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zenten, die unter günstigeren Bedingungen, z. B. der Fruchtbarkeit des
Bodens, produzieren können. Aber auch abgesehen von der Urproduktion
 sind viele weitere Ursachen der Preissteigerung auf fast allen
Warenmärkten wirksam, vor allem auch der Mangel an tierischen und
menschlichen Arbeitskräften, den wichtigsten Roh- und Hilfsstoffen,
die oft nur durch kostspieligste Surrogate zu ersetzen sind. Also nach
den elementarsten Vorgängen der Preisbildung mußten die Preise
steigende Tendenz aufweisen. Auch ohne jede Veränderung in der
Geldverfassung und in den tatsächlichen Geldverhältnissen wäre eine
große. Preissteigerung eingetreten,
2. Die Inflation spielt nicht nur eine sekundäre Rolle, sie ist
auch ihrem Wesen nach nicht so aufzufassen, wie die meisten aus
der Geschichte bekannten früher vorgekommenen Fälle von Inflation,
die aus der sogenannten Papiergeldwirtschaft hervorgegangen waren.
Man darf unsere Inflation in keine Parallele stellen etwa mit den bekannten
 früheren Beispielen, wie z. B. der Assignatenwirtschaft zur
Zeit der französischen Revolution. Denn einmal ist die quantitative
Zunahme der papierenen Zahlungsmittel in Deutschland während des
Weltkrieges nicht annähernd in dem Maße erfolgt, wie die Vermehrung
des Papiergeldes in Ländern, die in die sogenannte Papiergeldwirtschaft
geraten waren, und vor allem hat qualitativ unser Papiergeld im
Kriege nicht den bedenklichen Charakter wie jenes.‘ Denn bei der
eigentlichen Papiergeldwirtschaft handelt es sich darum, daß die Geldzirkulation
 mit einem uneinlöslichen und ungedeckten Papiergeld vor
sich geht, während das deutsche Papiergeld während des Krieges zwar
uneinlöslich ist, aber — wenigstens in überwiegender Menge — gedeckt
 ist.

Was zunächst die quantitative Seite anlangt, so sind für Deutschland
 folgende Ziffern zu nennen; es waren im Umlauf:
I. Reichskassenscheine im Betrage von 320 Mill. M. (Ende 1917);
2. Darlehenskassenscheine. Von ihnen waren im Herbst 1917:
314 Milliarden M. im Verkehr und % Milliarde im Bestand der
Reichsbank;
die Reichsbanknoten. Ihr Umlauf betrug im Herbst 1917 rund
10% Milliarden.

3.

So waren also etwa im ganzen 17 Milliarden papierene Zahlungsmittel
 vorhanden. Was will diese Summe aber heißen gegenüber etwa
der Papiergeldausgabe zur Zeit der französischen Revolution, als sich
im ‚Jahre 1796 die Summe der im Umlauf befindlichen Assignaten auf
45% Milliarden Fr. belief,