ı. Heft 1917, S. 226). Hier scheint mir der Einfluß des
gesunkenen Geldwertes auf den Export übertrieben zu sein, Der Hauptgrund
der unterbliebenen Ausfuhr liegt darin, daß diese in großem Maße gesetzlich
verboten war, sonst hätte das neutrale Ausland für mancherlei Exportartikel
gerne noch höhere Preise als die Inlandspreise bewilligt.
2) a. a. O.S. 18,
ha. a. OS, 481.