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Papiergeld. Zwär sei das Goldgeld dem Mißtrauen zweifellos weniger
ausgesetzt, als ein aus Papier bestehendes Geld, aber die Erfahrungen
des jetzigen Krieges in Deutschland, ebenso wie die längeren Erfahrungen
in Österreich-Ungarn hätten gezeigt, daß auch dem nichteinlöslichen
Geld volles Vertrauen zuteil werde, wenn_nur das zur Deckung be- }
stimmte Gold vorhanden sei, auch wenn &amp;s nicht zur Einlösung zur
Verfügung stünde.
Der Zustand der Goldkernwährung sei sogar sicherer als der der
Goldwährung mit Gold- und Notenumlauf, weil die Gefahr einer massenhaften
 Präsentation der Noten zur Einlösung, also die Möglichkeit eines
Run auf die ‚Notenbank. entfiele, Ein Vorteil der Papierwährung sei
ferner, daß jede Gefahr einer Thesaurierung, d.h. einer Zurückhaltung
der Goldmünzen wegfiele, da niemand Interesse daran habe, Papiergeld
aufzusammeln. — Die Gefahr einer Geldknappheit sei bei einer Goldwährung
 immer vorhanden, woraus häufig die hohen Diskontsätze
resultierten. Diese Gefahr sei bei einer Goldkernwährung mit reichlichem
Goldschatz bedeutend geringer. Die umgekehrte Möglichkeit eines
Geldüberflusses infolge der Zuvielausgabe von Geld sei allerdings bei
einer Goldkernwährung mit ausschließlichem Papiergeld umlauf größer
als bei einer Goldwährung. Aber dieser Gefahr ließe sich durch allerlei
staatliche Maßnahmen begegnen, Z. B. durch Fixierung eines Maximums
des Notenumlaufs. Die Gefahr werde auch immer geringer, je mehr
die Ausdehnung des Kredits in ‚vernünftigen‘ Grenzen gehalten werde.
Die Stabilität des Wertverhältnisses des inländischen Geldes zum ausjändischen
 Gelde könne ebenso leicht wie bei der Goldwährung bei der
Goldkernwährung erreicht werden durch eine geschickte Devisenpolitik,
 wie die Erfahrungen Österreich-Ungarns der letzten 20 Jahre
ergeben hätten. Die_Chancen., der Aufrechterhaltung eines stabilen
Wechselkurses seien sogar bei einer Goldkermwähnung noch größer. als
bei einer “Coldwährung, da viel mehr Gold abgegeben werden könne,
dm den Kurs zu halten, denn bei der Goldwährung sei wegen der
Golddeckung und der Einlösungspflicht der Noten die Goldreserve
zur Stabilisierung der Wechselkurse geringer als bei der Goldkernwährung,
 bei der die Goldreserve ausschließlich dem Zwecke der
Stabilisierung der Wechselkurse dienen könne, Die Goldkernwährung
ermögliche auch eine bessere Kriegsrüstung einerseits durch das
Vorhandensein eines großen Goldschatzes im unmittelbaren Besitze
der Landesregierung und andererseits durch die Gewöhnung der
Bevölkerung an denjenigen Zustand des Geldwesens, der im Kriege
notwendig eintreten müsse: an den ausschließlichen Umlauf in
Notengeld.