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In der 1912 erschienenen Sammlung von Aufsätzen handelt es:
sich besonders um Vorschläge, welche den staatsrechtlichen Charakter
der Reichsbank betreffen. Zwar verwarf er den Gedanken einer Verstaatlichung
 der Reichsbank; er wollte aber die gegenwärtige „privatrechtlich-fiskalische
 Struktur‘ der Reichsbank dahin abändern, daß
ihr gemeinwirtschaftlicher Charakter mehr gegenüber dem privatwirtschaftlichen
 hervortreten soll. Die Anteilseigner sollten nicht am Gewinn
beteiligt sein, sondern mit einer festen Verzinsung ihres Kapitals, das.
Reich aber mit einer nicht zu hoch bemessenen Rente abgefunden,
werden. Alle anderen Überschüsse sollten der Reichsbank selbst zu--fallen,
 um ihr zu ermöglichen, der Wiederkehr schwerer Zeiten in der
Stärke und Rüstung entgegenzugehen, die ihr ein vergrößerter Bestand
an Gold oder besser noch an Wechseln auf das Ausland verleihen würde
(Geld und Kapital, S.74). Erst in seinem neuesten Werke und besonders
 in der Abhandlung „Die Reichsbank nach dem Kriege‘“ hat
er die volle Konsequenz aus seiner theoretischen Lehre gezogen. Er:
behauptet, daß die Verfassung und die Aufgaben der Reichsbank auf
völlig überlebter rechtlicher Grundlage beruhten (S. 2) und daß ein
unerträglicher gesetzlicher Zustand vorliege. — In seinem Feldpostbrief
 über die Reichsbank im Kriege (vom 18. Januar 1915) nennt er
die Einrechnung der Darlehenskassenscheine in den Goldbestand der
Reichsbank „einen häßlichen Kniff, durch den wir unsere Aufrichtigkeit
und die gesunde Lage der Reichsbank diskreditiert‘ hätten (Währungspolitik,
 S. 21). — Das Bankgesetz erklärt er für durchaus fehlerhaft,
und nur die Klugheit und das Geschick der Reichsbankleitung hätten
die schweren Mängel des Gesetzes überschattet (ebenda, S. 23). Er
verlangt jetzt ‚einen Umbau der Reichsbank von Grund auf“ (S. 25).
Seine Vorschläge laufen jetzt tatsächlich auf eine Abschaffung "der
Goldwährung hinaus, Im einzelnen sind die wichtigsten von ihn
vorgeschlagenen Neuerungen folgende:

4. Aufhebung der Bareinlösungspflicht der Noten seitens der:
Reichsbank.

Die Erfahrungen des Krieges hätten die Entbehrlichkeit der Bareinlösung
 dargetan : „Statt Gold zu fordern, bringen die Leute ihr Gold
in vielen Hunderten von Millionen freiwllig zur Reichsbank und wechsehr.
es in Papier um. So hat man nicht nur die Entbehrlichkeit der Goldmünzen
 erkannt, sondern man hält auch ihren individuellen Besitz
für unvereinbar mit der Pflicht der Vaterlandsliebe, „Das Geld gehört
in die Reichsbank, nicht in den Verkehr.“