vermehrung ankomme; daß also preissteigernd wirken könne nicht nur
die vermehrte Banknotenausgabe, sondern auch der durch Einräumung
von Forderungen im Giro- und Abrechnungswesen gewährte Kredit*),
so kann ich dem zustimmen, aber immer unter der Voraussetzung, daß
auch dieser ganze Kreditverkehr wiederum eine geordnete und sichere
Goldwährung zur Grundlage haben muß. Liefmann sagt selbst:
„Solange daher der Verkehr nicht von Mißtrauen gegen die staatlichen
Zahlungsmittel erfüllt ist, sie einfach nicht annehmen will, kann die
Schaffung von solchen gewissermaßen unendlich weitergehen‘ 2). Gerade
aber, um dieses Mißtrauen zu verhüten, muß der Staat die Zahlungsmittel
 nicht nur quantitativ in gewissen Grenzen halten, sondern auch
auf die Qualität der Zahlungsmittel achten, und dies geschieht durch
die Deckungsvorschriften. Bei einem Wirtschaftssystem, wobei Waren
gegen Goldgeld umgesetzt werden, muß auch dieses Goldgeld aufrecht
arhalten werden. Doch damit komme ich schon zu der Frage, die ich
jetzt erörtern will: Wie soll unser Geldwesen nach dem Kriege geordnet
werden? Hierbei will ich zunächst die Gegner der Goldwährung behandeln,


a. a. OO. S. 76.
ä a. a. O. S. 84.