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ausgibt, so gibt sie Geld‘“1), enthält einen großen und folgenschweren
Irrtum. Tatsächlich gibt die Bank nicht Geld, sondern Kredit. Die
Banknote ist überhaupt kein Geld, sondern ein Kreditpapier. Auf
Grund der verschiedenen Sicherheiten, welche die Bank gegenüber dem
Wechselgeber hat, räumt sie ihm Kredit ein, und das Publikum, wenn
es Banknoten wie bares Geld in Zahlung nimmt, gibt seinerseits Kredit
"Im Hinblick auf die großen Sicherheiten, welche die Bank bietet.‘ Ob
und inwieweit dieser Kredit gewährt wird, hängt sowohl für die Bank
wie für das Publikum von den sachlichen, realen Garantien ab, welche
dem Papier zugrunde liegen. Für die Bank ist es keineswegs SO, daß im
Warenwechsel einfach ein Warenäquivalent vorliege gegenüber dem in
den Noten ausgeprägten Geldäquivalent, sondern so, daß der Kredit
vor allem gewährt wird auf Grund der guten Unterschriften, die der
Wechsel haben muß. Ebenso irrig ist die Behauptung: „Entweder sind
Warenwechsel geeignet, als Unterlage für klassisches Geld zu dienen,
dann sind sie es unbeschränkt ohne Rücksicht auf ihre Quantität und
auf etwa daneben bestehende Golddeckung, oder sie sind es nicht, und
dann ist auch die kleinste Notenemission auf Grund von Warenwechseln
ohne volle Golddeckung, ein Fehler der Geldpolitik, eine Schöpfung
unechten Geldes, gegen welche die Besitzer echten Geldes guten Grund
hätten, energisch zu protestieren“ (Wesen des Geldes, S. 39). Warenwechsel
 sind allerdings keine Grundlage zu „‚klassischem““ Geld, überhaupt
 kein Geld, sondern können nur zur Grundlage von Kreditpapieren
dienen, die Zahlungsdienste verrichten, wenn eben die notwendigen
Garantien vorhanden sind. Diese brauchen aber nicht in voller Golddeckung
 der Noten zu bestehen; wenn durch geschickte Banknotenzesetzgebung
 in anderer Weise solche Garantien geschaffen werden,
zo können sie sehr wohl Gelddienste verrichten oder als Geldsurrogate
4ienen. Warum aber erkennen die Goldgeldbesitzer durch ihr Verhalten
Jiese Surrogate als gleichwertig mit dem Gelde an? Bendixen antwortet:
 „Weil auch die Goldgeldbesitzer nicht auf das Gold sehen,
sondern nur auf die Funktion des Geldes, dem Besitzer den Erwerb
von Gütern zu vermitteln. Sie sind sich eines Vorzugs vor den Besitzern
von Noten oder Giralgeld überhaupt gar nicht bewußt“ (ebenda S. 40)-Und
 doch ist es nicht diese angebliche Gütervermittlungsfunktion,
sondern umgekehrt gerade die Goldsicherheit, welche der Banknote
diese Eigenschaft als Geldsurrogat verleiht. ‚Bendixen gibt ein „Vereinfachtes‘‘
 Beispiel, um den Vorgang der Wechseldiskontierung Zu
erklären: „Ein Fabrikant hat sein Kapital in dreimonatigem Betrieb

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y Vol. „Geld und Kapital‘, 5. 10.