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wendet werden, hervorbringen‘“1). Er schildert eingehend, wie zuerst
 die Wirkung der Preissteigerung in den Goldländern sich heräusstellt
 und sich dann immer mehr ausdehnt, und fährt fort: „und
in derselben Progression weitergehend, muß ‚sich der Kreis, innerhalb
dessen der Bedarf von Waren zunimmt, oder richtiger, innerhalb dessen
die größeren Einnahmen ausgegeben werden, mit jedem Monat notwendig
 sich erweitern‘‘?), Und direkt im Gegensatz zur Quantitätstheorie
 stellt er nochmals an späterer Stelle die Sätze auf: „I. Die
Warenpreise sind nicht von der Geldmenge, die in dem Betrage der
Noten oder der Umlaufsmittel überhaupt liegt, abhängig, vielmehr ist
der Betrag der Umlaufsmittel eine Folge des Standes der Preise. 2, Die
Begrenzung der Preise in Geld liegt im ganzen lediglich in der Menge
Geldes, welche die Einnahmen der verschiedenen Klassen im Staate
5ildet und die als Rente, Gewinnst, Gehalt oder Lohn für die täglichen
Bedürfnisse ausgegeben wird. Gleich wie die Produktionskosten die
Begrenzung für die Versorgung bilden, also liegt das bestimmende und
begrenzende Prinzip für die Nachfrage in der Gesamt-Geldeinnahme,
die den Konsum bestreiten soll“ 2).
Auch Wiebe, der Verfasser des ausgezeichneten Werkes: „Zur
Geschichte der Preisrevolution des XVI. und XVII. Jahrhunderts‘ 4)
hat auf diese Zusammenhänge klar und eingehend hingewiesen.
Er schildert, wie überall zuerst in den Produktionsländern des
Edelmetalles, namentlich in Spanien, Sachsen, im Münsterland und
Elsaß die Preisbewegung und Geldentwertung begonnen habe, und
daß sie zuletzt in den Ländern hervorgetreten sei wie England,
die keine eigene Edelmetallproduktion hatten. Auch er bemüht
sich, die Quantitätstheorie zurückzuweisen, die er für ganz unzulänglich
 hält, diese Zusammenhänge zu erklären und sagt: „Aber
die bloße Vermehrung des: Geldvorrats kann. an sich nicht preissteigernd
 wirken; das neuhinzugetretene Geld muß auch auf dem Markt
kaufend Nachfrage erzeugen. Dies ist die erste Einschränkung, die
gegenüber jener Theorie gemacht werden muß. Eine in dieser Weise
zur Geltung gebrachte Vermehrung des Geldbestandes wird aber ferner
nicht genau in dem entsprechenden Verhältnis die Preise steigern, wie
sie auch niemals eine ganz gleichmäßige Verteuerung der Waren herbeiführen
 wird. Die ganze preissteigernde Wirkung einer Geldvermehrung
beruht ausschließlich darauf, ob dieselbe eine Nachfrage hervorruft.

l) Ebenda S. 419.
a. a. O. S. 420.
5 a. a. O. S. 623.
W Leipzig 1895,