schaften und ihre Erwägungen zurückgehen und die Güter und Geldmengen
 in der ganzen Volskwirtschaft ignorieren. Die sogenannte
„volkswirtschaftliche Betrachtungsweise‘‘ hat trotz Liefmann ihre
Berechtigung. Das Geld ist nicht, wie Liefmann sagt, nur ein
ganz indifferenter Vermittler zwischen den Bedürfnissen der Menschen
und den letzten Kosten, und es ist nicht richtig, daß alle Veränderungen
im Tauschverkehr nur durch Veränderungen der grundlegenden Faktoren,
 Bedürfnisse und Kosten erfolgten. Wer allerdings wie Liefmann
mit seiner psychischen Wirtschaftstheorie Nutzen und Kosten als
psychische Vorgänge zu den Grundbegriffen der Wirtschaftslehre erhebt,
 gelangt dazu, auch im Geld nur eine abstrakte Rechnungseinheit
zu sehen und selbständige Wirkungen, die vom Geld als einem realen
Wirtschaftsgute ausgehen, zu leugnen, Man kann eben nicht volkswirtschaftliche
 Erscheinungen aus solchen allgemeinen psychischen
Erwägungen erklären, sondern muß auf die konkreten historischen und
rechtlichen Grundlagen der einzelnen Wirtschaftsepochen achten. Auf
Grund der sozialrechtlichen Betrachtung läßt sich das Geld nicht
als abstrakte Rechnungseinheit auffassen, sondern als eine Institution
einer bestimmten historischen Wirtschaftsordnung, die je nach den
Formen dieser Wirtschaftsordnung auch verschiedene Gestalt haben
muß. Eine privatkapitalistische Wirtschaftsordnung braucht, wie ich
später noch zeigen werde, wenn ich von der Zukunft der Goldwährung
spreche, immer ein Geld, das selbst Stoffwert hat und so wird bei allen
Einkommens- und Vermögensveränderungen auch die objektive Beschaffenheit
 der als Geldgut fungierenden Ware eine Rolle spielen; ist
diese Ware Gold, wie in den Ländern der Goldwährung, so spielt auch
das Vertrauen in den Bestand und die Sicherheit des der Währung
zugrunde liegenden Goldvorrates eine große Rolle. Liefmann, der,
wie wir noch später sehen werden, die Goldwährung und jede metallische
 Grundlage des Geldwesens für überflüssig hält, will dies nicht zugeben,
 und so kommt er zu dem immer wiederholten Satze, daß das „Vertrauen‘
 in das Geld gar keine Rolle spiele, und daß es für dieses Vertrauen
 ganz gleichgültig sei, ob die Zahlungsmittel eine Deckung hätten
odernicht: „BeiderGeldvermehrung kommtesnichtaufdie,,‚Deckung““,
sondern auf die Einkommen und durch sie auf die Preise an.“
Ich habe bereits gezeigt,/ daß es neben dem quantitativen
Einfluß der Geldvermehrung auch einen qualitativen gibt, und daß
hierbei allerdings die Deckungsfrage eine große Rolle spielt. Auf
die künstliche Kaufkraft, die durch die Noten geschaffen wird, kommt
es nicht allein an, sondern auch auf die Qualität der Banknotendeckung.
 Hier ist der Punkt, in dem ich vollständig von Liefmann

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