kommen, da es wegen des geringer werdenden deutschen Exportes an
hölländischen Zahlungsmitteln (als Erlös für deutsche Exporte) fehlte,
um die steigenden Importe nach Deutschland zu bezahlen, Die unbefriedigte
 Nachfrage nach Gulden mußte aber den Guldenkurs steigern.“
In diesen Ausführungen gibt Dalberg implicite selbst zu, was die
eigentliche Ursache der gesunkenen deutschen Valuta ist: „Die undefriedigte
 Nachfrage nach Gulden mußte den Guldenkurs steigern“
und diese Nachfrage konnte nicht befriedigt werden, weil infolge des
geringen Exports aus Deutschland es an holländischen Zahlungsmitteln
fehlte. Hier ist also der Kausalzusammenhang richtig aufgedeckt,
Es ist die infolge der Kriegsereignisse mangelnde Ausgleichsmöglichkeit
zwischen Ein- und Ausfuhr, nicht aber der gegenseitige Preisstand in
den beiden Ländern, der den Valutastand hervorruft.
Kann somit ein direkter Zusammenhang zwischen dem inneren
Preisniveau und der Valuta nicht zugegeben werden, so soll nicht geleugnet
 werden, daß der im Preisstand sich äußernde Binnenwert
des Geldes auf den Außenwert des Geldes, die Valuta, von Einfluß
ist, Zu den sekundären Gründen des Sinkens der Valuta ist zu rechnen,
wenn z. B. durch übermäßige Ausgabe von Papiergeld eine Preis-Steigerung
 hervorgerufen wird und dies im Auslande als Symptom ungünstiger
 wirtschaftlicher Lage betrachtet wird, so daß Mißtrauen
gegenüber der Währung des betreffenden Landes hervorgerufen wird
und die Käufer solcher Zahlungsmittel fürchten, durch weiteres Sinken
des Kurses zu verlieren. Ob und inwieweit der niedrige Kursstand der
Mark im Auslande auch auf diese Ursache, also auf Inflation zurückzuführen
 ist, soll jetzt noch besonders untersucht werden.