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„großem“ Geld darstellen, sollen auch von der Reichsbank kreiert
werden, und zwar in einem bestimmten Verhältnis zur Größe der Bevölkerung:
 „Was der Verkehr an großem Geld braucht, wird sich in
ungefährem Betrage unschwer ermitteln lassen. ... Man gelangt so
zu einer bestimmten Summe auf den Kopf der Bevölkerung, und
wie das Reich die Scheidemünzen, so soll die Reichsbank die Banknoten
 dem Verkehr nach ‚diesem Maßstabe zur Verfügung stellen‘
(S. 66).
d) Der Notenbedarf an Quartalsterminen, — Auch der Mehrbedarf
 an Noten zu den Quartalsterminen soll von der Reichsbank
befriedigt werden, und zwar könne die Reichsbank den Mehrbedarf in
der erfahrungsmäßigen Höhe liefern, wobei für diese kurze Zeit die zur
Lombardierung eingereichten Effekten vollständig ausreichen. Da auf
diese Weise für den inneren Zahlungsverkehr so gut wie alles mit papierenen
 Zahlungsmitteln geleistet wird, bleibt der ganze bisherige Goldschatz
 der Reichsbank für die Zwecke der Wechselkursregulierung und
der Wiederherstellung der Parität unserer Valuta zu freier Verfügung.
Aber auch für diese Zwecke könne in großem Umfang das Gold erspart
werden: „Diesen Dienst leistet jedoch in Friedenszeiten ebensogut und
besser als das Gold ein Devisenvorrat, der obendrein den Vorzug hat,
Zinsen einzutragen. Ebenso kann ein Bestand an ausländischen Effekten
im Besitze der Reichsbank zur Regulierung der Valutenkurse nützliche
Verwendung finden, nur daß freilich der Verkauf der Effekten möglicherweise
 mit Kursverlusten verbunden ist, was bei der Ausgabe von Gold
und Devisen nicht der Fall ist‘ (S. 48). ... Devisen, Gold, Effekten —
auf keines dieser drei sollte die Reichsbank verzichten, um im Frieden
die Währung zu verteidigen und im Kriege die starken finanziellen
Reserven zur Hand zu haben. Das mag das Gesetz ausdrücklich aussprechen.
 Aber die Frage, in welchem Umfange diese drei Wertkategorien
 vorhanden sein sollen, überlasse man getrost der Verwaltungspraxis
 und sehe besonders davon ab, für die Höhe des zu haltenden
Goldbestandes eine absolute oder relative Norm zu bestimmen“‘“ (Wähcungspolitik,
 S. 50).
c) Kritik.

Der Grundirrtum Bendixens, aus dem alle übrigen fehlerhaften
theoretischen Gedankengänge hervorgehen, liegt in seiner Geldschöpfungstheorie,
 in der Vorstellung, als ob die eigentliche Geldschöpfung
 in dem „klassischen“ Geld vorliege, welches die Zentralbank
ausgebe, wenn sie Noten gegen Warenwechsel liefere, Der Satz: „Wenn
die Reichsbank gegen ihr zum Diskont gegebene Wechsel Banknoten