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Schulden und Steuern zahlen kann, zweifellos hat es auch „Kostspieligkeit‘‘,
 denn wenn auch die Kosten der Herstellung so gut wie-Null
 sind, so kann man doch die Kostspieligkeit darin finden, daß der-Staat
 selbst das Papier möglichst teuer zu verwerten sucht und es.
daher nur gegen Güter, die Kosten verursacht haben, hergeben wird..
Dies alles kann zugegeben werden, aber der Irrtum Heyns und anderer
Vertreter der Chartaltheorie liegt in der Beurteilung der, Höhe des:
Wertes des Papiergeldes. Daß. das Papiergeld. überhaupt.einen.-Werthat,
 soll nicht bestritten werden, wohl abe:, daß die Höhe. des Wertes:
beim Papiergeld ebenso, richtig und zweckmäßig sich. bilden kann, wie:
beim Metallgeld. Daß der Staat, wie Heyn meint, die Absicht und
den guten Willen hat, die Höhe des Papiergeldes möglichst gleich zur
erhalten mit der Höhe des Wertes des Metallgeldes, an dessen Stelle
es tritt, ist richtig, aber es ist in höchstem Maße zweifelhaft, ob diese-Absicht
 gelingen kann. Heyns Argumentation, daß die Empfänger
des Notengeldes als Beamte dieses Geld zu demselben Werte annehmen
müssen wie das Metallgeld, ist richtig, aber das alles bezieht sich nur
auf den Nominalwert. Über den Realwert hat der Staat keine
Macht. Die wirkliche Kaufkraft des Geldes kann er nicmals bestimmen,
da sie sich aus der Preisbildung der. Waren selbst.ergibt. Nun behauptet
Heyn, die Leute würden auch das Papiergeld zu demselben Werte
annehmen in der Erwartung, daß es die gleiche Kaufkraft haben
werde wie das Metallgeld. Gerade diese Erwartung ist aber lediglich
Vertrauenssache, und dies ist der Punkt, wo die Papierwährung immer
gegenüber der Metallwährung im Nachteil sein muß. Papiergeld ist;
reines _Vertrauensgeld, Metallgeld. ist Geld. yon realem.. Wert. In einem
Stück Metallgeld besitzt jedermann ein reales Gut, dessen Wert durch.
den Goldkörper bestimmt ist. In einem Stück uneinlöslichen Papiergeldes,
 das der Staat zu einem bestimmten Nominalwerte ausgibt,
besitzt jemand nur eine Anweisung, sich Güter in der Höhe dieses.
Nominalbetrages einzutauschen. Wieviel solcher Güter er eintauschen
kann, hängt von der Bildung der Warenpreise ab. Für diese ist aber
die Höhe des Geldwertes wiederum von entscheidender Bedeutung. —
Bei der Goldwährung ist es ein Stück Edelmetall, dessen Wert in letzter
Linie entscheidend ist, bei der Papierwährung das Vertrauen, daß es.
dem Staate gelingt, den Wert des Papiergeldes auf der Höhe des
Nominal(Metall-)wertes zu erhalten. Ist aber jemals anzunehmen, daß
der Wert eines Vertrauensgeldes so hoch steht, wie der Wert eines
Realgeldes ? Dies ist um deswillen ausgeschlossen, weil die Menge des.
auszugebenden Papiergeldes immer von der Willkür des Staates abhängt.
 Sobald dieser die Möglichkeit hat, ein Geld ohne „Kosten“