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die Krediterteilungsbefugnis der Reichsbank einzuschränken!), so
könnte ich auch dies nicht als Verbesserung des bisherigen Systems
der Goldwährung ansehen, deren Vorzug darin besteht, daß unter
den gesetzlichen Kautelen, die ihr vorgeschrieben sind, eine sozusagen
 unbegrenzte und völlig elastische Krediterteilung ermöglicht
 wird,
Am Schluß meint Heyn, man könne es ja auf eine Probe ankommen
lassen: „Überlassen wir also die Entscheidung der Zukunft. Es wird
sich herausstellen, daß die Goldkernwährung auch im Frieden den
Ansprüchen gewachsen ist, die an eine gute Währung notwendigerweise
gestellt werden müssen. Übrigens könnte man, wenn sich Nachteile
zeigen sollten, zu einer Goldwährung mit Goldumlauf jederzeit zurückkehren‘‘2),
 Solche Experimente auf währungspolitischem Gebiete sind
höchst gefährlich, und es scheint mir sehr gewagt, eine solche Probe
mit der Einführung der Papierwährung vorzunehmen.

2. Ersetzung der reinen Goldwährung durch eine Papierwährung.
A. (Bendixen)®).
a) Die Auffassung Bendixens vom Wesen des Geldes,
Bendixen geht bei seiner Grundauffassung vom Wesen des Geldes
von bestimmten Sätzen der Knappschen Geldtheorie aus. Er bekennt
sich zu Ser, nominqltschen. Auffassung. des Geldes im Gegensatz zur
metallistischen, «= zu der Lehre, daß die Werteinheit im Geldwesen
(also Mark, Franken, Gulden, Rubel usw.) nicht „metallistisch‘“, sondern
„nominal‘‘ definiert werden müßte, gleicherweise in Gold- wie in Papierwährungsländern:
 „Qb_zur.Herstellung. der Zahlungsmittel.Metall.wverwendet.
 wird-oder-nicht;-ist für.den. Begriff, des. Geldes, gleichgültig‘. 4).
Man dürfe sich der Erkenntnis nicht verschließen, daß der Begriff des
Geldes von seiner stofflichen Erscheinung unabhängig sei und dürfe
den Grund für die Wertschätzung des Geldes nicht im Metall suchen.
In der Tat fänden wir in finanziell geordneten Ländern mit Papierwährung,
 wie es Österreich in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts
 ‚unzweifelhaft gewesen sei. dasselbe sichere Vertrauen zum

') Ebenda S, 67.
1 Ebenda S. 74.
*) Vgl. die Schriften: ı. Währungspolitik und Geldtheorie im Lichte des
Weltkrieges, München 1916. 2. Die Reichsbank nach dem Kriege (verfaßt April
[916). 3. Das unlösbare Geldproblem (verfaßt 1916). 4. Das Wesen des Geldes
(1908). 5. Geld und Kapital (1912).
4) Wesen des Geldes. S. a.